Fuerteventura diskutiert über Bodenschutz und Energiewende, Wohnungsmarkt und Inselmodell sowie Fischerei und den primären Sektor. Die Themen bewegen die Insel aktuell intensiv.
Asamblea Majorera CC fordert Bodenschutz und selbstbestimmtes Wachstum
Asamblea Majorera Coalición Canaria Fuerteventura hat bei der FEAGA 2026 den Schutz der Insel vor externen Einflüssen gefordert. Mario Cabrera, Abgeordneter und Parteisekretär, sagte, Fuerteventura müsse in eigenem Tempo wachsen und dürfe sich nicht an von außen kommendem Kapital orientieren. Er warnte, landwirtschaftliche Flächen könnten für fremde Interessen geopfert werden, obwohl sie für die künftige Versorgung und das Landschaftsbild wichtig seien. Den Schutz des Territoriums verband er mit dem Wirtschafts- und Sozialmodell der Insel und mahnte vor unkontrolliertem Wachstum.
Energiewende soll Flächen schonen und Bürger beteiligen
Mario Cabrera forderte eine durchdachte Energiewende, die landwirtschaftliche Flächen schont. Er erklärte, neue Anlagen sollten vorrangig auf bereits genutzten Flächen entstehen und nicht auf Böden, die der primäre Sektor brauche. Die Energiewende müsse mit Bürgerbeteiligung gestaltet werden. Außerdem müsse der Nutzen erneuerbarer Energien bei den Verbrauchern ankommen und dürfe nicht allein Konzerninteressen dienen.
Wohnungsmarkt und Lebensqualität: CC verlangt mutige Regulierung
Mario Cabrera verlangte mutige politische Maßnahmen zur Regulierung des Wohnungsmarktes. Er betonte, die Lebensqualität der Bewohner hänge davon ab, dass Wachstum gesteuert werde und die Insel nicht in eine Entwicklung ohne klare Leitplanken rutsche. Er stellte den Bodenschutz in einen direkten Zusammenhang mit sozialer Stabilität. Ohne Eingriffe drohten nach seiner Darstellung Verwerfungen, die sich auf das tägliche Leben und die Zukunftsperspektiven auf Fuerteventura auswirkten.
Inselmodell für Infrastruktur, Tourismus und Bodennutzung gefordert
Mario Cabrera forderte ein klares und geteiltes Inselmodell für Fuerteventura. Er sagte, dazu gehörten Entscheidungen zu Infrastruktur, Energie, Tourismus und Bodennutzung, damit Entwicklung und Schutz der Insel zusammen gedacht würden. Historisch sei der Schutz des Territoriums entscheidend gewesen, um ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum und Erhaltung zu sichern. Bei der FEAGA hob er zudem die Bedeutung des primären Sektors für Wirtschaft, Landschaft und Kultur hervor.
Fischerei: Kritik an Thunfisch-Ringwadenprojekt auf den Kanaren
Mario Cabrera kritisierte die Bedrohung des primären Sektors durch wirtschaftliche Interessen. Er nannte dabei das Projekt der Thunfisch-Ringwadenfischerei und stellte es als Risiko für traditionelle Strukturen dar. Er sagte, die traditionelle und nachhaltige Fischerei müsse geschützt werden, um Identität und Verwurzelung zu bewahren. Die Partei bekräftigte in diesem Zusammenhang ihr Engagement für nachhaltige Politik und Bodenschutz.






