Gran Canaria hat strikte Feuerverbote verhängt, in Las Palmas gab es einen schweren Hausbrand, und eine Kommission fordert ein Ende der Diskriminierung HIV-positiver Taxifahrer. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Gran Canaria: Feuerverbote und Zugangsbeschränkungen wegen Extremhitze
Die Inselverwaltung hat das Feuerpräventionsprogramm Infogran aktiviert und weitreichende Verbote erlassen. Wegen extremer Temperaturen galt eine besondere Warnung für die östlichen Regionen, offene Feuer blieben jedoch inselweit untersagt – auch an Grillplätzen und mit tragbaren Kochgeräten. Genehmigungen für landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Verbrennungen wurden ausgesetzt, Feuerwerk und funkenbildende Maschinen im Umkreis von 400 Metern um Waldgebiete verboten. Im Naturpark Tamadaba beschränkte die Verwaltung den Zugang über die GC-216 auf Anwohner und notwendige Dienste; Llanos de la Mimbre und das Erholungsgebiet wurden geschlossen.
Hausbrand in Las Palmas: 55-Jähriger schwer verletzt
Nach einem Hausbrand in Las Palmas wurde ein 55-jähriger Mann schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Notfall- und Sicherheitskoordinationszentrum CECOES 112 erhielt gegen 10.00 Uhr mehrere Anrufe zu einem Feuer in der Straße Pío XII. Zwei Krankenwagen des kanarischen Rettungsdienstes SUC versorgten den Mann mit schweren Verbrennungen zunächst vor Ort und transportierten ihn anschließend ins Universitätskrankenhaus Doctor Negrín. Die Feuerwehr löschte die Flammen und belüftete das Gebäude, die Polizei ermittelt zur Brandursache.
Fahrzeugbrand auf der Avenida Marítima sorgt für Verkehrsbehinderungen
Ein Autofahrer meldete am Morgen einen Fahrzeugbrand auf der Avenida Marítima. Das Feuer brannte rund 30 Minuten und erzeugte eine große Rauchwolke; der Fahrer blieb laut CECOES 112 offenbar unverletzt. Die Feuerwehr traf etwa 20 Minuten nach Brandausbruch ein und löschte innerhalb von zehn Minuten. Die Polizei sperrte zunächst zwei Fahrspuren Richtung Hafen von La Luz und Industriegebiet El Sebadal und leitete den Verkehr über den Hafen sowie den Pérez Muñoz-Tunnel um. Ab 8.26 Uhr lief der Verkehr wieder normal.
Kanaren: Kommission kritisiert Diskriminierung HIV-positiver Taxifahrer
Eine Kommission fordert Gesetzesänderungen, weil Vorschriften in rund 50 Gemeinden Menschen mit HIV vom Taxifahren ausschließen. Der Bericht der HIV and Work Commission wurde von den Gewerkschaften Comisiones Obreras CCOO und Unión General de Trabajadores UGT sowie den Organisationen Cesida und FELGTBI+ vorgelegt. Die Kommission verwies auf eine Untersuchung des Ombudsmanns in Gemeinden in Murcia und kritisierte Klauseln, die Bewerber ohne ansteckende Krankheiten verlangen. Auf den Kanarischen Inseln nannte sie mehrere betroffene Orte, darunter Las Palmas. Als Lösung schlug sie eine medizinische Bescheinigung vor, die ausschließlich relevante körperliche oder psychische Einschränkungen prüft.






