Der Inselrat von Lanzarote hat sich weiter für eine endgültige Lösung eingesetzt, damit die rechtmäßigen Eigentümer der 70 Wohnungen im Stadtteil Valterra endlich Zugang zu den Eigentumsurkunden ihrer Immobilien erhalten. Der zuständige Inselrat für Wohnungswesen, Miguel Ángel Jiménez, führte dazu mehrere Gespräche mit Vertretern der Nachbarschaftsvereinigung sowie den betroffenen Anwohnern. Ziel war es, die Unterlagen einzuholen, die den rechtmäßigen Besitz jeder einzelnen Wohnung belegen. Dies ist eine notwendige Voraussetzung, um das Verfahren voranzubringen.
Jiménez betonte: „Wir vom Inselrat stehen voll hinter diesem Verfahren. Unser Ziel ist klar: Diejenigen, die seit Jahrzehnten in diesen Wohnungen leben und rechtmäßige Eigentümer sind, sollen die ihnen zustehenden Urkunden erhalten. Wir arbeiten eng mit den beteiligten Behörden zusammen, um die juristischen Hürden zu beseitigen, die die Übertragung verhindern.“
Eigentumsübertragung in Valterra auf Lanzarote weiterhin blockiert
Die aktuelle Situation geht auf das Gesetz 10/2022 vom 14. Juni zurück. Dessen zweite Zusatzbestimmung erlaubt es dem Instituto Social de la Marina (ISM), die Wohnungen innerhalb eines Jahres an den Inselrat von Lanzarote zu übertragen. Dies wurde im spanischen Amtsblatt am 15. Juni 2022 veröffentlicht.
Bereits in den Jahren 2010 bis 2015 hatte die Nachbarschaftsvereinigung finanzielle Unterstützung beantragt, um die Regularisierung einzuleiten. Die Eigentümerschaft lag jedoch weiterhin beim ISM. Der Inselrat beschränkte sich damals auf technische Unterstützung bei der Abwicklung. Erst am 31. Mai 2023 wurde ein Vorschlag zur Einleitung des Verwaltungsverfahrens zur Bestimmung der Begünstigten erarbeitet. Der Regierungsrat des Inselrats genehmigte das Dokument am 26. Juni 2023.
Juristische Hürden verhindern Übertragung der Wohnungen
Im weiteren Verlauf wurde jedoch eine gesetzliche Bedingung eingeführt, die das Verfahren blockiert: Laut der genehmigten Anweisung kann die Übertragung erst erfolgen, wenn die Wohnungen im Grundbuch auf den Inselrat eingetragen und im Inventar als Vermögenswerte geführt werden. Dies widerspricht der ursprünglichen Intention des Gesetzes.
„Genau dieser Punkt, bestätigt sowohl vom Grundbuchamt als auch vom Dekan der Notare in Arrecife, hat die Übertragung gestoppt“, erklärte Jiménez. Angesichts dieser Situation arbeite der Inselrat gemeinsam mit dem Instituto Social de la Marina an einer Änderung des 2023 beschlossenen Abkommens. Ziel sei es, dem Geist des staatlichen Gesetzes zu entsprechen: Der Inselrat solle als Vermittler agieren, ohne dass die Wohnungen Teil seines Vermögens werden.
Lösung für Valterra bleibt zentrales Ziel
Jiménez unterstrich: „Diese Situation darf nicht endlos andauern. Wir unternehmen alles, um die juristischen Fehler zu korrigieren und die Rechtssicherheit sowie die Würde der Bewohner von Valterra zu gewährleisten. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit und des institutionellen Engagements.“





