La Gomera beschäftigt sich derzeit mit dem neuen Wirtschaftsbericht 2025, der umstrittenen Haushaltsänderung der Inselverwaltung und den Verkehrsproblemen rund um El Rejo. Weitere Entwicklungen prägen die Insel.
Wirtschaftsbericht 2025: Tourismusplus und sinkende Arbeitslosigkeit
Der Cabildo von La Gomera hat den Wirtschaftsbericht 2025 vorgestellt. Casimiro Curbelo, Präsident der Inselverwaltung, sagte, die Daten bestätigten die Stärke des Modells und neue Chancen. Santiago Sesé, Präsident der Handelskammer von Santa Cruz de Tenerife, verwies auf den Dienstleistungssektor mit 81 Prozent der Aktivitäten und 85 Prozent der Sozialversicherungsmitglieder.
Die Zahl der Hotelgäste stieg um 20,7 Prozent, Kreuzfahrtpassagiere nahmen zwischen 2022 und 2025 um 78,2 Prozent zu. Die Beschäftigung wuchs um 3,6 Prozent auf 9.780 Personen, die Arbeitslosigkeit sank auf 1.610, was 14,14 Prozent entsprach. Das Unternehmensvertrauen legte um 12,9 Prozent zu, fast 90 Prozent der Betriebe hielten ihr Niveau oder verbesserten es.
IxLG kritisiert Haushaltsänderung um 28 Millionen Euro scharf
Guzmán Correa Marichal hat die jüngste Haushaltsänderung im Cabildo von La Gomera beanstandet. Die beiden Vertreter von Iniciativa por La Gomera (IxLG) lehnten die Erhöhung um 28 Millionen Euro in einer außerordentlichen Sitzung ab und sprachen von einem Wahlversprechen ohne realistische Umsetzung. Correa sagte, die Änderung sei am 23. März online angekündigt worden, obwohl sie noch nicht genehmigt gewesen sei.
Er kritisierte zudem, die Frist für Änderungsanträge sei von zehn auf fünf Tage verkürzt worden. Als Beispiele nannte IxLG 3 Millionen Euro für die kanarische Wohnungsbaugesellschaft Viviendas Sociales e Infraestructuras de Canarias (Visocan) ohne konkrete Bauvorhaben sowie 1,3 Millionen Euro für unbestimmte Grundstückskäufe. Auch Mittel für den Handelsverband Federación de Áreas Urbanas de Canarias (FAUCA) und den Bono comercio seien unklar geblieben.
PSOE und IxLG verlangen schnelle Lösungen für die Straße El Rejo
Der PSOE im Cabildo von La Gomera hat eine Nachfrage zur Wiedereröffnung der Straße von El Rejo angekündigt. Die Sozialisten erklärten, die Verbindung zwischen El Cedro und Hermigua sei seit den letzten Regenfällen geschlossen und werde häufig aus Sicherheitsgründen gesperrt. Seit dem Sturm Therese fehle jedoch ein Plan für die Wiedereröffnung, weshalb das Thema im nächsten Plenum auf die Tagesordnung komme.
Auch Iniciativa por La Gomera (IxLG) machte die Belastung für Bewohner und Unternehmen öffentlich. Die Partei kritisierte, dass die Sperrung der CV 14 mit Einschränkungen zwischen Laguna Grande und Juego de Bolas zusammenfiel. Alba González Ossorio, Organisationssekretärin von IxLG, forderte eine technische Lösung und bessere Informationen, weil Umwege über San Sebastián oder Vallehermoso Zeit und Kosten erhöhten.
La Gomera bewirbt nachhaltigen Tourismus auf Messe in Italien
La Gomera hat sich auf der Fiera Tempo Libero 2026 in Bolzano präsentiert. Die Insel nutzte die Messe mit mehr als 43.000 Besuchern, um Natur- und Aktivurlaub zu bewerben und neue Märkte zu erschließen. María Isabel Méndez, Tourismusbeauftragte der Insel, sagte, italienische Reisende suchten häufig hochwertige Erlebnisse in Gastronomie und Kultur und mieden Massentourismus.
Die Strategie zielte auf Gäste, die Wanderwege und Natur priorisierten und ihr Geld breiter verteilt ausgäben. Laut den Angaben blieben diese Urlauber im Schnitt 9,9 Tage und buchten selten Pauschalreisen. Die Insel setzte dabei auf ihr stabiles Klima und die Biodiversität als Argumente für nachhaltige Angebote.
Tag des Buches: Musical, Buchmesse und Konzerte auf La Gomera
La Gomera hat den Tag des Buches mit mehreren Veranstaltungen begangen. Im Auditorio Insular lief am Freitag das kostenfreie Musical "El príncipe y el mendigo" der Kompanie Habemus Teatro, das um 20 Uhr begann. Am Samstag fand in San Sebastián auf der Plaza de la Constitución die Feria Insular del Libro mit Kinderprogramm und Buchpräsentationen statt.
Vorgestellt wurden unter anderem Werke von Mirian Eugenia Vigo Vadillo, Carlos Jesús Pérez Simancas und Olivia Armas Padilla. In Vallehermoso präsentierte Ángeles Alemán Gómez "El último amor de Sventenius", in Agulo trat Marta Bolaños im Rahmen des "Festival No Solo Boleros" auf. Ergänzend gab es in Vallehermoso das Spektakel "Verso y Reverso" mit Poesie und Kunst.
Agulo richtet Punto Violeta gegen Gewalt bei San Marcos ein
Die Asociación de Mujeres Gara hat am Freitag in Agulo einen Punto Violeta eingerichtet. Die Anlaufstelle begleitete die Feierlichkeiten zu San Marcos Evangelista, die mit der traditionellen Nacht der Feuerstellen zusammenfielen. Geschultes Personal bot Informationen, Unterstützung und Begleitung an, um Gewalt gegen Frauen vorzubeugen und Betroffene nicht allein zu lassen.
Das Ayuntamiento de Agulo finanzierte die Aktion mit Mitteln aus dem Pacto de Estado gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Der Verein erklärte, gerade bei großen Treffen von Einheimischen und Besuchern seien Sensibilisierung und klare Hilfeangebote nötig, damit die Feiern ohne sexistische Übergriffe verliefen. Zugleich rief die Asociación dazu auf, Belästigung nicht zu tolerieren.
Weine mit DOP La Gomera gewinnen Medaillen beim Bacchus 2026
Kanarische Weine haben beim Wettbewerb Bacchus 2026 Auszeichnungen erhalten, darunter auch Produkte mit Herkunftsbezeichnung von La Gomera. Der Montoro blanco barrica 2024 mit DOP La Gomera gewann Gold, der Laderas de Montoro blanco 2025 mit DOP La Gomera erhielt Silber. Der Wettbewerb der Unión Española de Catadores fand vom 24. bis 26. März in Madrid statt.
Der kanarische Landwirtschaftsminister Narvay Quintero sagte, die Ehrungen stärkten die Position der Weine der Kanarischen Inseln auf internationalen Wettbewerben. Eine Jury aus Journalisten, Sommeliers und Experten bewertete 1.540 Weine, Vermuts und Spirituosen. Insgesamt wurden 14 Weine aus dem Archipel prämiert, darunter ein Gran Oro für einen Wein von Lanzarote.
Kanaren verteilen 24,2 Millionen Euro für Agrarprogramme
Die Kanaren haben 24,2 Millionen Euro aus einem Verteilungsschlüssel der Konferenz für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung erhalten. Das Geld floss in ländliche Entwicklungsmaßnahmen, Programme zur Wettbewerbsfähigkeit und Qualität sowie in das Programm zur Unterstützung der kanarischen Agrarproduktion, das als POSEI bekannt ist. Aus dem nationalen Strategischen Plan der Gemeinsamen Agrarpolitik 2023 bis 2027 entfielen 1,5 Millionen Euro auf die Kanaren.
Für POSEI waren 21 Millionen Euro vorgesehen, weitere Mittel gingen unter anderem an Imkerei, Pflanzenzertifizierung und einheimische Rassen. Zudem wurden EU-Gelder für Schulprogramme zum Obst-, Gemüse- und Milchkonsum für 2026 bis 2027 verteilt, wobei die Kanaren Anteile für beide Programme erhielten. Ziel blieb, gesunde Ernährung zu fördern und Fettleibigkeit vorzubeugen.





