Fuerteventura meldet neue Recycling-Container, einen Bewässerungsplan für die Landwirtschaft, Warnungen zur Wasserqualität an den Küsten und weitere aktuelle Entwicklungen auf der Insel.
Inselverwaltung beschafft 470 neue Container für Recycling
Die Inselverwaltung hat 470 neue Seitenlader-Container für die selektive Müllsammlung angeschafft. Die Kosten belaufen sich auf 709.227,20 Euro, finanziert mit Next-Generation-Mitteln über die kanarische Tourismusbehörde.
Je die Hälfte der Container ist für Leichtverpackungen sowie für Papier und Pappe vorgesehen. Die Einführung erfolgt schrittweise, parallel zum Abschluss eines neuen Vertrags für die selektive Sammlung. Abfallrat Enrique Pérez erklärte, die Zahl der Seitenlader-Container steige damit von mehr als 1.300 auf knapp 1.800. Zusätzlich seien zwei weitere Lkw geplant.
PSOE begrüßt nationale Unterstützung für Bewässerungsplan im Süden
Der Partido Socialista (PSOE) auf Fuerteventura hat die Unterstützung staatlicher Stellen für den Bewässerungsplan im Zentrum und Süden der Insel hervorgehoben. Eine Delegation der staatlichen Gesellschaft Tragsa reiste eigens auf die Insel und begutachtete den Fortschritt mehrerer Projekte.
Tragsa-Präsident Jesús Casas traf sich dabei mit María Jesús de la Cruz Montserrat, der Leiterin der staatlichen Verwaltung auf Fuerteventura. Der Plan für Tuineje und Pájara umfasst 13,2 Millionen Euro von der staatlichen Agrarinfrastrukturgesellschaft Seiasa und der Inselverwaltung. Dazu gehört ein Reservoir in Tesejerague, das nicht konventionelles Wasser für die Landwirtschaft nutzt.
ECOAQUA warnt vor Abwasser und Salzlaugen an Kanaren-Küsten
Ricardo Haroun, Direktor des Instituts ECOAQUA der Universität Las Palmas de Gran Canaria, hat wirksamere Modelle für den Umgang mit Abwasser und Salzlaugen gefordert. Einleitungen ins Meer schadeten der Meeresfauna und -flora, gefährdeten die Gesundheit von Badegästen und beschädigten das touristische Image der Inseln, sagte er.
Bei einem Treffen der Wissenschaftlichen Räte der Biosphärenreservate der Kanarischen Inseln auf Fuerteventura diskutierten die Teilnehmer den Verlust mariner Biodiversität sowie fehlende Kontroll- und Minderungsmaßnahmen. Haroun verwies auf Seegraswiesen als wichtige Lebensräume und betonte, technische Lösungen könnten Umweltbelastungen senken und Arbeitsplätze schaffen – finanziert durch EU-Programme und privates Kapital.
Antigua bereitet Playa de Las Salinas für Festveranstaltungen vor
Bürgermeister Juan Cabrera hat die Säuberung und Aufbereitung der Playa de Las Salinas del Carmen veranlasst. Damit habe die Gemeinde eine Forderung von Anwohnern erfüllt und den Strand nach Besuchen der Verwaltung gezielt aufgewertet, erklärte er.
Die für Tourismus und Strände zuständige Stadträtin Sebastiana Verde teilte mit, ein Team habe mit einem Traktor den Sand gesiebt, Algen entfernt und angeschwemmten Müll beseitigt. Ziel war es, den Strand für Spiele, gesundes Baden und bevorstehende Festveranstaltungen herzurichten. Anwohner berichteten nach drei Tagen von einer deutlichen Verbesserung.
PP Pájara kritisiert Verfall am Einkaufszentrum Playa Paradiso
Der Partido Popular (PP) in Pájara hat den Zustand der Avenida de Jandía und des Einkaufszentrums Playa Paradiso beanstandet. Der lokale Parteivorsitzende Domingo Pérez erklärte, die Stadtregierung ignoriere Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsleuten und vernachlässige Hygiene und Instandhaltung.
Die Partei warnte, Touristen sähen Schäden statt Sauberkeit. Zudem berge der Müll gesundheitliche Risiken und schrecke Kunden ab. Der PP forderte einen Aktionsplan für Reinigung und Desinfektion sowie mehr Ressourcen, darunter zusätzliche Müllcontainer und häufigere Abholungen.
Museo Arqueológico untersucht Keramikfunde zur Ernährung der Majos
Das Museo Arqueológico de Fuerteventura setzt die Analyse antiker Keramikgefäße fort, um gelagerte Lebensmittel der Ureinwohner zu identifizieren. Nach ersten Ergebnissen nimmt das Museum nun 14 neue Fundstücke von verschiedenen Fundorten auf Fuerteventura unter die Lupe.
Adrià Breu von der Universität Barcelona leitete bereits 2024 Analysen mit Gaschromatographie und Massenspektrometrie. Dabei fand er tierische Fette, wahrscheinlich von Ziegen oder Schafen, aus dem 9. bis 11. Jahrhundert. Der für historisches Erbe zuständige Berater Rayco León erklärte, neue Techniken machten bislang unbekannte Aspekte sichtbar. Die Laborarbeit erfolgt in Barcelona und Bristol.
Antigua eröffnet Spielplatz und Calisthenics Park nach Sanierung
Bürgermeister Juan Cabrera hat den erneuerten Spielplatz in Antigua gemeinsam mit dem zuständigen Stadtrat David Guerra besucht. Die Sanierung von Spielgeräten, Mobiliar und Teilen des gepolsterten Bodens sei eine Forderung der Dorfgemeinschaft gewesen, sagte Cabrera. Auch der Calisthenics Park für Erwachsene war zuvor stark beschädigt.
David Guerra erklärte, neu seien feste Tische und Stühle für Brettspiele im Freien, um gemeinschaftliche Aktivitäten zu fördern und Bildschirmzeiten zu reduzieren. Cabrera kündigte sechs weitere Spielplätze an, darunter einen neuen barrierefreien in Antigua, und bat die Bürger, die Anlagen sauber zu halten.
Gesundheitsdienst empfiehlt Blutspende vor Sommerreisen
Der Kanarische Gesundheitsdienst Servicio Canario de la Salud rät dazu, Blutspendetermine vor Urlaubsreisen einzuplanen. Die Generaldirektion für Blutspende und Hämotherapie erklärte, je nach Reiseziel könnten nach einer Reise vorübergehend keine Spenden möglich sein – frühzeitige Termine seien daher wichtig.
Vor jeder Spende führt das medizinische Personal ein Gespräch zu Gesundheit, Gewohnheiten und Reisen, ergänzt durch Labortests. Wer in endemische Gebiete reist oder Impfungen benötigt, sollte dies angeben, da Wartezeiten von Wochen bis Monaten möglich sind. Voraussetzungen sind ein Alter zwischen 18 und 65 Jahren sowie ein Körpergewicht von mehr als 50 Kilogramm.







