Fuerteventura diskutiert über die geforderte Fährverbindung zur Halbinsel, die Parkgebühren am Flughafen und den WM-Titel im Windsurf-Freestyle.
Fuerteventura fordert verbindliche Fähre nach Cádiz mit Stopp in Puerto del Rosario
Fuerteventura verlangt eine verbindliche Fährverbindung zum spanischen Festland. Inselpräsidentin Lola García forderte gemeinsam mit den Bürgermeistern und der Handelskammer, die Route als öffentliche Dienstleistung festzuschreiben – nachdem die Verbindung eingestellt worden war und Puerto del Rosario im Vertrag nicht ausdrücklich genannt wurde.
García erklärte, die Transportkosten seien um 70 bis 78 Prozent gestiegen und belasteten Verbraucher sowie kleine Betriebe. Vizepräsident Blas Acosta drängte auf eine rasche Ausschreibung, Puerto del Rosarios Bürgermeister David de Vera warnte vor wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Eine ständige Inseltischgruppe soll die neue Ausschreibung begleiten.
Kanarische Regierung fordert Stopp in Puerto del Rosario in neuer OSP-Ausschreibung
Die Kanarische Regierung hat verlangt, einen Stopp in Puerto del Rosario in die neue Ausschreibung der Seeverbindung nach Cádiz aufzunehmen. Pablo Rodríguez, Minister für öffentliche Arbeiten, Wohnen und Mobilität, teilte dem Regierungsrat mit, sein Ressort habe die Generaldirektion der Handelsmarine noch vor Vertragsende schriftlich dazu aufgefordert.
Rodríguez erklärte, eine formelle Antwort sei ausgeblieben und habe Unsicherheit ausgelöst. Ohne den Stopp müssten Waren zunächst nach Arrecife oder Las Palmas de Gran Canaria umgeleitet werden, was Kosten und Transportzeiten erhöhe und die Wettbewerbsfähigkeit Fuerteventuras schwäche. Die Verbindung bleibe strategisch wichtig für Versorgung, Kohäsion und Chancengleichheit.
PP fordert 75 Prozent Rabatt auf Parkgebühren am Flughafen Fuerteventura
Der Partido Popular fordert eine deutliche Senkung der Parkgebühren am Flughafen Fuerteventura. Die PP-Fraktion im Stadtrat von Puerto del Rosario kündigte eine Motion an, mit der die spanische Regierung und AENA zu einer Ermäßigung von 75 Prozent für kanarische Bewohner aufgefordert werden sollen.
Fernando Enseñat, PP-Abgeordneter im kanarischen Parlament, betonte, Flüge seien für viele Inselbewohner aus medizinischen, beruflichen, schulischen oder familiären Gründen unumgänglich. Ana Padilla, PP-Sprecherin im Stadtrat, nannte die Gebühren unzumutbar und verlangte eine Orientierung an den Rabatten im Luft- und Seeverkehr sowie an der wirtschaftlichen Lage der Kanaren.
Sarah-Quita Offringa holt auf Fuerteventura ihren 18. Freestyle-WM-Titel im Windsurfen
Sarah-Quita Offringa hat auf Fuerteventura ihren 18. Freestyle-Weltmeistertitel im Windsurfen gewonnen. Die Athletin aus Aruba setzte sich an den Stränden von Sotavento in der vierten Runde der 38. Windsurf-Weltmeisterschaft durch und verteidigte ihren Titel bei starkem Passatwind und Wellengang.
Maaike Huvermann aus den Niederlanden hatte die einfache Eliminierung gewonnen und benötigte nur noch einen Sieg – doch Offringa schlug sie zweimal und erzwang ein Superfinale. Lisa Kloster aus Deutschland belegte den dritten Platz, Sandra Schill den vierten und Helena Derya Lale den fünften.
Corralejo erinnert an Fischerei-Tradition und die Rolle der Frauen
Corralejo hat das kulturelle Erbe der traditionellen Fischerei in den Blick genommen. Am Muelle Viejo trafen sich im Rahmen von "Encuentros con el Patrimonio" Fischer, die über Techniken, Alltag und den Wandel ihres Berufs berichteten, der den Norden Fuerteventuras lange geprägt hat.
Rayco León, Kulturbeauftragter der Inselverwaltung, sagte, Zuhören bewahre das Erbe am besten. La Olivas Bürgermeister Isaí Blanco dankte für den Termin während der Fiestas del Carmen. Unter Moderation der Soziologin und Anthropologin Allende Gutiérrez Lima schilderten Cristian Trujillo sowie Francisca, Ismael und José Perdomo auch, wie Frauen Köder vorbereiteten, Fisch salzten, verkauften und teils mit aufs Meer fuhren.
Antigua würdigt Festkommission von Las Salinas für die Fiestas del Carmen
Antigua hat den Einsatz der Festkommission von Las Salinas und der Dorfbewohner für die Fiestas del Carmen gewürdigt. Bürgermeister Juan Cabrera erklärte, das Engagement habe einen reibungslosen Ablauf ermöglicht, nachdem am 19. Juli eine traditionelle Prozession zu Land und zu Wasser gefeiert worden war.
Festtagsbeauftragte Lucila Guillermina Ruiz hob hervor, dass sich mehr Frauen als je zuvor an der religiösen Prozession beteiligt und sich beim Tragen der Jungfrau abgewechselt hätten. Am Vorabend hatten Feuerwerk und ein Tanzabend den Festtag angekündigt, bevor Jubelrufe, Hupen und die traditionelle Seefahrt das Dorf prägten.
Softballturnier "Fuerteventura Perfect Game" bringt zwölf Teams nach Puerto del Rosario
Fuerteventura richtet ein regionales Softballturnier mit zwölf Teams aus. Vom 31. Juli bis 2. August sollte das "Fuerteventura Perfect Game" im Francisco-Melián-Stadion in Puerto del Rosario Teams von Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria und Teneriffa zusammenbringen.
Luis González, Sportbeauftragter der Inselverwaltung, erklärte, die Unterstützung solcher Veranstaltungen bereichere die Sportlandschaft. Bürgermeister David de Vera sagte, Softball habe sich als Alternative etabliert. Organisiert wurde das Turnier vom Club Deportivo The Goats mit Jake Williams und Héctor Mayora; zudem war eine Jugendvorführung geplant.
Treffen auf Fuerteventura stellt weibliche Führung in Inselverwaltungen heraus
Fuerteventura hat ein Treffen der sechs Frauen ausgerichtet, die Inselregierungen auf den Kanaren geleitet haben. Im Palacio de Congresos diskutierten M. Eugenia Márquez Rodríguez, Inés Rojas de León, Guadalupe González Taño, Belén Allende Riera, Rosa Dávila Mamely und Dolores Alicia García Martínez unter dem Titel "Las 6 Fantásticas" über Führung und öffentliche Verantwortung.
Nardy Barrios Curbelo moderierte die Runde, die als erster großer öffentlicher Auftritt von Charter 100 Fuerteventura galt. Die Initiative unter Leitung von Clara Peña gehört zu Charter 100 Canarias, einer seit 2015 bestehenden Organisation zur Förderung von Gleichstellung und beruflicher Entwicklung von Frauen – insbesondere von Unternehmerinnen, Gründerinnen und Fachfrauen.
Kanaren stärken Kommunikation für nachhaltigen Tourismus
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat ihre Strategie für nachhaltigen Tourismus ausgebaut und sich der nationalen Initiative "Turismo que Suma" angeschlossen. Vize-Tourismusminister José Manuel Sanabria präsentierte den Beitritt gemeinsam mit Vertretern von Exceltur, einem Tourismus-Thinktank, und der AMTC, einem Verband von Tourismusgemeinden.
Sanabria erklärte, der Tourismus habe seit 2019 rund 47,6 Prozent des Wirtschaftswachstums auf den Kanarischen Inseln ausgemacht und im Vorjahr ein Bruttoinlandsprodukt von 23.375 Millionen Euro sowie 413.064 Beschäftigte erreicht. Óscar Perelli von Exceltur sagte, das Projekt solle Transparenz und Umweltverträglichkeit stärken, während Kampagnen wie "Aquí se Vive" Besucher zu respektvollerem Verhalten anhalten.
La Graciosa: Ministertreffen zum Jubiläum der Meeresreservate
Die Kanaren haben auf La Graciosa ein Treffen zur nachhaltigen Fischerei abgehalten. Landwirtschaftsminister Narvay Quintero traf sich dort mit Spaniens Landwirtschaftsminister Luis Planas und Fischern, um die Lage in und um die Meeresreservate zu besprechen.
Das Treffen gehörte zu den Jubiläumsfeiern der Reservate, die mit einer Abschlussveranstaltung auf Teneriffa enden sollten. Die Reservate von La Graciosa und den nördlichen Inseln von Lanzarote sowie La Restinga Mar de Las Calmas auf El Hierro feierten ihr 30-jähriges Bestehen, das Reservat auf La Palma sein 25-jähriges. Sie gelten als wichtig für Fischbestände, Biodiversität und eine nachhaltige Fischerei.







