El Hierro beschäftigt sich derzeit mit der Ankunft eines Boots mit 125 Menschen, einer Reformdebatte zur Inselverwaltung und neuen Fördergeldern für die Viehzucht sowie weiteren Entwicklungen.
Boot mit 125 Menschen sicher in La Restinga eingetroffen
Salvamento Marítimo hat ein Boot mit 125 Menschen nach La Restinga gebracht. Die Seenotretter entdeckten den Cayuco am Sonntagabend um 21.10 Uhr rund 9,5 Meilen südöstlich des Hafens. Das Koordinationszentrum in Teneriffa entsandte daraufhin die Salvamar Diphda. Wegen eines Motorschadens schleppte sie das Boot ein.
An Bord befanden sich 116 Männer, drei Frauen und sechs Minderjährige aus Subsahara-Afrika. Alle Passagiere gingen nach Angaben von Salvamento Marítimo sicher und in gutem Gesundheitszustand an Land.
Asamblea Herreña fordert weniger Direktionen im Cabildo
Die Asamblea Herreña hat im Cabildo einen Antrag zur Kürzung von Führungspositionen eingebracht. Sprecher David Cabrera erklärte, die Initiative solle die Finanzierung der Gemeinden erhöhen und zugleich Ausgaben der Inselverwaltung senken. Ein Eilantrag vom 7. Mai hatte zuvor nicht genug Unterstützung für eine Debatte erhalten.
Die AH will die Zahl der Inseldirektionen von acht auf vier reduzieren und beziffert die jährlichen Kosten der aktuellen Struktur mit mehr als 780.368 Euro. Sie nennt mögliche Einsparungen von etwa 390.184 Euro, die nach REF-Kriterien an Valverde, La Frontera und El Pinar verteilt werden sollen.
Förderung für Schaf- und Ziegenaufzucht 2026 bewilligt
Die Inselverwaltung hat die Grundlagen für Subventionen zur Aufzucht von Schafen und Ziegen für 2026 genehmigt. Die Förderung soll die Qualität des Viehsektors verbessern, Herden erneuern und die Milchproduktion auf El Hierro stärken, indem sie Kosten bis zur Milcherzeugung senkt.
Die Ausschreibung startet mit 41.470 Euro und sieht 45 Euro pro Tier vor. Förderfähig sind Lämmer und Zicklein, die ab Oktober des Vorjahres geboren wurden, noch keine Beihilfe erhalten haben und für milchproduzierende Herden bestimmt sind. Anträge können bis zum 19. Mai 2026 digital eingereicht werden.
Cabildo schult Personal für Bagger- und Kompaktlader
Das Cabildo hat neue Schulungen für den sicheren Umgang mit schwerem und kompaktem Gerät begonnen. Die Fortbildung startete am Montag in San Andrés und richtet sich an Beschäftigte des Bereichs Straßenwesen. Sie kombiniert Theorie und Praxis zu Risikobewertung, Prävention, Wartung, Kontrollen und Baustellensicherheit.
Infrastrukturbeauftragte Ana González sagte, das Cabildo habe eine solche Schulung erstmals initiiert und damit mehr Personal für Arbeiten mit der Ausrüstung qualifiziert. In den Praxiseinheiten üben Teilnehmer Bewegen, Laden, Graben und Fahren auf unterschiedlichen Geländetypen.
Opposition in El Pinar befragt Bürger zu öffentlichen Plätzen
Die Oppositionsräte im Rathaus von El Pinar haben eine Umfrage zu öffentlichen Plätzen gestartet. Sie erklärten, mehrere Orte wie Plaza Matías Padrón, Plaza del Mentidero, Plaza de La Restinga und Plaza de Las Casas litten unter Mängeln bei Wartung, Ausstattung und Dienstleistungen.
Der Fragebogen fragt nach Renovierungsbedarf, nach öffentlichen Toiletten etwa in La Restinga oder Mentidero und nach Prioritäten. Ein Schwerpunkt liegt auf möglichen Überdachungen, weil die wichtigsten Veranstaltungsplätze bei Aktivitäten ungeschützt bleiben. Nach Fristende wollen die Räte Ergebnisse auswerten und veröffentlichen.
La Frontera unterstützt Erhalt des Correíllo La Palma
Der Stadtrat von La Frontera hat einen Kooperationsvertrag mit der Fundación Correíllo La Palma abgeschlossen. Er soll die Erhaltung und Aufwertung des historischen Schiffs unterstützen, das für die maritime Kommunikation der Kanarischen Inseln stand und auch El Hierro über regelmäßige Routen verband.
Der Vertrag läuft vier Jahre und sieht jährlich 1.000 Euro aus der Gemeindekasse vor. Die Stiftung verpflichtet sich, eine Nachbildung eines Bullauges von 1912 dauerhaft an Bord zu zeigen und mit einer bronzenen Tafel auf die Restaurierung sowie das Sponsoring der Stadt hinzuweisen.
El Pinar verlost Kulturreise nach Teneriffa
Das Rathaus von El Pinar hat im Projekt Juntémonos en Comunidad II eine Kulturreise nach Teneriffa verlost. Teilnehmen konnten Personen, die bei Projektaktivitäten mitmachten und dafür Stempel in einem Pass sammelten. Wer die Mindestzahl erreichte, nahm automatisch an der Verlosung teil.
Bürgermeister Juan Miguel Padrón Brito sagte, solche Initiativen stärkten den Gemeinschaftssinn und ermutigten zur aktiven Teilnahme am sozialen Leben. Finanziert wurde das Projekt von der Generaldirektion für Sozialdienste und Einwanderung der Regierung der Kanarischen Inseln.






