Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die biometrische Signatur in den Gerichten des Archipels eingeführt. Damit ist sie die erste autonome Gemeinschaft Spaniens, die diese Technologie für die direkte digitale Unterzeichnung von Prozessdokumenten nutzt. Laut Mitteilung des Ressorts für Präsidentschaft, öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit soll die biometrische Signatur Ausdrucke und Scans überflüssig machen, die Bearbeitungszeiten verkürzen und die Sicherheit im Rahmen der „Papier-Null“-Strategie erhöhen.
Das Ressort teilte mit, dass zur Anpassung des Prozessmanagementsystems an die neue Organisationsstruktur im Zuge des Gesetzes zur Steigerung der Effizienz der Justiz die Generaldirektion für Beziehungen zur Justizverwaltung die Schulungen in allen Gerichten der Kanaren im August und September verstärkt hat.
Biometrische Signatur in den Gerichten auf den Kanaren
Im Rahmen dieser Initiative erhalten Mitarbeitende Schulungen zu weiteren wichtigen Funktionen, etwa zum Zugang von Fachleuten und Bürgern zur elektronischen Gerichtsakte (EJE) über das elektronische Justizportal der Kanaren sowie zu allen Werkzeugen im Zusammenhang mit der „Papier-Null“-Strategie.
„Diese Sitzungen ermöglichen es, Fragen zu klären und das Wissen des Personals im Umgang mit digitalen Werkzeugen und neuen Technologien aufzufrischen“, erklärte das Ressort in der Mitteilung.
Digitalisierung der Justiz auf den Kanaren schreitet voran
Die Ressortleiterin Nieves Lady Barreto betonte: „Mit der vollständigen Digitalisierung der Gerichtsverfahren steigt die operative Effizienz.“ Dies führe zu mehr Schnelligkeit bei der Dienstleistung für die Bürger.
In der vergangenen Woche fanden Schulungen und Unterstützung für die Gerichte der ersten Phase des Effizienzgesetzes statt, darunter Arucas, Icod de los Vinos, La Orotava, Granadilla de Abona, Puerto de la Cruz, Los Llanos de Aridane, San Sebastián de La Gomera und Valverde auf El Hierro.
Schulungen für Gerichte auf mehreren Kanarischen Inseln
In dieser Woche wird die Schulung zum papierlosen Arbeiten im Rahmen der elektronischen Gerichtsakte (EJE) mit den Gerichten in Arona, San Cristóbal de La Laguna, Telde, San Bartolomé de Tirajana, Arrecife, Santa María de Guía und Puerto del Rosario sowie mit den Ermittlungsgerichten in Santa Cruz de Tenerife fortgesetzt. Diese Gerichte werden in den nächsten Phasen zwei und drei des Gesetzes einbezogen.
Die Schulungen werden in allen weiteren Gerichten fortgesetzt. Zusätzliche Sitzungen sollen sicherstellen, dass das gesamte Personal Zugang erhält und umfassend geschult wird, heißt es abschließend in der Mitteilung.


