Fuerteventura hat die gesicherte Fährverbindung nach Cádiz begrüßt, die Sportstadt in Antigua nimmt Gestalt an, und für La Lajita liegt ein konkreter Entwurf für ein neues Gesundheitszentrum vor. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Fuerteventura sichert Fährlinie nach Cádiz als staatliche Verpflichtung
Juan Jesús Rodríguez Marichal hat die angekündigte Absicherung der Fährverbindung Cádiz–Fuerteventura begrüßt. Der Präsident der Handelskammer von Fuerteventura erklärte, die spanische Regierung wolle die Route als öffentliche Dienstverpflichtung einstufen und damit als essenziellen Dienst anerkennen.
Das bringe der Insel mehr Sicherheit und Stabilität, so Rodríguez Marichal. Er verwies auf gemeinsame Forderungen der Inselverwaltung, der sechs Gemeinden und der Handelskammer und dankte Cabildo-Präsidentin Lola García sowie Minister Ángel Víctor Torres.
Sportstadt Antigua: Cabildo vergibt Bauauftrag für 7 Millionen Euro
Das Cabildo hat den Bau der Sportstadt in Antigua für 7 Millionen Euro vergeben. Die Präsidentin der Inselverwaltung erklärte, die enge Abstimmung zwischen den Abteilungen für Vertragswesen und Infrastruktur habe das strategisch und wirtschaftlich bedeutsame Projekt möglich gemacht.
Den Auftrag erhielt die UTE Tecopsa OPC. Die Fertigstellung ist in 18 Monaten geplant. Vorgesehen sind ein Kunstrasen-Fußballfeld, eine Leichtathletikbahn, Tribünen, Multisportflächen sowie Umkleiden und Lagerräume. Begleitet wurde die Vergabe von Luis González, Blas Acosta und Antiguas Bürgermeister Juan Cabrera.
La Lajita: Entwurf für neues Gesundheitszentrum vorgestellt
Die Asamblea Majorera Coalición Canaria Fuerteventura hat den Fortschritt beim geplanten Zentrum für spezialisierte Betreuung in La Lajita hervorgehoben. Tomás Pérez, Direktor des Gesundheitsbereichs von Fuerteventura, stellte den Entwurf vor. Die Partei betonte, das Projekt verkürze die Wege zum Hospital Insular.
Die Planung sieht 11.000 Quadratmeter und drei verbundene Gebäude vor, darunter 22 Facharztpraxen sowie Bereiche für psychische Gesundheit, Rehabilitation, Hämodialyse und ambulante Chirurgie. Die Abgeordneten der AM CC im kanarischen Parlament wollen die Finanzierung im nächsten Haushalt verankern, damit der Baubeginn 2027 möglich bleibt.
Fuerteventura schreibt Transportdienst für 167 abhängige Menschen neu aus
Das Cabildo hat den Transportdienst für abhängige Personen in Tageszentren und Residenzen für 2,1 Millionen Euro ausgeschrieben. Präsidentin Lola García erklärte, die Betreuung abhängiger Menschen bleibe eine Priorität und die Inselverwaltung arbeite kontinuierlich an der Stärkung der sozialen Infrastruktur.
Víctor Alonso erläuterte, der neue Vertrag fasse die bisher getrennten Dienste für ältere und behinderte Menschen zusammen und betreffe 167 Personen. Abgedeckt werden Fahrten zwischen Zuhause und Tageszentrum, Bedarfe von Residenzen sowie Transporte zu externen Aktivitäten. Bewerbungen sind bis zum 31. August möglich.
Cabildo stärkt Selbstständige mit institutioneller Erklärung
Das Cabildo hat Selbstständigen und der lokalen Wirtschaft per institutioneller Erklärung Unterstützung zugesichert. Lola García sagte, Tausende Fachleute, kleine Unternehmer und Familienbetriebe seien eine tragende Säule für Arbeitsplätze sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung auf Fuerteventura.
Die Inselverwaltung unterstützte ein Papier der Asociación de Autónomos de Fuerteventura, das steigende Kosten, Steuerlast und Probleme bei der Personalsuche benennt. Das Cabildo verpflichtete sich, Schulungen, Beratung, Digitalisierung und Förderung auszubauen, und rief andere Verwaltungen zur Koordination ihrer Maßnahmen auf.
Universitätswohnheime auf den Kanaren: PP-Initiative erhält einstimmige Unterstützung
Der Partido Popular im Cabildo hat für seine Initiative zu einem Netz öffentlicher Universitätswohnheime auf Gran Canaria und Teneriffa einstimmige Unterstützung erhalten. Sprecher Claudio Gutiérrez erklärte, das entlaste Familien auf Fuerteventura, die ihre Kinder wegen hoher Mieten kaum zum Studium auf andere Inseln schicken könnten.
Die breite Zustimmung machte den Vorschlag zur institutionellen Resolution. Sie sieht ein Kooperationsabkommen zwischen nicht kapitalen Inseln, der Regierung der Kanaren und dem Staat zur Finanzierung der Wohnheime vor und verlangt zugleich einen Plan zur Verbesserung der universitären Infrastruktur auf Fuerteventura.
Fuerteventura: Hitzewarnung Gelb, Gesundheitsbehörde mahnt zur Vorsicht
Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln hat wegen prognostizierter extremer Temperaturen Warnstufen aktiviert. Für Fuerteventura gilt Warnstufe Gelb; auf Gran Canaria wurde in Teilen Rot, in weiteren Gebieten Orange ausgerufen. Grundlage sind Daten der staatlichen Wetteragentur AEMET.
Die Behörde warnte vor Hitzschlag und riet, körperliche Aktivitäten im Freien zu meiden und kühle Orte aufzusuchen. Als besonders gefährdet gelten Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere und Vorerkrankte. Bei Notfällen ist der Notruf 112 zu wählen.
Neue Zahnmedizin-Einheit verbessert Versorgung für Menschen mit Behinderung
Das Gesundheitsamt auf Fuerteventura hat eine neue zahnmedizinische Einheit für die Primär- und Krankenhausversorgung eingerichtet. Eine Mutter bedankte sich in einem Brief an ONDA FUERTEVENTURA für die Behandlung ihres Sohnes im Krankenhaus Virgen de la Peña in Puerto del Rosario.
Am Donnerstag, 30. Juli, operierten Dr. Juan Francisco Rodríguez Mulero und Dr. Estefanía Guillén den Jungen, der eine erhebliche Behinderung hat. Der Dienst arbeitet rotierend im Krankenhaus und in drei Gesundheitszentren und ermöglicht Behandlungen unter Sedierung oder Vollnarkose nach abgestimmten Protokollen.
La Oliva: En Marcha fordert Kostenbeteiligung von Quad- und Buggy-Touranbietern
En Marcha hat eine Motion für den Stadtrat von La Oliva am Mittwoch, 5. August, eingebracht. Die Gruppe will erreichen, dass Unternehmen mit Quad- und Buggy-Touren finanziell zum Erhalt der genutzten öffentlichen Wege beitragen und die Gemeinde dafür Studien zu einer Steuerverordnung einleitet.
Sprecherin Fiamma Guerra betonte, es gehe nicht um ein Verbot, sondern um eine faire Beteiligung an Abnutzung und Reparaturen. Die Motion fordert zudem die Inselverwaltung auf, die Verordnung von 2019 mit Routen, Genehmigungen, Limits und Sanktionen durch konsequente Kontrollen durchzusetzen.
Antigua: Einstimmige Haushaltsänderung von 7,77 Millionen Euro für Straßen und Spielplätze
Der Gemeinderat von Antigua hat eine Haushaltsänderung von 7.774.970,24 Euro einstimmig beschlossen. Bürgermeister und Finanzstadtrat Juan Cabrera erklärte, das Geld aus dem Kassenüberschuss ermögliche noch in diesem Jahr neue Spielplätze, Gärten und ein Asphaltierungsprogramm in fast allen Dörfern.
Cabrera wertete den Beschluss als Erfüllung einer langjährigen Forderung der Bürger. Er hob zudem hervor, die neue Gemeindeverwaltung setze auf offene Debatte: Die Sitzung habe fast eine Stunde gedauert, während sie unter der vorherigen Regierung auf fünf Minuten begrenzt gewesen sei.
Binter stärkt Route Fuerteventura–Teneriffa Nord mit 44 zusätzlichen Flügen pro Woche
Binter hat die interinsularen Flüge im August ausgeweitet und mehr als 4.100 zusätzliche Sitzplätze angeboten. Die Fluggesellschaft plant 1.700 Flüge pro Woche zwischen den Inseln und setzt dafür auch einen zusätzlichen ATR-Flieger ein, um die Sommernachfrage auf den Kanarischen Inseln zu decken.
Besonders deutlich wuchs die Verbindung zwischen Fuerteventura und Teneriffa Norte: 44 zusätzliche Flüge pro Woche entsprechen einem Plus von 47 Prozent. Bis Anfang September bietet Binter zudem eine Direktverbindung zwischen Fuerteventura und La Palma mit sechs wöchentlichen Flügen an.
Kanaren fordern nationalen Pakt zur Brandprävention und Klimarisiken
Die kanarische Regierung hat sich einer Erklärung mehrerer Regionen angeschlossen und echte Verhandlungen mit Madrid für ein nationales Abkommen zu Naturgefahren gefordert. Umweltminister Mariano Hernández Zapata erklärte, konkrete Vorschläge der Regionen seien bisher unbeantwortet geblieben; Spanien brauche mehr Dialog.
Das Dokument verlangt bessere Forstwirtschaft, Zivilschutz, Wasserplanung und Koordination zwischen Verwaltungen sowie eine solide Finanzierung. Zapata betonte, die Kanaren setzten bereits auf ständige Prävention: mit dem Ausbau der Brandbekämpfung, einem neuen Forstplan und Investitionen in die Resilienz des Gebiets.







