Der sozialistische Fraktion im Cabildo von Lanzarote hat eine Anfrage für die nächste Sitzung eingereicht, um die Kosten der neuen Marketingkampagne von Präsident Oswaldo Betancort sowie die Erfahrung des beauftragten Unternehmens in vergleichbaren Projekten zu ermitteln. Die Sprecherin und Abgeordnete der Sozialisten, Ariagona González, kritisierte: „Wir wollen wissen, wie viel öffentliches Geld für diese Kampagne ausgegeben wurde, die nichts löst, während sich die realen Probleme der Insel verschärfen.“
Die Kampagne, die am 23. Juni vorgestellt wurde und darauf abzielt, „die Beziehung zwischen Touristen, Bewohnern und der Insel zu verändern“, verdeutlicht nach Ansicht der Sozialisten erneut die fehlende politische Führung der Inselregierung und deren Fokus auf Marketing statt auf konkrete Verwaltungsarbeit. González erklärte weiter: „Es geht nicht darum, dass uns die Touristen mehr mögen, sondern darum, dass wir hier Zugang zu Wohnraum, einer funktionierenden Wasserversorgung und einer Insel ohne Überlastung haben.“
Marketingkampagne auf Lanzarote sorgt für Kritik
Nach Ansicht der PSOE legt Präsident Betancort mehr Wert auf sein Image als auf die Auswirkungen seiner politischen Entscheidungen. González sagte dazu: „Statt zu handeln, flüchtet sich Oswaldo Betancort in Werbekampagnen.“
Bereits zuvor hatte die PSOE öffentlich bemängelt, dass Betancorts Antwort auf die touristische Überlastung und den Verlust an Lebensqualität auf Lanzarote darin bestehe, sich hinter Slogans zu verstecken. Nun fordert die Partei zudem Transparenz über die Kosten dieser Strategie.
Sozialisten fordern Aufklärung im Cabildo von Lanzarote
„Die nächste Sitzung muss dazu dienen, dass die Inselregierung Stellung bezieht. Wir dürfen nicht zulassen, dass öffentliches Geld für inhaltsleere Kampagnen verschwendet wird, während die Insel ins Abseits gerät“, schloss Ariagona González.





