La Gomera und die Kanaren stehen vor mehreren aktuellen Entwicklungen: Sturmhilfen, steuerliche Forderungen, Handwerkszuschüsse und neue Regelwerke für Agrovoltaik.
83 Millionen Euro nach Sturmtief Therese für die Kanaren
Die spanische Regierung hat 83 Millionen Euro für Reparaturen nach dem Sturmtief Therese zugesagt. Der Ministerrat stimmte zu, dass der Staat 50 Prozent der Kosten übernimmt, nachdem die Ausschreibung im Boletín Oficial del Estado veröffentlicht worden war.
Esther Rodríguez, PSOE-Abgeordnete für La Gomera, erklärte, der Inselrat habe die Schäden auf La Gomera mit 42,7 Millionen Euro beziffert. Der Staat trage die Hälfte, den Rest sollten Inselverwaltung und Gemeinden übernehmen. Geplant sind vor allem Arbeiten an Straßen auf Provinz- und Inselebene sowie Reparaturen an kommunalen Einrichtungen.
Curbelo fordert Steueranpassungen für La Gomera, La Palma und El Hierro
Casimiro Curbelo, Präsident der Inselverwaltung von La Gomera, hat steuerliche Maßnahmen verlangt, um die Mehrkosten durch doppelte und dreifache Insularität auszugleichen. La Gomera, La Palma und El Hierro bräuchten eine angepasste Steuerpolitik, um strukturelle Nachteile zu kompensieren.
Curbelo nannte die zusätzlichen Transport- und Mobilitätskosten als Beispiel, etwa bei Warenwegen von der Halbinsel über Teneriffa nach San Sebastián de La Gomera. Er forderte eine differenzierte Besteuerung, die neben der Einkommensteuer IRPF auch die Körperschaftsteuer umfasst, um kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige zu stützen. Zudem verknüpfte er die Forderung mit besseren Luft- und Seeverbindungen durch öffentliche Dienstverpflichtungen.
55.000 Euro Zuschüsse für das Handwerk auf La Gomera
Die Inselverwaltung von La Gomera hat den Bewerbungszeitraum für Handwerkszuschüsse abgeschlossen. Die Förderung umfasste 55.000 Euro und richtete sich an Handwerker, Unternehmen, Vereine und Gruppierungen mit Sitz auf der Insel.
Curbelo erklärte, die Nachfrage zeige das Interesse des Sektors an Mitteln zur Sicherung einer identitätsprägenden Tätigkeit. Die Handwerksbeauftragte Cristina Ventura sagte, nach Fristende beginne nun die Prüfung und Bewertung der Anträge. Selbstständige Handwerker konnten bis zu 5.000 Euro beantragen; die Zuschüsse deckten bis zu 75 Prozent der Kosten, maximal 3.000 Euro.
Hecansa bietet Cocktail-Workshop im Valle Gran Rey an
Hecansa veranstaltete am 13. Juli auf La Gomera einen kostenlosen Workshop für Gastronomie-Fachleute. Die Hoteles Escuela de Canarias, eine Einrichtung der kanarischen Regierung, bot im Centro Cultural Faride Cruz Niebla in Valle Gran Rey einen Kurs zur kanarischen Cocktailkunst an.
Iván Gironza vom Hotel Escuela Santa Cruz leitete die Weiterbildung von 10.00 bis 14.00 Uhr. Die Teilnehmer lernten, aus regionalen Zutaten handgemachte Sirups herzustellen und neue Techniken für innovative Cocktails anzuwenden.
Kanaren erarbeiten erstes Regelwerk für Agrovoltaik
Die kanarische Regierung hat zwei Agrovoltaik-Anlagen auf Gran Canaria besucht, um ein erstes Regelwerk für die Kombination von Landwirtschaft und Solarenergie vorzubereiten. Julieta Schallenberg und Eduardo García Cabello, beide Vize-Ratsmitglieder, besichtigten Projekte von Ayagaures Medioambiente und Grupo Félix Santiago Melián.
In Agüimes soll eine Anlage in gewächshausartigem Aufbau jährlich 780,33 MWh erzeugen und 307,45 Tonnen CO₂ einsparen. Auf der Finca La Rosita in Gáldar ist ein Projekt mit 440 kW geplant, das 745 MWh pro Jahr liefern und rund 30 Prozent des Bedarfs einer Entsalzungsanlage decken soll. Schallenberg betonte, die Regulierung solle Rechtssicherheit schaffen; García Cabello unterstrich, die landwirtschaftliche Nutzung müsse dabei an erster Stelle stehen.
Transportprüfungen auf Gran Canaria und Teneriffa im Juli
Die kanarische Regierung hat im Juli Prüfungen für den Transport von Gütern und Personen auf Gran Canaria und Teneriffa organisiert. Die Direktion für Transport und Mobilität unter Leitung von María Fernández ermöglichte damit den Erwerb des gesetzlich vorgeschriebenen Zertifikats für das Transportwesen.
Auf Gran Canaria fanden die Prüfungen vom 21. bis 24. Juli im Instituto Canario de Administraciones Públicas in Las Palmas statt, auf Teneriffa am 28. und 29. Juli in Santa Cruz de Teneriffa. Fernández erklärte, die Maßnahme habe den Zugang zum Beruf erleichtert und zur Professionalisierung beigetragen, damit Unternehmen über das gesetzlich geforderte qualifizierte Personal verfügen.






