La Gomera spricht über Sturmschäden durch Therese, anhaltende Sicherheitsmaßnahmen und Online-Unterricht sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Therese beschädigt Küsten und Straßen auf La Gomera
Therese hat auf La Gomera spürbare Schäden hinterlassen. Inselpräsident Casimiro Curbelo berichtete, seit gestern Mittag hätten Sturmböen erhebliche Beeinträchtigungen verursacht, besonders in Valle Gran Rey und in Alajeró. In Valle Gran Rey wurde die Avenida Marítima schwer beschädigt, zudem meldete die Gemeinde Schäden an der Barrancamündung.
Bürgermeister Borja Barroso erklärte, die Avenida Marítima bleibe wegen Instabilität geschlossen, Ausweichrouten standen jedoch zur Verfügung. Der Vizekanzler für Notfälle, Marcos José Lorenzo, sagte, der Schutz der Bevölkerung habe Priorität gehabt, und verwies auf ES-ALERT sowie den Einsatz der Unidad Militar de Emergencias.
Inselverwaltung senkt Alarmstufe und behält Sperren bei
Die Inselverwaltung hat den Plan de Emergencias Insular auf Alarmstufe herabgesetzt. Die präventiven Maßnahmen blieben bestehen, alle Notfall- und Zivilschutzdienste waren weiter über das CECOPIN koordiniert und einsatzbereit. Die Verwaltung setzte die Straßeninstandhaltung fort und rief zu besonderer Vorsicht auf.
Die Straße El Rejo (CV-14), Wanderwege, Forststraßen, Erholungsgebiete und der Nationalpark Garajonay blieben gesperrt. Die Inselverwaltung bat, unnötige Fahrten und Bereiche mit Erdrutschgefahr zu meiden, und verwies für Informationen auf offizielle Kanäle sowie 112 Canarias.
GM-1 nach Sperrung wieder befahrbar
Die Inselverwaltung hat die GM-1 zwischen Arure und Valle Gran Rey wieder geöffnet. Sie hatte die Straße nach intensiven Regenfällen vorsorglich gesperrt und danach reinigen und überprüfen lassen. Der Verkehr war anschließend wieder möglich, zugleich blieb die Gefahr von Erdrutschen bestehen.
Ein Überwachungs- und Reinigungsteam blieb vor Ort, um bei Bedarf schnell einzugreifen. Autofahrer sollten vorsichtig fahren und mit Material auf der Fahrbahn rechnen, weil sich die Lage in betroffenen Abschnitten weiter verändern konnte.
CV-11 bleibt gesperrt, Buslinie 6 eingestellt
Die Inselverwaltung hat die CV-11 zwischen Paredes und dem Zentrum von Alajeró weiter gesperrt. Die Strecke blieb geschlossen, bis die Sicherheit gewährleistet war, weil der Sturm die Straßenverhältnisse auf der Insel stark beeinträchtigt hatte. Die Behörden warnten weiter vor Erdrutschen.
GuaguaGomera, das öffentliche Busunternehmen auf La Gomera, stellte die Linie 6 zwischen Valle Gran Rey und dem Flughafen bis auf Weiteres ein. Die Inselverwaltung empfahl, Fahrten auf das Notwendige zu beschränken und Hinweise der Einsatzkräfte zu beachten.
Schulen auf La Gomera unterrichten am Freitag online
Die kanarische Bildungsbehörde hat den Präsenzunterricht auf La Gomera am Freitag ausgesetzt. Der Unterricht fand weiter online statt, weil die Notfall- und Zivilschutzbehörde Risiken auf den Straßen sah und die Maßnahme mit den örtlichen Notdiensten abstimmte. Ziel blieb die Sicherheit der Schüler.
Auf Teneriffa und Gran Canaria konnte der Präsenzunterricht am Freitag in den meisten Schulen wieder beginnen. Eine Ausnahme blieb das IES Andrés Bello in Santa Cruz de Tenerife, wo nach einer Überschwemmung Reparaturen liefen und der Unterricht weiter online stattfand.
Krankentransport nimmt Regelbetrieb wieder auf
Der nicht dringende Krankentransport hat am Freitag auf La Gomera wieder begonnen. Der Servicio de Urgencias Canario, der den Dienst verwaltete, hatte ihn zuvor wegen der starken Regenfälle und der daraus folgenden Notlage ausgesetzt. Mit der Wiederaufnahme sollte die Versorgung schrittweise normalisiert werden.
Die Notfallstrukturen blieben dennoch aktiv, weil die Inselverwaltung weiterhin mit Erdrutschen und Behinderungen rechnete. Für Vorfälle nannte sie 112 Canarias sowie das CECOPIN unter 922 14 15 01 als zentrale Anlaufstellen.
ASG-Politiker Ramos lobt Ausbildung im Tourismus auf La Gomera
Jesús Ramos hat im Parlament der Kanarischen Inseln mehr Ausbildung für touristische Qualität gefordert. Der Abgeordnete der Agrupación Socialista Gomera (ASG) sagte, Humankapital sei entscheidend, und verlangte Bildungsangebote, die zu neuen Anforderungen passten. Er sprach sich für eine Ausweitung auf nicht kapitale Inseln aus.
Ramos hob die Hotelfachschule Hecansa hervor und nannte das Hotel Escuela Casa de los Herrera auf La Gomera als Beispiel. Er betonte außerdem die duale Berufsausbildung, die Bildung und Arbeitsmarkt verbinde und eine Beschäftigungsquote von nahezu 100 Prozent erreiche.
PP-Abgeordneter Casañas fordert Fährverbindungen mit La Gomera
Juanma Casañas hat im Parlament regelmäßige Fährverbindungen zwischen El Hierro, La Gomera und La Palma verlangt. Der Abgeordnete des Partido Popular sagte, stabile Preise und Frequenzen seien für Bewohner und Güterverkehr wichtig. Er verwies darauf, das Thema sei bereits dreimal im Parlament diskutiert worden.
Casañas erklärte, derzeit gebe es von El Hierro nur eine Verbindung nach Teneriffa mit Fred. Olsen Express, deren Verstärkung nicht ausreiche. Er warnte zudem vor Unsicherheit durch die noch ausstehende Genehmigung der Übernahme von Naviera Armas durch Baleària.






