Lanzarote spricht über mehr Lehrkräfte, neue Sportförderung in Arrecife und ein inklusives Lucha-Team in Tinajo sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Mehr Lehrkräfte und Infrastrukturplan für Lanzarote
Die Kanaren-Regierung hat für Lanzarote mehr Lehrkräfte angekündigt. Bildungsminister Poli Suárez teilte in der Bildungskommission des kanarischen Parlaments mit, dass das Personal im nächsten Schuljahr um 7,5 Prozent auf 1.195 Lehrkräfte steigen werde. Er nannte zudem Zuwächse von 19 Prozent in der Primar- und 7 Prozent in der Vorschulerziehung im Vergleich zu früheren Jahren.
Cristina Calero, Abgeordnete der Kanarischen Nationalisten, hatte nach Planung und Ressourcen für 2026 bis 2027 gefragt und auf Wachstum der Insel verwiesen. Suárez erklärte, ländliche Schulen sollten als organisatorische Referenzeinheiten dienen, außerdem komme zusätzliche Stundenzuteilung für gemeinsamen Unterricht in zwölf Zentren. Calero verwies auf den Infrastrukturplan 2024 bis 2035 mit einem eigenen Kapitel für Lanzarote und La Graciosa.
Arrecife hat erstmals eine Förderlinie für Sportevents gestartet
Arrecife hat eine öffentliche Ausschreibung zur Förderung bedeutender Sportveranstaltungen aufgelegt. Der von Bürgermeister Yonathan de León geführte Stadtrat schuf dafür eine eigene Förderlinie, deren Regeln die Sportabteilung unter Stadträtin Eli Merino festlegte. Die Eröffnung veröffentlichte die Stadt am Freitag, 24. Juli, im Amtsblatt der Provinz.
Die Ausschreibung umfasst 688.276,23 Euro, Anträge konnten binnen zehn Arbeitstagen gestellt werden. De León erklärte, die Stadt habe damit eine rechtliche Grundlage geschaffen, um Sportereignisse mittelfristig zu planen und Wirtschaftseffekte zu erzielen. Merino betonte, Arrecife sei damit die erste lokale Institution auf Lanzarote mit Regeln und Budget speziell für Sportveranstaltungen.
Tinajo hat erstes inklusives Lucha-Canaria-Team der Provinz gegründet
Tinajo hat das Projekt „Tinajo für Alle“ vorgestellt und damit ein Signal für Inklusion im Sport gesetzt. Der Club de Lucha Tinajo gründete das erste inklusive Team der Provinz Las Palmas im kanarischen Ringkampf. Bürgermeister Jesús Machín und Sportbeauftragter Vianney Rodríguez würdigten die Initiative als Beleg, dass Lucha Canaria ein Sport für alle sei.
Clubpräsidentin Yurena Cubas sagte, die Idee sei aus Gesprächen mit dem Trainer entstanden, nachdem Jugendliche bereits inklusiven Basketball gespielt hatten. Das Team trainiere seit mehr als sechs Monaten. Bei der Präsentation im Sitzungssaal der Inselverwaltung nahmen auch Oswaldo Betancort, Präsident des Cabildo von Lanzarote und La Graciosa, sowie Vertreter der Kanaren-Regierung und der Inselverwaltung teil.
Sozialisten-Nachwuchs hat Stipendienpolitik der Kanaren kritisiert
Die Juventudes Socialistas de Lanzarote haben eine Reform der kanarischen Stipendien gefordert. Organisationssekretär José Carlos Roger erklärte, Studierende von nicht-kapitalen Inseln müssten für ein Studium auf Gran Canaria oder Teneriffa hohe Zusatzkosten tragen, während Hilfen zu spät und in zu geringer Höhe kämen. Steigende Mieten verschärften die Lage vieler Familien.
Die Organisation räumte ein, die vorgezogene Bewerbungsfrist sei ein Fortschritt, doch ohne rechtzeitige Auszahlung helfe das wenig. Sie kritisierte zudem eine aus ihrer Sicht unzureichende Finanzierung öffentlicher Universitäten bei gleichzeitiger Begünstigung neuer privater Hochschulen. Gefordert wurden höhere, kostenrealistische Beträge und Auszahlungen zu Beginn des Studienjahres.
Trofeo César Manrique hat Regatta-Saison in Arrecife angekündigt
Der Real Club Náutico de Arrecife hat die XV. Ausgabe des Trofeo César Manrique RCNA – Calero Marinas präsentiert. Die Regatta findet vom 13. bis 15. August statt und eröffne erneut den Circuito Canario de Alto Nivel mit weiteren Stationen auf Teneriffa und Gran Canaria, sagte Clubpräsident Julio Romero. Zur Vorstellung kamen auch Arrecifes Bürgermeister Yonathan de León sowie Vertreter von Calero Marinas und der Außenwerbungsgesellschaft der Insel.
José Calero, Präsident von Calero Marinas, erklärte, die Veranstaltung habe den Segelsport auf Lanzarote gestärkt und als Sprungbrett für große Formate gedient. Héctor Fernández, CEO der Sociedad de Promoción Exterior de Lanzarote, verwies auf den Nutzen für den Sporttourismus. De León ordnete die Regatta in die Feierlichkeiten zu San Ginés ein.
„Sabores de Tinajo“ hat Termin und Programm für San Roque gesetzt
Die Stadt Tinajo hat „Sabores de Tinajo“ für Freitag, 14. August, um 19.00 Uhr auf der Plaza de San Roque angekündigt. Die Veranstaltung gehörte zum Programm „Dinamiza Rural“ der Kanaren-Regierung und zu den Fiestas de San Roque 2026. Bürgermeister Jesús Machín sagte, die Plätze seien begrenzt, Reservierungen liefen telefonisch oder per WhatsApp.
Geplant waren Live-Kochvorführungen mit regionalen Zutaten und eine Verkostung, die lokale Produkte und den Primärsektor stärken sollten. Tinajo ordnete das Format in mehrere Projekte zur Förderung lokaler Erzeugnisse ein und betonte die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung.







