El Hierro spricht über eine tödlich endende Bootsrettung, Streit um die Aufwachstation im Inselkrankenhaus und neue Regeln für Ferienwohnungen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Bootsrettung vor El Hierro endet mit Todesfall
Retter haben ein Boot mit 165 Menschen nahe El Hierro geborgen. Eine Frau starb, 15 weitere Personen kamen ins Krankenhaus, darunter ein etwa sechs Monate altes Baby in kritischem Zustand. Die Geretteten befanden sich in sehr schlechtem Zustand, weshalb die Einsatzkräfte den medizinischen Einsatz verstärkten und für die schwersten Fälle einen Hubschrauber einsetzten.
Das Fischerboot Restinga I meldete das Boot bei Tacorón im Mar de las Calmas. Salvamento Marítimo schickte daraufhin die Salvamar Diphda, die das Boot in den Hafen von La Restinga schleppte, wo es gegen 17 Uhr ankam. Das Baby flog im Hubschrauber nach Teneriffa, 14 weitere Menschen blieben im Hospital Insular Nuestra Señora de los Reyes, einige in ernstem Zustand.
Asamblea Herreña hat Betrieb der URPA im Hospital gefordert
Die Asamblea Herreña hat im Cabildo von El Hierro eine Motion zur Inbetriebnahme der postanästhetischen Aufwachstation URPA eingereicht. Die Gruppe erklärte, die Einheit sei im Februar 2010 eröffnet worden, arbeite aber wegen Personalmangels nicht voll. Sie verlangte die Einstellung von Fachpersonal, vor allem spezialisierten Pflegekräften, um die Versorgung nach Operationen zu sichern.
David Cabrera, Sprecher der Asamblea Herreña im Cabildo, sagte, die URPA dürfe nicht länger ungenutzt bleiben und sei für die Patientensicherheit unerlässlich. Er erklärte, ein Cabildo-Abkommen solle an die Inselgemeinden gehen, damit diese die Initiative stützten. Ziel blieb, dass die kanarische Regierung und der Servicio Canario de la Salud die nötigen Schritte zur Personalbereitstellung einleiteten.
Raúl Acosta hat Ablehnung seiner Ferienwohnungsreform kritisiert
Raúl Acosta hat die Ablehnung einer von ihm vorgeschlagenen Änderung zu Ferienwohnungen im kanarischen Parlament kritisiert. Der Abgeordnete der Agrupación Herreña Independiente erklärte, sein Vorschlag habe Mindestanforderungen an Sicherheit und Qualität für Inseln wie El Hierro, La Palma und La Gomera festlegen sollen. Die Debatte lief im Rahmen eines Gesetzes zur Beschleunigung von Baugenehmigungen.
Acosta sagte, eine Einstufung als klassifizierte Aktivität könne viele Eigentümer überfordern, eine Einstufung als harmlos lasse jedoch notwendige Kontrollen entfallen. Er nannte als Beispiele Rauchmelder, gekennzeichnete Feuerlöscher und Unterlagen wie Grundrisse und Fotos. Er betonte, Ferienwohnungen stellten rund 70 Prozent des Angebots auf El Hierro, und verwies auf ein angekündigtes Dekret von Kanaren-Präsident Fernando Clavijo mit aus seiner Sicht tragbaren Vorgaben.
Kanaren haben Grundstück für neue Parkplätze am Hospital gekauft
Der Servicio Canario de la Salud hat ein Grundstück neben dem Hospital Nuestra Señora de los Reyes erworben. Das Areal umfasste 3.222 Quadratmeter und kostete 28.039 Euro. Die Gesundheitsbehörde plante dort neue Parkplätze für Nutzer und Beschäftigte, um den Zugang zur Bettenstation zu erleichtern und die Mobilität rund um das Krankenhaus zu verbessern.
Pilar Mora, Direktorin des Gesundheitsbereichs El Hierro, erklärte, Parkplätze hätten in den vergangenen Jahren durch Erweiterungen des Krankenhauses und den Bau des neuen Gesundheitszentrums von Valverde abgenommen. Jéssica Acosta, Leiterin der Gesundheitsdienste von El Hierro, sagte, die neuen Stellflächen sollten den Zugang für Patienten, Begleiter und Personal spürbar erleichtern.
El Pinar hat drei Elektrofahrzeuge für kommunale Dienste angeschafft
El Pinar hat drei Elektrofahrzeuge für die kommunalen Dienste gekauft. Die Investition betrug 96.500 Euro und gehörte zum europäischen Projekt „Monte, mar, volcanes y tradiciones“ im Rahmen eines Programms zur Verbesserung der Energieeffizienz 2022. Die Finanzierung lief über den EU-Mechanismus für Wiederaufbau und Resilienz, der El Pinar 3.683.747 Euro bereitstellte.
Bürgermeister Juan Miguel Padrón Brito erklärte, die Fahrzeuge sollten Emissionen der Verwaltung senken und Umweltziele unterstützen. Magaly González, Stadträtin für Tourismus und Neue Technologien, sagte, die Anschaffung diene der Modernisierung der Dienste und der Nachhaltigkeitspolitik. Icamotor Venta de Automóviles S.L. lieferte unter anderem ein 4×4-Modell von KGM und Fahrzeuge von Maxus, die Spezifikationen erarbeitete GMI, ein Ingenieurbüro.
„El Mentidero“ hat Guarazoca mit einem offenen Kulturtreffen belebt
Das Wanderprojekt „El Mentidero“ hat auf El Hierro ein Gemeinschaftstreffen in Guarazoca veranstaltet. Ab 10.30 Uhr trafen sich Bürger auf der Plaza de Guarazoca, um öffentliche Räume mit offenen Aktivitäten zu beleben. Im Gesprächsraum erzählten ältere Bewohner Erinnerungen an die Vergangenheit des Ortes, ohne Bühne und ohne Technik, angelehnt an traditionelle Mentideros als Nachbarschaftstreffpunkte.
Danach folgten traditionelle Spiele im Freien und zum Abschluss eine offene Parranda, bei der Teilnehmer Instrumente mitbrachten. Migdalia Machín, Kulturministerin der Kanarischen Inseln, erklärte, Kultur entstehe auch durch Worte, Erinnerungen, Traditionen und Musik. Sie sagte, solche Begegnungen stärkten die Verbindung zwischen den Generationen und hielten die Wurzeln der Gemeinschaft lebendig.






