Gran Canaria beschäftigt sich derzeit mit Calima und Gesundheitswarnungen, den Sturmschäden durch Therese, einem Diebstahl an Stromanlagen und weiteren aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Gelbe Warnstufe wegen Calima auf Gran Canaria
Aemet hat für Gran Canaria bis Mittwoch, 21.00 Uhr, eine gelbe Warnung wegen Calima ausgegeben. Die Wetteragentur erklärte, die Sichtweite sinke auf rund 3000 Meter, die Staubbelastung könne gesundheitsschädliche Schwellen überschreiten. Die Staubmasse bedeckte bereits große Teile der Kanarischen Inseln – betroffen waren Küsten, Mittellagen und Gipfel.
Sanidad gab Empfehlungen für gefährdete Gruppen heraus und riet zu weniger körperlicher Aktivität im Freien sowie zum Aufenthalt in Innenräumen. Die Behörden warnten, Staub könne Reizungen auslösen und Asthma sowie Herz- und Atemwegserkrankungen verschlechtern. Bei zunehmenden Beschwerden sollten Betroffene den Notruf 112 wählen.
Sturmschäden durch Therese auf 28,5 Millionen Euro beziffert
Der Cabildo von Gran Canaria hat die Schäden durch Sturm Therese auf rund 28,5 Millionen Euro beziffert. Die Inselverwaltung teilte mit, das Unwetter habe vor allem öffentliche Infrastruktur wie Straßen und Transport stark beschädigt. Reparaturen liefen, benötigten aber Zeit und zusätzliche Ressourcen, um die Systeme vollständig wiederherzustellen.
Umweltschützer äußerten Sorge wegen ökologischer Folgen, die Verwaltung priorisierte Überwachung und Minderung. Auch die Landwirtschaft erlitt Rückschläge, zudem blieb die Wassersicherheit ein Thema und erforderte sofortige Bewertungen der lokalen Vorräte. Notdienste und Gemeinschaftseinrichtungen meldeten Störungen, der Cabildo arbeitete dazu mit lokalen Behörden zusammen.
Guardia Civil nimmt Sicherheitsmitarbeiter wegen Metall-Diebstahls fest
Die Guardia Civil hat einen Sicherheitsmitarbeiter festgenommen, der Metall aus Umspannwerken auf Gran Canaria und Fuerteventura gestohlen haben soll. Das bewaffnete Institut bezifferte den Schaden einschließlich der entwendeten Gegenstände auf 67.795 Euro. Der Verdächtige arbeitete für eine Sicherheitsfirma und soll Überwachungssysteme in den Anlagen deaktiviert haben.
Die Ermittlungen liefen seit Monaten, nachdem die Firma unbefugte Zugriffe seit August gemeldet hatte. Die Guardia Civil erklärte, der Mann habe als Subunternehmer Zugang gehabt und die Metalle an lokale Schrotthändler verkauft. Zudem stehe er im Verdacht der Urkundenfälschung, weil er gefälschte Genehmigungen mit Firmenstempel nutzte, um die Herkunft zu verschleiern.
Global verabschiedet dritten Gleichstellungsplan auf Gran Canaria
Global hat auf Gran Canaria seinen dritten Gleichstellungsplan verabschiedet und 52 Maßnahmen angekündigt. Das Unternehmen, ein Anbieter im Nahverkehr, erklärte, der Plan setze die seit 2009 bestehenden Schritte fort und stütze sich auf eine aktuelle Organisationsanalyse. Vorgesehen waren unter anderem Maßnahmen zu Zugang zu Beschäftigung, Gesundheit am Arbeitsplatz, interner Förderung und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Global betonte, der Frauenanteil sei besonders in Fahr- und Werkstattrollen gering, deshalb solle die Integration von Frauen dort wachsen. Dazu arbeite das Unternehmen mit spezialisierten Beschäftigungs- und Gleichstellungsorganisationen zusammen und baue Mentoring sowie Unterstützung aus. Yurena Mendoza, Leiterin des Gleichstellungsplans bei Global, sprach von einem notwendigen kulturellen Wandel in Organisationen.
Las Palmas beendet erstes Poesiefestival mit starkem Finale
Die Stadt hat die erste Ausgabe der Días de Poesía mit einem emotionalen Finale beendet. Die Veranstalter erklärten, neue Formate hätten Poesie für verschiedene Altersgruppen zugänglich gemacht, darunter Rezitationen, urbane Interventionen, Live-Podcasts, Spoken Word, Videopoesie und Poetry Slam. Beim Slam am Freitagabend gewann die Journalistin und Dichterin Nayra Bajo de Vera.
Am Samstag lud das Treffen "Versea tú" Menschen ein, eigene Texte zu teilen, später wurde der Podcast Nectár live aufgenommen und der Dichter William González interviewt. Auftritte von Vivien Déniz und Laura Sam zogen Publikum auf die Plaza Santa Ana. Beiträge wie die Lesung von Juli Mesa verbanden das Programm mit Identität und ländlichem Leben auf der Insel.
Kammermusikabend in Las Palmas für April 2026 angekündigt
Die Philharmonische Gesellschaft von Las Palmas de Gran Canaria hat für den 9. April 2026 ein Konzert im Paraninfo der Universität angekündigt. Um 19 Uhr sollen das Cuarteto Ornati und der Pianist Ignacio Clemente auftreten. Auf dem Programm stehen Borodins Streichquartett Nr. 2, "Paraísos perdidos III" der Komponistin Laura Vega von Gran Canaria und Schostakowitschs Klavierquintett op. 57.
Das Cuarteto Ornati besteht aus Sergio Marrero, Adrián Marrero, Adriana Ilieva und Carlos Rivero und trat seit 2003 bei Zyklen und Festivals auf. Ignacio Clemente wurde in Spanien, den Niederlanden und den USA ausgebildet und verbindet Konzerttätigkeit mit Forschung und Lehre. Als Sponsor wurde Turismo LPA, Las Palmas de Gran Canaria, S.L. genannt.





