El Hierro meldet Fortschritte bei einer neuen Saatgutbank, einen Streit um eine Kreditänderung im Cabildo und neue Sommerangebote in El Pinar.
Saatgutbank im Umweltzentrum El Creal soll Biodiversität sichern
Die Kanaren-Regierung stellt 346.659 Euro für eine Saatgutbank auf El Hierro bereit. Das Projekt entsteht im Umweltzentrum El Creal und wird über eine Subvention an die Inselverwaltung finanziert. Umweltminister Mariano H. Zapata erklärte, das Vorhaben solle einheimische Pflanzenarten und traditionelle Agrarvarianten bewahren und damit das genetische Erbe der Insel sichern.
Cabildo-Präsident Alpidio Armas begrüßte die Investition. Sie erleichtere Wiederaufforstungen mit im Zentrum kultivierten Exemplaren, sagte er. Das Projekt umfasst Technik für Lagerung und Rückverfolgbarkeit, eine wissenschaftlich gestützte Sammlung, ein Inventar, ein digitales Verwaltungssystem sowie Bildungsangebote.
AHI knüpft Zustimmung zu 22,6-Millionen-Kredit an Bedingungen
Die Agrupación Herreña Independiente hat ihre Unterstützung für eine Kreditänderung des Cabildo von El Hierro in Höhe von 22,6 Millionen Euro an eigene Änderungsanträge geknüpft. Parteichef Javier Armas erklärte auf einer Pressekonferenz, die AHI habe den Inselhaushalt 2026 durch Enthaltung ermöglicht, nachdem drei Millionen Euro für prioritäre Maßnahmen – besonders in La Frontera und El Pinar – zugesagt worden seien.
Gegen das erste Verfahren habe die Partei gestimmt, weil Beträge nicht verhandelt worden seien und es keinen Dialog zur Erfüllung eines Urteils über drei Millionen Euro gegeben habe, so Armas. Parteisekretärin Asunción Amaro forderte, bereits vom Plenum genehmigte Mittel für die drei Gemeinden freizugeben. Die AHI legte neun Anträge vor, darunter Investitionen in Valverde, La Frontera und El Pinar sowie Hilfslinien wegen der Lage in Venezuela.
Asamblea Herreña fordert Umschichtung von 9,05 Millionen Euro im Inselhaushalt
Die Asamblea Herreña hat eine Änderung am Haushaltsvorschlag des Cabildo von El Hierro eingereicht und eine Umverteilung von 9.047.216,07 Euro verlangt. Die Partei will Mittel innerhalb des Budgets von 82 Millionen Euro verschieben, ohne die Gesamtausgaben zu erhöhen, und verweist darauf, dass noch 59 Millionen Euro nicht ausgegeben worden seien. Sprecher David Cabrera sagte, ungenutzte Millionen seien nicht akzeptabel, wenn dringende Bedürfnisse bestünden.
Vorgesehen sind unter anderem 1,2 Millionen Euro für Stipendien, 1,5 Millionen Euro für Konsumgutscheine im lokalen Handel sowie je 850.000 Euro für Tourismusförderung und Unternehmensverbesserungen. Weitere Ansätze betreffen Energieeffizienz, den Primärsektor, Kulturprojekte wie den Faro de Orchilla sowie zusätzliche Mittel für Sport, Gesundheit und Infrastruktur.
El Pinar: Sommerlager und erstmals kostenlose Betreuung für Kleinkinder
Der Stadtrat von El Pinar hat ein Sommerlager für Kinder eröffnet, das vom 7. Juli bis zum 27. August läuft und sich an Vorschule bis sechste Klasse richtet. Bürgermeister Juan Miguel Padrón und Bildungsstadträtin Jaisan Morales erklärten, das Angebot halte Kontakte unter Kindern aufrecht, setze auf spielerisch-sportliche Aktivitäten und entlaste Familien.
Erstmals organisiert die Verwaltung zusätzlich ein Lager für Kinder von eins bis drei Jahren im Kinderfreizeitzentrum Mundo mágico – bis zum 28. August und zum ersten Mal kostenlos. Die Aktivitäten finden dreimal wöchentlich statt: dienstags am Strand von La Restinga, mittwochs im Kulturzentrum von La Restinga und donnerstags in El Morcillo. Das Programm gehört zum kanarischen Plan Corresponsables.
Kostenloser Shuttle verbindet Tacorón mit dem Badebereich in El Pinar
Der Stadtrat von El Pinar de El Hierro hat einen kostenlosen Transport zwischen dem Kreuzungspunkt Tacorón und dem Badebereich eingerichtet. Tourismusbeauftragte Magaly González sagte, die Maßnahme reagiere auf steigende Nachfrage von Einwohnern und Besuchern und solle während der Sommermonate den Zugang erleichtern. Das Pilotprojekt lief bis Sonntag, 9. August, und war freitags, samstags und sonntags verfügbar.
TransHierro betreibt den Service mit einem Fahrzeug für acht Personen und bietet bei hoher Nachfrage zusätzliche Fahrten an. Die Gemeinde beziffert die Kosten auf rund 2.000 Euro monatlich. Bürgermeister Juan Miguel Padrón Brito erklärte, der Shuttle richte sich besonders an Menschen ohne Auto, entlaste Verkehr und Parkdruck und verbessere die nachhaltige Mobilität zu den Naturräumen.






