Gran Canaria spricht über einen gestoppten Drogentransport vor Las Palmas, neue Wege zur Migrantenregularisierung und Streit um Proexca-Posten sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Drogentransport vor Las Palmas gestoppt
Die Polizei hat fünf Verdächtige auf See festgenommen. Ermittler fingen zwei Boote in Gewässern nahe der Insel ab und entdeckten darin mehrere Ballen, die vermutlich Betäubungsmittel enthielten. Die Einsatzkräfte koordinierten sich mit maritimen Überwachungseinheiten, nachdem Hinweise auf den Transport eingegangen waren. Die Ermittlungen laufen weiter, weil die Behörden Verbindungen zu größeren Schmuggelstrukturen im Atlantik prüfen.
Las Palmas baut Service für außergewöhnliche Regularisierung aus
Der Stadtrat von Las Palmas de Gran Canaria hat einen neuen Servicepunkt für Anträge zur außergewöhnlichen Regularisierung eröffnet. Ab Donnerstag um 10.00 Uhr bindet das Bürgerbüro in Isleta Puerto Guanarteme Personal des Sozialdienstes ein. Die Teams bearbeiten dort Verwundbarkeitsbescheinigungen, wenn Betroffene nach dem Königlichen Dekret 316/2026 keine anderen Nachweise vorlegen können. Die Stadt führte zudem ein Terminsystem ein, das dienstags und donnerstags online, über 010 und an digitalen Kiosken verfügbar ist.
Antonio Morales kritisiert Proexca-Führung als zu Teneriffa-lastig
Antonio Morales hat eine territoriale Balance in der Führung von Proexca gefordert. Der Präsident der Inselverwaltung von Gran Canaria erklärte, Präsident, Vizepräsident und Geschäftsführer der Gesellschaft stammten alle von Teneriffa. Morales sagte, die politische und exekutive Kontrolle liege damit ausschließlich auf Teneriffa, ohne eine Konfrontation zu suchen. Bei der nächsten Ratssitzung soll ein Antrag folgen, der neue Stellen auch auf anderen Inseln verlangt und eine archipelweite Investitionsstrategie einfordert.
Bischöfe warnen vor tödlicher Atlantikroute
José Mazuelos hat vor der tödlichen Gefahr der Atlantik-Migrationsroute gewarnt. Der Bischof der Kanarischen Inseln sprach bei einem Treffen der Spanischen Bischofskonferenz über die Realität der Migration auf den Kanarischen Inseln. Eloy Santiago, der Bischof von Teneriffa, sagte, die Inseln seien Europas südliche Grenze und nannte El Hierro als Beispiel für hohe Ankunftszahlen. Mazuelos und Santiago unterstützten eine außerordentliche Legalisierung, während Caya Suárez, Leiterin von Cáritas Canarias, betonte, sie solle Menschen Würde geben.
Rallye Islas Canarias stoppte Unterricht und sperrte die GC-200
Die Bildungsdirektion in Las Palmas hat den Präsenzunterricht in La Aldea de San Nicolás am Freitag ausgesetzt. Die Behörde reagierte damit auf erwartete Umleitungen und Sperrungen wegen der Rallye Islas Canarias. Der Gemeinderat kündigte vollständige Sperrungen der GC-200 von 07.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 19.00 Uhr an, dazu eine teilweise Sperrung ab Donnerstag 22.00 Uhr. Zugang erhielten nur Anwohner und Personen mit Arbeitsgenehmigung, die im Pabellón de los Cascajos beantragt werden konnte.
ExpoMeloneras setzte beim Earth Day Zeichen für Nachhaltigkeit
Die Lopesan Hotel Group hat ExpoMeloneras als Treffpunkt für Klimaschutz auf Inseln präsentiert. Das Unternehmen erklärte, der Global Sustainable Islands Summit 2026 habe Gran Canaria als Forum für Nachhaltigkeit, Energiewende und Resilienz gestärkt. Vertreter von fast 40 Inseln und Experten aus mehr als 50 Ländern nahmen teil, darunter Konris Maynard, Energieminister von Saint Kitts und Nevis, sowie Raúl García Brink, Umwelt- und Energierat der Inselverwaltung von Gran Canaria. Die Teilnehmer pflanzten einen symbolischen Baum am Palacio de Congresos und stellten eine Klimaschutzstrategie für den Tourismus auf Gran Canaria vor.





