Lanzarote spricht über Streit um ZAR-Flächen, neue Hilfen für Gewaltopfer und Pläne zur Jugendpsyche sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
PSOE-Bürgermeister greifen ZAR-Pläne der Inselverwaltung an
Sozialistische Bürgermeister haben Cabildo-Präsident Oswaldo Betancort kritisiert. Sie warfen ihm vor, mit den Zonas de Aceleración de Renovables mehr als 3.163 Hektar ohne Planung und Konsens für Spekulation zu öffnen und Gemeinden zu übergehen. Das habe Unsicherheit erzeugt und widersprüchliche Signale verstärkt.
María Dolores Corujo, Generalsekretärin der PSOE Lanzarote, führte Gespräche mit betroffenen Bürgermeistern und verlangte eine stabile, transparente Planung. Die PSOE unterstütze erneuerbare Energien, sie müssten aber Landschaft, Primärsektor und kommunale Autonomie respektieren.
Cabildo-Plenum billigt zentrale Anlaufstelle für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt
Die sozialistische Fraktion hat im Plenum des Cabildo eine Initiative für eine zentrale Anlaufstelle durchgesetzt. Sie sollte Frauen nach geschlechtsspezifischer Gewalt einen einheitlichen Zugang zu Schutz, Informationen und Begleitung eröffnen und bürokratische Hürden senken.
Ariagona González, Sprecherin der PSOE-Fraktion, sagte, fehlende Koordination zwischen Institutionen habe Betroffene bisher oft allein gelassen. Vorgesehen waren eine feste Ansprechpartnerin, ein System mit Echtzeit-Übersicht freier Unterkünfte und ein einheitliches Dossier für die Zusammenarbeit von Sozialdiensten, Gesundheit, Polizei und Justiz.
Yoné Caraballo fordert Inselplan für emotionale Gesundheit von Jugendlichen
Yoné Caraballo hat psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen als zentrale Herausforderung benannt. Der NC-BC-Kandidat für die Präsidentschaft des Cabildo von Lanzarote und La Graciosa verlangte, das Thema politisch zu behandeln und Prävention sowie Unterstützung auszubauen.
Caraballo schlug einen „Plan Insular de Bienestar Emocional Infanto-Juvenil“ mit Schulangeboten vor und verwies auf den Unterstützungs-Chat „ICO“. Zudem forderte er von der Regierung der Kanaren eine Untereinheit für Kinder und Jugendliche in der Notaufnahme des Universitätskrankenhauses Dr. José Molina Orosa.
Axel Celmanti gewinnt zwei Silbermedaillen bei Spaniens Sprint-Meisterschaft
Axel Celmanti hat bei der spanischen Sprint-Meisterschaft in Trasona zwei Silbermedaillen geholt. Der Paracanoe-Athlet des Club de Piragüismo Marlines de Lanzarote gewann in der Klasse PV3 über 500 Meter am Freitagabend Silber und legte am Samstagmorgen über 200 Meter nach.
Nach Platz neun bei der Europameisterschaft in Portugal trat er in Topform an und bedankte sich für die Unterstützung. Er bereitete sich nun in einem Trainingslager in Galicien mit der spanischen Paracanoe-Auswahl auf die Weltmeisterschaft im August in Polen vor.
Javier López qualifiziert sich für WM und sammelt nationale Titel für Club Marlines
Der Club Marlines hat auch Javier López für starke Resultate hervorgehoben. Er qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft im K1 über 5.000 Meter und gewann bei den nationalen Titelkämpfen Gold im K2 über 1.000 Meter.
Zudem wurde er Vizemeister im K4 über 1.000 Meter. Der Verein wertete die Ergebnisse als Bestätigung der sportlichen Entwicklung seiner Athleten auf Lanzarote.
Judo-Club Costa Teguise beendet Saison mit Jubiläum in Spaniens Elite
Der Club de Judo Costa Teguise Lanzarote hat die Saison 2025-2026 mit einem Sommer-Campus abgeschlossen. Die Verantwortlichen sahen die Ziele erreicht oder übertroffen und verwiesen auf Erfolge bei kanarischen, spanischen und europäischen Wettbewerben sowie auf Wachstum im Nachwuchs.
Als Meilenstein galt die zwanzigste Teilnahme an der Liga Nacional de Clubes, die in der höchsten Kategorie gewürdigt wurde. Verantwortlicher Antonio Ramírez kündigte Wartungsarbeiten im August an, bevor im September die Vorbereitung auf die Supercopa de España am 19. September in Las Palmas startete.
Presa Canario erhält Status als genetisches Erbe der Kanaren
Der Club Lanzaroteño del Presa Canario hat die Anerkennung des Presa Canario als genetisches Erbe durch die Regierung der Kanaren begrüßt. Auf den Kanaren waren 568.208 Hunde registriert, davon 38.867 auf Lanzarote, und 14.070 Tiere gehörten zur Rasse Presa Canario.
Der Club forderte konkrete Schutzmaßnahmen wie Ausstellungen, genetische Programme und Bildungsprojekte. Zudem verwies er auf wirtschaftliche Effekte der Hundewelt, etwa in Tiermedizin und Tourismus, und bot Zusammenarbeit mit den Institutionen an.


