Teneriffa vergibt neue Straßenbeleuchtung, eröffnet das Altavista-Refugio am Teide nach Renovierung und billigt ein Energieprojekt in Granadilla – ein Überblick über aktuelle Entwicklungen auf der Insel.
Neuer Vertrag für die Straßenbeleuchtung auf Teneriffa
Das Cabildo hat die Wartung der Straßenbeleuchtung neu ausgeschrieben und vergeben. Der Vertrag hat ein Volumen von 9,9 Millionen Euro und kann über drei Jahre auf 21 Millionen Euro ausgeweitet werden.
Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila betonte, Sicherheit habe Priorität. Der Vertrag teilt die Insel in einen Nord- und einen Südbereich, schreibt Kontrollen und Überwachung vor und verpflichtet den Auftragnehmer, schwere Störungen binnen 24 Stunden zu beheben. Vorgesehen ist zudem der schrittweise Umstieg auf LED-Technik.
Altavista-Refugio am Teide nach Renovierung wieder geöffnet
Das Refugio de Altavista ist nach einer Modernisierung für 1,9 Millionen Euro wieder in Betrieb. Die Arbeiten brachten mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit; künftig stehen 49 Schlafplätze zur Verfügung.
Rosa Dávila erklärte, das Haus kehre als Teil der Inselgeschichte zurück. Seit 2019 war es geschlossen. Solaranlagen mit 59,5 kWp und ein Speicher mit 161 kWh versorgen die Anlage nun mit Strom; ein neues Abwassersystem sichert den Betrieb im Nationalpark Teide.
Cabildo billigt Kooperation für DISA-Energieprojekt in Granadilla
Die Inselverwaltung hat den Kooperationsvertrag mit Granadilla de Abona für ein von DISA gefördertes Energieprojekt genehmigt. Die Vereinbarung koordiniert die Erschließung von Flächen im Industriegebiet und soll Energieinfrastrukturen für die Energiewende ermöglichen.
Vizepräsident Lope Afonso bezeichnete Planung und Rechtssicherheit als entscheidend. Alicia Leirachá, Direktorin für strategische Projekte, erklärte, die Koordination solle parallel zur Schlussgenehmigung laufen, um Zeiten zu verkürzen. Die endgültige Billigung ist für die nächste ordentliche Plenarsitzung vorgesehen.
Neues Wohnangebot für Menschen in extremer Wohnungsnot
Das Cabildo hat Maya V mit zehn Plätzen eröffnet. Das Angebot entstand im Projekt Maya gemeinsam mit der Fundación Canaria El Buen Samaritano und ist im ehemaligen Hostal Berlín in El Coromoto untergebracht.
Bei der Eröffnung am 8. Juli waren Stiftungsgründer Vater Pepe, ein Nutzer, Vizepräsident Lope Afonso sowie Sozialdezernentin Águeda Fumero anwesend. Afonso verwies darauf, dass die Mittel von 1,8 Millionen Euro im Jahr 2023 auf mehr als 3,5 Millionen Euro im Jahr 2026 gestiegen seien. Fumero betonte ein personenzentriertes Betreuungsmodell.
1,2 Millionen Euro für Kloster in Icod de los Vinos
Das Cabildo stellt 1,2 Millionen Euro für die Sanierung des ehemaligen Franziskanerklosters Espíritu Santo bereit. Das Geld fließt als direkte, außergewöhnliche Subvention an den Stadtrat von Icod de los Vinos.
Rosa Dávila erklärte, Denkmalschutz stärke Identität und Kultur. Isabel de Esteban, Direktorin für historisches Erbe, sagte, die Förderung gehöre zum Programm 2023 bis 2027 und werde über MEDI-FDCAN in drei Tranchen zu je 400.000 Euro in den Jahren 2026 bis 2028 finanziert.
Mehr als 240.000 Euro für den Pabellón Sergio Rodríguez in Santa Cruz
Das Cabildo hat Arbeiten am Pabellón Sergio Rodríguez im Sportkomplex Santa Cruz Ofra finanziert. Das Paket umfasst 240.922 Euro und beinhaltet einen neuen Sportboden sowie Dachreparatur und Abdichtung.
Vizepräsident Lope Afonso besuchte die Halle gemeinsam mit Sportdezernentin Yolanda Moliné und Ideco-Geschäftsführer Manolo Gómez. Moliné erklärte, in drei Jahren seien im Komplex fast eine Million Euro investiert worden. Die Halle dient auch dem Rollstuhlbasketballteam Santa Cruz ADEIN Tenerife Fundación Club Baloncesto Canarias.
Sinfónica de Tenerife erstmals im Concertgebouw Amsterdam
Die Sinfónica de Tenerife hat im ausverkauften Concertgebouw in Amsterdam ihr Debüt gegeben. Pablo González dirigierte, Rafael Aguirre trat als Solist auf.
Das Programm verband Werke von Laura Vega, Joaquín Rodrigo, Manuel de Falla und Maurice Ravel. Vizepräsident Lope Afonso sprach von einer kulturellen Bühne für die Insel, Kultur- und Sportbeauftragter José Carlos Acha verwies auf jahrelange Arbeit. Begleitet wurde der Abend von einer Weinpräsentation aus Teneriffa.
Astrophysiker Julio Navarro spricht im Museo de la Ciencia y el Cosmos
Das Museo de la Ciencia y el Cosmos hat den Astrophysiker Julio Navarro für Freitag, 10. Juli, eingeladen. Er hielt um 17.00 Uhr einen Vortrag zur Kosmologie; der Eintritt war frei, solange Plätze verfügbar waren.
Kultur-, Museums- und Sportbeauftragter José Carlos Acha nannte die Veranstaltung eine seltene Gelegenheit. Das Instituto de Astrofísica de Canarias war Mitorganisator. Navarro lehrt an der Universität von Victoria in Kanada und behandelte Themen wie dunkle Materie, dunkle Energie und die Grenzen bestehender Theorien.
Juniorinnen-Wasserball-WM mit 20 Nationen auf Teneriffa
Teneriffa richtet die bislang größte Juniorinnen-Weltmeisterschaft im Wasserball aus. Vom 16. bis 23. August treten 20 Nationen im Centro de Deportes Acuáticos in Puerto de la Cruz an, unterstützt von der Gemeinde und der Kanarischen Regierung.
Erstmals nehmen 20 Teams aus sechs Kontinenten teil, darunter Spanien, Deutschland, die USA und Australien. Die Gruppen wurden im Juni ausgelost. Die neue Anlage soll 2026 eröffnet werden.
TEA zeigt Film von Chandler Levack
Das TEA Tenerife Espacio de las Artes hat den Film La ironía del amor gezeigt. Die Vorführungen liefen von Freitag bis Sonntag jeweils um 19.00 Uhr in englischer Originalfassung mit spanischen Untertiteln.
Die kanadische Autorin und Filmemacherin Chandler Levack erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte über eine 24-jährige Musikkritikerin. Barbie Ferreira spielt die Hauptrolle. Der Film feierte seine Premiere beim Toronto Film Festival und thematisiert Unsicherheit, Kreativität und Selbstbehauptung in einer männerdominierten Kulturszene.
GöteborgsOperans Danskompani mit Spanien-Premiere auf Teneriffa
Die GöteborgsOperans Danskompani hat ihre einzigen Spanien-Auftritte auf Teneriffa absolviert. Im Auditorio de Tenerife zeigte die Kompanie beim Mapas Festival 2026 das Stück Hammer sowie das Doppelprogramm ima und Wild Poetry.
Hammer stammt von Choreograf Alexander Ekman und brachte 31 Tänzer auf die Bühne. Im Doppelprogramm folgte ima von Sharon Eyal mit Bühnenbild von Maria Grazia Chiuri, danach Wild Poetry von Hofesh Shechter mit 16 Tänzern. Das Festival endete am 24. Juli mit Bodies of Water von Iván Pérez.
Cabildo schließt Kooperation mit Alumni der Universität La Laguna
Das Cabildo hat ein Kooperationsprotokoll mit der Alumni-Vereinigung der Universität La Laguna unterzeichnet. Die Vereinbarung soll Wissenstransfer, Forschung und qualifizierte Beschäftigung stärken und gilt zunächst vier Jahre mit Option auf Verlängerung.
Rosa Dávila unterzeichnete das Protokoll gemeinsam mit Luis Ortigosa, Präsident von ALUMNI ULL, im Salón Noble. Efraín Medina betonte die wachsende Bedeutung der Verbindung von Ausbildung und Wirtschaft, Serafín Mesa hob Netzwerke für junge Menschen hervor. ALUMNI ULL zählt mehr als 2.600 Mitglieder.






