Ein Gericht auf Lanzarote hat die Klage von Juan Manuel Sosa vollständig abgewiesen und ihn zur Rückzahlung von 300.000 Euro verurteilt. Sosa hatte während seiner Zeit als Gesundheitsrat im Cabildo von Lanzarote unter der Präsidentschaft der Sozialistin Mª Dolores Corujo das Geld nach Ansicht des Gerichts unrechtmäßig erhalten. Er wollte mit einer Klage gegen die Regierung der Kanaren und das Cabildo die Rückzahlungspflicht aufheben lassen, scheiterte jedoch mit allen Argumenten.
Das Urteil vom 30. Juli bestätigte die Rechtmäßigkeit der Entscheidungen der kanarischen Regierung und die Gutachten des Consejo Consultivo, die die Unrechtmäßigkeit der Zahlungen belegten. Damit folgte das Gericht der Linie der Coalición Canaria, die den Fall von Beginn an öffentlich gemacht hatte.
Urteil zu unrechtmäßigen Zahlungen auf Lanzarote
Das Gerichtsurteil widerspricht direkt den früheren Aussagen des damaligen Rats für Öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit, Julio Pérez. Dieser hatte im Parlament erklärt, die Entscheidungen seien korrekt und Sosa habe Anspruch auf die Zahlungen. Die Justiz hat nun beide Beschlüsse aufgehoben und festgestellt, dass Sosa kein Recht auf die Gelder hatte.
Auch der ehemalige Gesundheitsrat Blas Trujillo, der wiederholt bestritten hatte, dass es zu unrechtmäßigen Zahlungen kam, wurde durch das Urteil widerlegt. Das Gericht bestätigte, dass Sosa die Gelder zu Unrecht erhielt und sie vollständig zurückzahlen muss.
Coalición Canaria begrüßt Entscheidung der Justiz
Pedro San Ginés, Generalsekretär der Coalición Canaria auf Lanzarote und La Graciosa, erklärte: „Nein, Herr Pérez und Herr Trujillo, und nein, Frau Dolores Corujo. Es bestand kein Anspruch auf die Zahlungen, weshalb erst die Regierung und nun die Justiz die Rückzahlung der 300.000 Euro verlangen.“
Das Urteil stellte zudem klar, dass der Autonomen Gemeinschaft keine böse Absicht unterstellt werden kann. Vielmehr habe Sosa selbst seine Pflicht verletzt, das Ende seiner Tätigkeit als Sprecher zu melden.
Politische Verantwortung und Kritik an Regierung Torres
San Ginés betonte, Sosa habe in böser Absicht gehandelt und die Verwaltung getäuscht. Er warf der Regierung von Ángel Víctor Torres und Dolores Corujo vor, ein juristisches Konstrukt geschaffen zu haben, um mit Hilfe eines abtrünnigen Abgeordneten eine Minderheitsregierung zu stützen.
Der Senator erklärte weiter, die Gerichte hätten bestätigt, dass ein Gehalt an jemanden gezahlt wurde, der nicht als Arzt tätig war und keinen Anspruch darauf hatte. Die Verwaltung und die Öffentlichkeit seien absichtlich getäuscht worden. Die damaligen Verantwortlichen hätten die Unregelmäßigkeiten im Parlament bewusst bestritten, obwohl ihnen die Fakten bekannt gewesen seien.
Gericht bestätigt: Kein Anspruch auf Gehalt für Sosa
Die Coalición Canaria erinnerte daran, dass 2022 nach Bekanntwerden des Falls die Regierung von Ángel Víctor Torres versucht hatte, die Situation mit einer fehlerhaften Bestätigung zu kaschieren. Auch diese wurde nun von den Gerichten für nichtig erklärt. San Ginés sprach von einem politischen und juristischen Konstrukt, um eine nicht vorhandene Mehrheit mit Hilfe eines abtrünnigen Abgeordneten aufrechtzuerhalten. Die Partei kündigte an, die Aufarbeitung des Falls fortzusetzen.





