Der Parlamentarische Ausschuss der Partido Popular hat im Parlament der Kanarischen Inseln eine parteiübergreifende Einigung zur Förderung der digitalen Kompetenzen älterer Menschen erreicht. Alle Fraktionen stimmten am Mittwoch für den von der Abgeordneten María Saavedra eingebrachten Antrag zur digitalen Alphabetisierung für Senioren.
Mit der Verabschiedung der Initiative bekräftigte die Partido Popular ihr Engagement für die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen auf dem Archipel. Die Partei betonte, dass die Digitalisierung nur dann gesellschaftlichen Fortschritt bedeute, wenn sie alle Generationen einschließe.
Digitale Inklusion älterer Menschen auf den Kanaren
María Saavedra erklärte im Plenum: „Dieser Vorschlag, der durch Beiträge der nationalistischen und sozialistischen Fraktionen ergänzt wurde, entspringt dem gesunden Menschenverstand und dem Herzen. Es geht nicht nur um Technik, sondern um Menschen. Um unsere Älteren.“ Sie hob hervor, dass viele Senioren auf den Kanaren Schwierigkeiten hätten, alltägliche digitale Aufgaben zu bewältigen, etwa einen Arzttermin online zu vereinbaren oder Bankgeschäfte selbstständig zu erledigen.
Saavedra betonte, dass viele Betroffene sich selbst für die fehlenden Kenntnisse verantwortlich machten, obwohl die Gesellschaft in der Pflicht stehe, niemanden auszuschließen. „Wir lassen sie allein vor einer Digitalisierung, die, wenn sie nicht inklusiv ist, ausschließend wirkt“, so die Abgeordnete aus Fuerteventura.
Parlament fordert gezielte Maßnahmen für Fuerteventura und ländliche Regionen
Die verabschiedete Initiative fordert die Regionalregierung auf, ein spezifisches Programm zur digitalen Alphabetisierung für Senioren zu entwickeln. Dieses solle auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sein, ihnen grundlegende Fertigkeiten wie die Nutzung von Smartphones oder die Kommunikation mit Behörden vermitteln und dabei Geduld und Nähe in den Vordergrund stellen.
Saavedra würdigte die bisherigen Anstrengungen der Regierung, wies jedoch darauf hin, dass diese nicht alle Regionen erreichten. Gerade in kleinen Ortschaften, ländlichen Gebieten und auf Inseln wie Fuerteventura sei die digitale Kluft besonders groß.
Nachhaltige Unterstützung durch lokale Netzwerke auf den Kanaren
Die Partido Popular schlägt vor, in allen Gemeinden dauerhafte oder mobile Anlaufstellen für digitale Unterstützung einzurichten. Dabei sollen lokale Akteure wie Rathäuser, Nachbarschaftsvereine, Seniorenzentren und Nichtregierungsorganisationen eingebunden werden. Ziel sei es, praktische und barrierefreie Angebote zu schaffen, die mit Empathie und Koordination umgesetzt werden.
Saavedra betonte abschließend: „Es geht nicht nur darum, den Umgang mit dem Handy zu vermitteln. Es geht darum, unseren Älteren Autonomie, Würde und Selbstwertgefühl zurückzugeben. Sie sollen nicht als Last empfunden werden, sondern als aktiver Teil einer Gesellschaft, die ihnen viel verdankt. Die digitale Alphabetisierung unserer Senioren ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. In einer fortschrittlichen Gesellschaft darf niemand zurückbleiben.“


