Die Insel El Hierro stand am Dienstag unter dem Einfluss einer Hitzewelle. Behörden und Gemeinden reagierten mit Sperrungen, Warnungen und zusätzlichen Maßnahmen. Daneben prägten neue Angebote in der Sommersaison sowie Projekte für Inklusion und lokale Infrastruktur die Nachrichtenlage.
Waldbrandgefahr: Sperrungen auf El Hierro in Kraft
Die Inselverwaltung aktivierte den Notfallplan PEIN und sperrte zahlreiche Forstpisten. Die Maßnahme trat am Montag um 12.00 Uhr in Kraft, nachdem die kanarische Notfalldirektion wegen hoher Temperaturen und Waldbrandgefahr Alarm geschlagen hatte. Betroffen waren Forstpisten in den Gemeinden El Pinar und Valverde. Auch die Feuerstellen in Hoya de El Morcillo und Hoya de El Pino blieben geschlossen.
Hitzewarnung und Waldbrandgefahr auf den Kanaren ausgeweitet
Die Regionalregierung rief eine Hitzewarnung für den gesamten Archipel aus und schloss El Hierro in die Waldbrandwarnung ein. Die Direktion für Notfälle verwies auf eine heiße, trockene Luftmasse aus Afrika – teils mit Calima, jedoch ohne nennenswerte Staubwerte am Boden. Für Dienstag und Mittwoch erwarteten die Behörden auf El Hierro Temperaturen zwischen 34 und 36 Grad bei niedriger Luftfeuchtigkeit in mittleren Lagen und an den Gipfeln.
Valverde startet Rettungsdienst an den Badezonen
Die Stadtverwaltung richtete einen Rettungsdienst für die wichtigsten Badebereiche ein. Der Dienst läuft täglich von 12.00 bis 19.00 Uhr: an der Playa de Timijiraque vom 1. Juli bis 30. September, an La Caleta, El Tamaduste, dem Hafen von La Estaca sowie Charco Manso vom 1. Juli bis 31. August. Bürgermeister Carlos Brito erklärte, die Maßnahme stärke Sicherheit und Reaktionsfähigkeit. Der Pozo de Las Calcosas bleibt wegen Bauarbeiten geschlossen.
Relevo Paralímpico baut inklusives Schwimmen auf El Hierro aus
Das Projekt Relevo Paralímpico hat das angepasste Schwimmen auf El Hierro weiter vorangetrieben. Eine Zusammenarbeit zwischen dem Spanischen Paralympischen Komitee, der Sportdirektion der Kanarischen Regierung und der Fundación DISA ermöglichte ein Abkommen mit dem Verteidigungsministerium. Damit kann das Becken im Acuartelamiento General Anatolio Fuentes in La Caleta in Valverde weiter genutzt werden. Menschen mit Behinderung trainieren dort zweimal wöchentlich mit einem spezialisierten Trainer.
La Frontera schließt neuen Gehweg in Artero ab
Die Gemeinde La Frontera hat die Bauarbeiten für den neuen Gehweg in Artero abgeschlossen. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas und der Bauausschussvorsitzende Marcos A. Casañas Barrera nahmen das Projekt am Freitag, 3. Juli, gemeinsam mit Vertretern der Firma Condaca Canarias S.L. und der Bauleitung ab. Die Arbeiten umfassten auch erneuerte Versorgungsnetze, zusätzliche Schutzelemente, neue Beschilderung sowie Verkehrsberuhigung mit Tempo 30.
La Frontera qualifiziert sich für "Pueblo del Verano 2026"
Die Gemeinde La Frontera hat sich im Wettbewerb "Pueblo del Verano 2026" für die nächste Phase qualifiziert. Die von Cerveza Dorada initiierte Aktion sucht per Social Media den sommerlichsten Ort der Provinz Santa Cruz de Tenerife. Nach der ersten Runde verblieben acht Gemeinden im Rennen – La Frontera als einzige Vertreterin von El Hierro. Die nächste Abstimmung läuft über Kommentare unter einer offiziellen Veröffentlichung.
Valverde schickt Hilfsmaterial für Venezuela nach Teneriffa
Die Stadtverwaltung Valverde transportierte gesammelte Spenden am Freitag, 10. Juli, nach Teneriffa. Von dort sollen sie in Zusammenarbeit mit der Asociación Social Solidaridad de Venezuela nach Venezuela weitergeleitet werden. Bürgermeister Carlos Brito hatte zuvor erneut um Unterstützung gebeten und besonders Medikamente sowie chirurgisches Material genannt. Spenden konnten bis Donnerstagmorgen abgegeben werden.
Ana Padrón Brito wird neue Gleichstellungsdirektorin der Kanaren
Die Regionalregierung hat Ana Padrón Brito zur Direktorin des Instituto Canario de Igualdad berufen. Begründet wurde die Entscheidung mit ihrer Laufbahn in der Verwaltung öffentlicher Programme und in sozialen Projekten. Zuletzt war sie bei Gestur Canarias tätig und koordinierte dort die Renta Canaria de Ciudadanía. Ana Padrón Brito folgt auf Ana Isabel Brito Brito, die kürzlich verstorben war.





