Gran Canaria spricht über die Umbenennung des Hafens von Arguineguín, einen schweren Unfall auf der GC-1 und Hilfe für Erdbebenopfer aus Venezuela sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Arguineguín benennt Hafen nach Migrantenkrise um
Die Kanaren haben den Hafen von Arguineguín in „Muelle de la Esperanza“ umbenannt. Die Veranstaltung der Diözese der Kanaren und der Kanarischen Häfen erinnerte an tausende Migranten, deren Rechte dort während der COVID-19-Pandemie 2020 verletzt worden waren. Der Ort war damals als „Hafen der Schande“ bekannt.
Die Lage hatte sich im August 2020 zugespitzt, als 71 Menschen ankamen und in Zelten des Roten Kreuzes unter schlechten Bedingungen lebten, obwohl nur 400 Plätze vorgesehen waren. Berichte nannten Engpässe bei Nahrung und Wasser sowie fehlende Hygiene, bis Proteste und staatliches Eingreifen folgten. Innenminister Fernando Grande-Marlaska kündigte im November 2020 den Abbau des Lagers an.
Papst León XIV. setzte Zeichen, Gedenktafel und Kreuz geplant
Der Besuch von Papst León XIV. am 11. Juni hat die Umbenennung in Arguineguín begleitet. Er sagte, die Betroffenen seien keine Zahlen oder Akten, sondern Menschen mit Familien und verlassenen Häusern. Damit hob er die menschliche Dimension der damaligen Krise hervor.
José Gilberto Moreno, Direktor der Kanarischen Häfen, erklärte, der neue Name stehe als Bekenntnis zu Respekt, Solidarität und zum Leben der Geretteten sowie der weiter nach Sicherheit Suchenden. Eine Gedenktafel und ein Holzkreuz aus Überresten eines Migrantenbootes sollten am Hafen als Symbole des Willkommens und der gemeinsamen Hoffnung dienen.
Unfall auf der GC-1 bei Telde verletzte drei Menschen
Rettungskräfte haben nach einem Unfall auf der GC-1 bei Telde drei Verletzte versorgt. Meldungen über die Kollision mehrerer Fahrzeuge hatten am Sonntag um 13.23 Uhr bei Kilometer 7 in Fahrtrichtung Norden Alarm ausgelöst. Die Guardia Civil regelte den Verkehr, während Straßenpersonal die Stelle absicherte und räumte.
Feuerwehrleute des Konsortiums von Gran Canaria befreiten eine 45-jährige Frau aus einem Fahrzeug. Sie erlitt schwere Mehrfachverletzungen und kam ins Universitätskrankenhaus Gran Canaria Insular, ihr Zustand blieb kritisch. Eine 79-jährige Frau wurde schwer verletzt ins Universitätskrankenhaus Doctor Negrín gebracht, ein 54-jähriger Mann kam mit mittelschweren Verletzungen ebenfalls ins Universitätskrankenhaus Gran Canaria Insular.
Regierung empfing Erdbebenfamilie aus Venezuela auf Gran Canaria
Ángel Víctor Torres hat eine von den jüngsten Erdbeben in Venezuela betroffene Familie auf Gran Canaria begrüßt. Der Präsident der kanarischen Regierung betonte die Solidarität der Kanarischen Inseln und die Aufgabe, Schutz und Unterstützung zu bieten. Die Familie hatte nach Angaben der Behörden erhebliche Verluste erlitten.
Die Betroffenen zeigten sich dankbar für die Hilfe lokaler Stellen und humanitärer Organisationen. Die Aufnahme galt als Teil einer breiteren Anstrengung, Erdbebenüberlebende zu unterstützen, während Gemeinschaften Ressourcen und Hilfe bündelten.







