Lanzarote spricht über Rekordinvestitionen in Arrecife, den Kreuzfahrtboom im April und den Streit um Baukompetenzen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Arrecife beschließt Rekordhaushalt und Modernisierungspaket
Arrecife hat den höchsten Haushalt seiner Geschichte auf den Weg gebracht. Die Stadtverwaltung veröffentlichte die erste Genehmigung im Amtsblatt BOP und bezifferte den Etat 2026 auf rund 79 Millionen Euro. Bürgermeister Yonathan de León erklärte, nach der Billigung der Jahresabrechnung im Plenum sollten zusätzlich 40 Millionen Euro aus Überschüssen in ein Modernisierungsprogramm für Stadtteile fließen. Geplant sind unter anderem sechs Millionen Euro für Argana, vier Öko-Boulevards sowie zwei Millionen Euro für den Parque José Ramírez Cerdá.
43 Kreuzfahrtschiffe laufen Arrecife im April an
Arrecife erwartet für April eine Rekordzahl internationaler Kreuzfahrtanläufe. Die von Eli Merino geleitete Abteilung für Tourismus und Handel nannte 43 Schiffe, darunter Queen Victoria, Sky Princess, Costa Toscana und Britannia. Die Hafenbehörde von Las Palmas kündigte besonders dichte Tage am 19. und 26. April an. Bürgermeister Yonathan de León, Mitglied im Verwaltungsrat der Hafenbehörde, sagte, Arrecife erwirtschafte mehr als 30 Prozent der Kreuzfahrteinnahmen der staatlichen Häfen in Las Palmas.
Oswaldo Betancort verschärft Streit um Baufragen auf Lanzarote
Oswaldo Betancort hat die Zuständigkeiten bei Bauvorhaben auf Lanzarote betont. Der Präsident der Inselverwaltung erklärte, das Cabildo erteile keine Baugenehmigungen und genehmige keine touristischen Einrichtungen. Betancort sagte, die Gemeinden entschieden allein über Bauvorhaben, während die Inselverwaltung lediglich regelgebundene Verfahren zur touristischen Klassifizierung bearbeite. Er warf der PSOE vor, Bürger mit einer falschen Lesart von Beschlüssen zu verwirren, und kritisierte zugleich Gemeinden wie Tías, die weiterhin Hotelgenehmigungen erteilten.
ADISLAN weist Vorwürfe aus der Politik zurück
ADISLAN hat Anschuldigungen der Abgeordneten Natalia Santana von Nueva Canarias zurückgewiesen. Die Organisation erklärte, Vorwürfe zu angeblich unhygienischen Zuständen, Gesundheitsrisiken und unrechtmäßigen Entlassungen seien haltlos. ADISLAN teilte mit, sie halte Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsvorgaben strikt ein und werde von Behörden der Kanaren und der Inselverwaltung Lanzarote regelmäßig kontrolliert. Die Organisation forderte eine öffentliche Richtigstellung und warnte vor Unruhe bei Familien der Betreuten.
Polizei in Arrecife nimmt Fahrerin nach Mietwagenfall fest
Die Polizei in Arrecife hat eine Frau wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Aneignung festgenommen. Beamte stoppten das Fahrzeug am Freitag, 27. März, gegen 9.30 Uhr bei einer Verkehrskontrolle. Die Kontrolle ergab, dass das Auto nach Ablauf eines Mietvertrags nicht zurückgegeben worden war und eine Anzeige weiter aktiv blieb. Laut Polizei hatte die Mieterin den Wagen seit 18 Tagen trotz Aufforderungen der Firma nicht abgegeben. Anschließend leitete die Polizei ein Schnellverfahren ein.
CB Puerto del Carmen beendet Saison mit klarem Auswärtssieg
Der CB Puerto del Carmen hat das letzte Saisonspiel in der Liga Territorial Femenina gewonnen. Das Team aus Lanzarote siegte am Sonntag in Tacoronte mit 29:18 gegen Balonmano Tacoronte. Puerto del Carmen führte zur Halbzeit knapp und baute den Vorsprung nach der Pause aus. Amelia Gabaldón erzielte zwölf Tore und kam in der Saison auf 114 Treffer. Trainer Antonio Gabaldón sagte, das Spiel habe auch der Vorbereitung auf die Jugendmeisterschaft gedient.
Kanarische Regierung beschließt Paket gegen Nahostfolgen
Die kanarische Regierung hat ein Maßnahmenpaket im Wert von 29,8 Millionen Euro gebilligt. Vizepräsident Manuel Domínguez sagte, der spanische Staat steuere mehr als 15 Millionen Euro bei, die Unterstützung solle bis zum 30. Juni fließen. Domínguez erklärte, vorgesehen seien unter anderem ein IGIC-Satz von 0 Prozent auf Kraftstoffe und Grundnahrungsmittel sowie höhere Förderquoten für Transport und Landwirtschaft bis zu 99 Prozent. Minister Ángel Víctor Torres verwies zugleich auf offene Fragen, weil ein IGIC von null die Einnahmen der Kanaren stärker senke als die Mehrwertsteuermaßnahmen des Zentralstaats.
Kanaren ermöglichen unbegleiteten Minderjährigen Lizenzen im Jugendfußball
Die kanarische Regierung hat unbegleiteten minderjährigen Migranten den Zugang zum organisierten Jugendfußball ermöglicht. Die zuständige Behörde unter Poli Suárez forderte die Verbände auf, die nötigen Lizenzen auszustellen. Sport-Vizeminister Ángel Sabroso und Sportdirektor José Francisco Pérez erklärten, die Regierung könne beim Wohl von mehr als 3.700 betreuten Minderjährigen nicht untätig bleiben. Eine rechtliche Analyse habe bestätigt, dass Jugendliche unter öffentlicher Obhut am organisierten Sport teilnehmen dürften.
Verein "Canarias, 1500 Km de Costa" veröffentlicht Baderegeln für Ostern
Die Asociación para la Prevención de Ahogamientos "Canarias, 1500 Km de Costa" hat Sicherheitstipps für Badegäste und Wassersportler veröffentlicht. Die Organisation warnte zum Start der Osterferien 2026 vor riskanten Bedingungen und verwies auf mehr Unfälle in den vergangenen Monaten. Sie riet, Flaggen zu beachten, überwachte Strände zu wählen und Rückströmungen ernst zu nehmen. Bei roter Flagge gelte Badeverbot. Zudem sollten Menschen bei Warnlagen Küsten und natürliche Pools meiden, weil Wellen und Strömungen überraschend stark werden könnten.
Steuererklärungskampagne 2025 startet mit neuen Abzügen
Die Steuererklärungskampagne 2025 hat am 8. April 2026 begonnen. Steuerzahler können ihre Erklärung bis zum 30. Juni online einreichen. Zudem kehren Abzüge für energetische Sanierungen und Elektrofahrzeuge zurück. Die Neuerungen begünstigen laut Angaben besonders Geringverdiener, etwa durch Abzüge für Einkommen auf Mindestlohnniveau von 16.576 Euro sowie gestaffelte Entlastungen bis 18.276 Euro. Auf den Kanaren gelten zusätzlich regionale Abzüge, etwa für zahnärztliche Behandlungen.
IWF warnt vor weltweiten Preisrisiken durch Nahostkonflikt
Der Internationale Währungsfonds hat vor höheren Preisen und schwächerem Wachstum durch den Nahostkonflikt gewarnt. Der IWF erklärte, selbst kurze Kriegsphasen könnten Öl und Gas verteuern, längere Konflikte hielten Energiepreise dauerhaft hoch. Die Analyse sieht energieabhängige Länder und ärmere Staaten besonders belastet. Auch Düngerpreise könnten die Ernährungssicherheit gefährden. Frankreich und Spanien stünden wegen Kernenergie und erneuerbarer Energien vergleichsweise besser da, während importabhängige Volkswirtschaften stärker litten.









