Der Bürgermeister von Arrecife, Yonathan de León, hat die spanische Regierung aufgefordert, 44 senegalesische Migranten auf das spanische Festland zu verlegen. Diese waren am Freitag als blinde Passagiere auf einem Schlepper aus Senegal in Lanzarote angekommen. De León kritisierte die Entscheidung der spanischen Behörden, das Schiff in Arrecife anlegen zu lassen, obwohl es näher am marokkanischen Hafen Tarfaya war.
Der Bürgermeister äußerte Bedenken, dass die Migranten den Status als blinde Passagiere nutzen könnten, um in Spanien zu bleiben. Eine Richterin in Arrecife hatte am Montag die Freilassung der 44 Migranten angeordnet. Weitere fünf Migranten, die behaupten, minderjährig zu sein, beantragten ebenfalls Asyl.
Migranten auf Lanzarote
De León warnte, dass die humanitäre Genehmigung der spanischen Regierung von Schlepperbanden ausgenutzt werden könnte, um mehr Migranten auf die Kanaren zu bringen. Er befürchtet, dass diese Entscheidung den Weg für weitere Ankünfte aus Afrika ebnen könnte. Die Richterin sah in dem Vorfall jedoch einen humanitären Rettungseinsatz und keinen illegalen Grenzübertritt.
Da es auf Lanzarote keine geeigneten Einrichtungen für Flüchtlinge gibt, forderte der Bürgermeister die Verlegung der Migranten auf das Festland, wo sie humanitäre Hilfe erhalten könnten. Er kritisierte zudem die widersprüchlichen Informationen der Regierung zu diesem Vorfall.



