Der Stadtrat von Fuencaliente hat im aktuellen Jahresbericht des Transparenzbeauftragten mehr als 70 Beschwerden wegen mangelnder Transparenz verzeichnet. Nach Angaben des Gremiums gingen von den insgesamt 469 Beschwerden im kommunalen Bereich 77 auf das Konto der Gemeinde Fuencaliente auf La Palma.
Die Sozialistische Fraktion im Stadtrat kritisierte am Montag die Regierungsführung der Coalición Canaria scharf. Sie erklärte, die hohe Zahl der Beschwerden sei „ein Spiegelbild des Mangels an Information und der fehlenden Transparenz, mit der die Coalición Canaria das Rathaus von Fuencaliente führt“.
Transparenzprobleme in Fuencaliente auf La Palma
Die Sozialisten betonten, sie hätten die Situation seit Beginn der Legislaturperiode öffentlich angeprangert. Die Missstände seien bislang nicht behoben worden. Aus Sicht der Fraktion zeige sich daran „der geringe demokratische Geist“, der das Handeln des Bürgermeisters bestimme. Die Opposition erhalte keinen Zugang zu den nötigen Informationen, um ihre Kontrollfunktion wahrzunehmen.
Die Partei äußerte ihre Sorge darüber, dass Fuencaliente durch diese Vorgänge in den Schlagzeilen stehe. Die Kritik richtet sich gegen ein Verständnis von öffentlichem Dienst, das nach Ansicht der Sozialisten weit entfernt von den Werten Bürgerbeteiligung, Dialog und Konsens liege.
Sozialisten kritisieren Regierungsstil der Coalición Canaria
Die Fraktion erklärte weiter: „Es ist sehr traurig, dass Fuencaliente mit einer Vorgehensweise in Verbindung gebracht wird, die nichts mit der Identität unseres Ortes zu tun hat, der sich immer durch das Gegenteil ausgezeichnet hat. Die Art und Weise, wie diese Regierung der Coalición Canaria handelt, hat der Gemeinde den zweifelhaften Ruhm eingebracht, auf den Kanaren die meisten Beschwerden zur Transparenz erhalten zu haben.“
Die Debatte um Transparenz und demokratische Standards im Rathaus von Fuencaliente bleibt damit weiter aktuell.


