Die kanarische Regierung hat in Zusammenarbeit mit dem Cabildo von Teneriffa 391 Untersuchungen zur Bekämpfung der Reblaus durchgeführt, von denen 373 Standorte frei von diesem Schädling waren, während 18 betroffen sind. Die Maßnahmen zur Kontrolle der Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae) auf Teneriffa werden in enger Zusammenarbeit mit Vertretern des Weinbausektors fortgesetzt.
Der Schädling wurde erstmals Ende Juli in einem privaten Garten in Valle de Guerra entdeckt, wo sich derzeit 16 der 18 betroffenen Standorte befinden. Ein kürzlich entdeckter Befall in La Matanza wurde erfolgreich kontrolliert. Ein weiterer Fall wurde in der Grenzregion zwischen Tejina und Tegueste gefunden und ebenfalls beseitigt.
Reblaus-Bekämpfung auf Teneriffa
Am Mittwoch, dem 13. August, fand eine weitere Sitzung unter Leitung des kanarischen Landwirtschaftsministers Narvay Quintero statt, um über die Maßnahmen zur Ausrottung der Reblaus auf Teneriffa zu informieren. Anwesend waren Vertreter der Landwirtschaftsorganisationen, der lokalen Behörden sowie des Schutzdienstes SEPRONA und der kanarischen Polizei.
Der kanarische Landwirtschaftsminister betonte die Notwendigkeit schneller und koordinierter Maßnahmen zur Eindämmung des Schädlings. Er forderte zudem verstärkte Kontrollen von Importen in Häfen und Flughäfen, um die Einschleppung verbotener Pflanzenmaterialien zu verhindern.
Koordinierte Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung
Die Regierung der Kanaren plant, den Transport von Rebpflanzen zwischen den Inseln zu verbieten, um den Schutz der einzigartigen, wurzelechten Reben zu gewährleisten. Der insulare Landwirtschaftsminister hob die Bedeutung des koordinierten Vorgehens hervor und betonte, dass die Qualität der Weine nicht beeinträchtigt sei.
Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Reblaus umfassen die Untersuchung von 3500 Hektar, um die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern. Technische Informationen zur Erkennung der Reblaus wurden veröffentlicht, um die Zusammenarbeit der Produzenten und der Öffentlichkeit zu fördern.
Die Vegetationsgesundheitsdienste und die öffentliche Firma GMR Canarias arbeiten intensiv an der Beseitigung des Schädlings, insbesondere auf verlassenen Grundstücken. Bei einem positiven Befund wird ein Kontrollperimeter eingerichtet, um die Ausbreitung zu verhindern, und es werden phytosanitäre Maßnahmen ergriffen.
Die Reblaus verursacht Schäden an den Blättern und Wurzeln der Reben. Obwohl bisher keine Wurzelschäden auf Teneriffa festgestellt wurden, bleibt die Prävention oberstes Ziel. Bis zur Entdeckung des ersten Falls im Juli war die Kanareninsel frei von der Reblaus, was durch strenge Importvorschriften gewährleistet wurde.





