El Hierro beschäftigt sich mit steigenden Lebenshaltungskosten, der Überprüfung abgelehnter Sportförderungen und zusätzlichen Fährverbindungen im März. Die kleinste Kanareninsel steht vor mehreren Herausforderungen.
AHI-Abgeordneter Acosta fordert Ausgleich gegen steigende Preise
Raúl Acosta hat im kanarischen Parlament dauerhafte Maßnahmen gegen die hohen Lebenshaltungskosten auf El Hierro gefordert. Der Abgeordnete der Agrupación Herreña Independiente (AHI) und Sprecher der gemischten Fraktion erklärte, der Warenkorb habe seit 2020 im Schnitt um 50 Prozent zugelegt. Die doppelte oder dreifache Insularität verteuere Alltag, Bau und Freizeit erheblich.
Acosta verlangte bessere Ausgleichsfonds, einen Jugendrückkehrplan und Anreize für Telearbeit. Er kritisierte die staatliche Flughafenfirma AENA wegen fehlender Sensibilität beim Flughafen und warnte vor Fernsteuerungstürmen. Außerdem drängte er auf eine Reform des Dekrets 9/2009, um die Seeverbindungen rechtlich abzusichern und die Frequenzen von zwölf auf 16 zu erhöhen.
Inselverwaltung prüft abgelehnte Sportförderungen für 2025 neu
Die Inselverwaltung von El Hierro hat beschlossen, abgelehnte Sportförderanträge für 2025 zu überprüfen. Die Motion kam von der Agrupación Herreña Independiente. Deren Politiker Alberto Armas sprach im Plenum nach Gesprächen mit Vereinen und Sportlern mögliche Unregelmäßigkeiten bei Fristen und Benachrichtigungen an.
Betroffen waren unter anderem der Club Bola Canaria Tibataje, der Grupo Colombófilo Timbarombo sowie die Sportler Julia Samsó Sánchez, Maite Gutiérrez Febles und Karsten Dirk Mohr. Auch die Unión Deportiva Valle Frontera und der Club de Lucha Concepción standen zur Debatte, weil Unterlagen fehlten oder ein Antrag ohne Bescheid blieb. Der Sportbeauftragte des Cabildo verwies auf Probleme in der Bearbeitung und kündigte Verbesserungen an.
Fred. Olsen Express setzt zusätzliche Fähren zwischen El Hierro und Teneriffa ein
Die Reederei Fred. Olsen Express hat im März zusätzliche Verbindungen zwischen La Estaca auf El Hierro und Los Cristianos auf Teneriffa eingerichtet. Das Unternehmen plante Zusatzfahrten für den 13., 20. und 26. März, jeweils mit Abfahrt um 8.00 Uhr auf El Hierro und Rückfahrt um 12.00 Uhr ab Teneriffa.
Am 29. März kamen zwei weitere Fahrten hinzu, um 10.30 Uhr ab La Estaca und um 14.00 Uhr ab Los Cristianos. Damit stieg die wöchentliche Zahl von 16 auf 18 Fahrten, in der Woche vor Ostern waren 22 Verbindungen vorgesehen. Flottenchef Juan Ignacio Liaño begründete den Schritt mit höherer Mobilität in der Hochsaison und zusätzlichem Warentransport vor Ostern.
Senatsanhörung bringt Streit um Thunfischfang auf die Kanaren
David Pavón hat im spanischen Senat die traditionelle Thunfisch-Fischerei auf den Kanarischen Inseln verteidigt. In einer von Javier Armas, Senator von El Hierro, initiierten Anhörung warnte Pavón vor einem Pilotprojekt, das Roten Thunfisch per Ringwaden fangen und anschließend in Käfigen mästen sollte.
Pavón sagte, die Initiative stamme nicht von kanarischen Fischern, sondern von Unternehmen. Er stellte dem das Angeln mit Rute und Haken gegenüber und nannte es ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig. Die Ringwaden-Methode ermögliche Massenfänge und könne geschützte Meerestiere beeinträchtigen. Der PSOE-Senator Pedro Fajardo Palarea dankte für die Einordnung und verwies auf die bereits diskutierte unternehmerische Prägung.
La Frontera veranstaltet drittes Festival der Erzählkunst
Der Stadtrat von La Frontera hat vom 12. bis 15. März das III Festival "Cuenta en La Frontera" ausgerichtet. Die Veranstaltung knüpfte an das Internationale Festival für mündliche Erzählkunst in Agüimes auf Gran Canaria an und sollte mündliche Traditionen als kulturelle Ausdrucksform stärken.
Cristina Temprano, Melanie Henríquez und Félix Albo traten auf. Das Programm umfasste Schultermine, Workshops und Abendvorstellungen für Erwachsene, dazu eine Veranstaltung im Casino de Sabinosa und einen Abschluss auf dem Markt von La Frontera. Die Inselverwaltung von El Hierro und das spanische Kulturministerium unterstützten die dritte Ausgabe.
Valverde kündigt Neurolimpiadas für ältere Einwohner an
Der Stadtrat von Valverde hat die Neurolimpiadas angekündigt, um aktives Altern zu fördern. Die Vorstellung findet am Donnerstag um 17.00 Uhr im Kulturzentrum Asabanos statt und verbindet Bewegung, kognitive Anregung und soziale Aktivitäten.
Das Angebot gehört zum Projekt Neurohierro und zielt auf die Stärkung körperlicher, mentaler und sozialer Fähigkeiten. Die Organisatoren erklärten, physisch-kognitive Prüfungen und Gruppenaktivitäten sollten Mobilität und Geist fördern, soziale Beziehungen festigen und unerwünschter Einsamkeit entgegenwirken.











