La Palma meldet die niedrigste Arbeitslosenquote seit dem Vulkanausbruch. Gleichzeitig streitet die Insel über neue Regeln für Ferienwohnungen und den weiteren Wiederaufbau.
Arbeitslosenquote auf La Palma sinkt auf 9,83 Prozent
La Palma hat die niedrigste Arbeitslosenquote seit dem Vulkanausbruch erreicht. Die Daten für das erste Quartal 2026 weisen 9,83 Prozent aus – ein Wert unter dem spanischen Durchschnitt von 10,83 Prozent. Vor dem Ausbruch im zweiten Quartal 2021 hatte die Quote noch bei 20,44 Prozent gelegen, damals waren 7.710 Menschen ohne Arbeit gemeldet. Aktuell suchen 4.390 Menschen eine Beschäftigung – 3.320 weniger als vor der Naturkatastrophe. Regional liegt der Nordosten bei 8,85 Prozent, das Valle de Aridane bei 11,14 Prozent.
Sergio Rodríguez mahnt trotz Erholung zu weiteren Investitionen
Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez wertet die Arbeitsmarktzahlen als Rückenwind für den Kurs der Inselverwaltung, warnt aber vor Selbstzufriedenheit. Solange 4.390 Menschen Arbeit suchten, sei die Aufgabe nicht erledigt. Die Daten gäben Kraft und Legitimität, weiter in Bildung, Wohnraum und Infrastruktur zu investieren. La Palma zeige nach der größten Naturkatastrophe der jüngeren Geschichte mehr Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit, betonte Rodríguez.
Rodríguez fordert flexiblere Regeln für Ferienwohnungen auf La Palma
Sergio Rodríguez verlangt einen Kurswechsel bei der geplanten autonomen Gesetzgebung zur Ferienwohnungsvermietung. Der aktuelle Ansatz werde den Bedürfnissen der Insel nach dem Vulkanausbruch nicht gerecht, erklärte der Cabildo-Präsident. La Palma wolle nicht nur verschüttete Ferienwohnungen ersetzen, sondern schnell neue Unterkünfte schaffen, um die wirtschaftliche Erholung zu stützen. Ferienwohnungen seien der schnellste Weg zu mehr Betten, während Hotelprojekte noch liefen. Die Insel strebe 25.000 bis 30.000 Betten an, mit Schwerpunkt auf Qualität.
Kanaren-Gesetzesentwurf soll Wiederaufbau auf La Palma berücksichtigen
Rodríguez hat seine Bedenken zur Ferienwohnungsreform an Verantwortliche der Kanarenregierung weitergegeben. Der Gesetzesentwurf verstehe die Realität auf La Palma nicht und setze allgemeine Kriterien auf eine Insel im Wiederaufbau, kritisierte er. Rodríguez fordert flexible Instrumente, um das Angebot ohne zeitliche Einschränkungen auszuweiten – der Urlaubstourismus bleibe ein wirtschaftliches Standbein. Seit Monaten arbeite man an Änderungen, um die Besonderheiten der Grünen Insel abzubilden und ein insulares Tourismusmodell zu sichern, das sich von den Hauptinseln unterscheide.





