Gran Canaria beschäftigt eine große Kokainbeschlagnahme im Hafen, sinkende Arbeitslosigkeit und die Schulplanung zum Papstbesuch. Was die Insel aktuell bewegt.
Große Kokainladung im Hafen von Las Palmas sichergestellt
Ermittler haben im Hafen von Las Palmas Hunderte Kilogramm Kokain auf einem Frachtschiff beschlagnahmt. Nach umfangreichen Überwachungsmaßnahmen stuften die Behörden das Schiff als verdächtig ein und entdeckten bei einer routinemäßigen Inspektion die Drogen. Die Aktion gilt als wichtiger Schlag gegen den Schmuggel auf den Kanarischen Inseln. Die Ermittlungen zur Herkunft und zu Hintermännern dauern an.
Arbeitslosigkeit auf den Kanaren im April gesunken
Die Kanaren zählten im April 1.138 Arbeitslose weniger. Das Ministerium teilte am Dienstag mit, dass am Monatsende 962.896 Menschen im Sozialversicherungssystem registriert waren – ein Plus von 2,55 Prozent gegenüber April 2025. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Eintragungen um 296 Personen, im Jahresvergleich um 23.919.
In der Provinz Las Palmas wurden 502.248 Registrierungen gemeldet, das bedeutete minus 423 zum März, aber plus 10.666 im Jahresvergleich. In Santa Cruz de Tenerife stieg die Zahl auf 460.648 – 719 mehr als im März und 13.253 mehr als ein Jahr zuvor. Ende April betrafen vorübergehende Beschäftigungsregelungen, die als ERTE bekannt sind, 585 Arbeitnehmer.
Regierung prüft Unterrichtsausfälle zum Papstbesuch auf Gran Canaria
Die Kanaren-Regierung prüft Unterrichtsausfälle für den Papstbesuch im Juni. Bildungsminister Poli Suárez sagte am Montag, die einfachste Option sei ein Unterrichtsstopp im gesamten Archipel. Er stellte aber den Nutzen infrage, wenn Justiz oder Gesundheitswesen normal weiterliefen. Entscheidungen sollen erst fallen, wenn die vollständige Agenda und die Bewegungen von Papst Leon XIV bekannt sind.
Suárez erklärte, man plane Ausfälle in bestimmten Gebieten, um Mobilität und Sicherheit zu gewährleisten. Der Papst werde voraussichtlich weder La Aldea de San Nicolás noch den Norden Gran Canarias besuchen, dennoch pendelten Schüler und Lehrkräfte täglich in die Hauptstadt. Die offizielle Agenda erwartete die Regierung "diesen Mittwoch oder Donnerstag".
Las Palmas stellte 800 Verwundbarkeitszertifikate aus
Las Palmas de Gran Canaria hat 800 Verwundbarkeitszertifikate ausgestellt und damit den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtert. Die Stadtverwaltung erklärte, die Bescheinigungen sollten Menschen und Familien in wirtschaftlicher Not identifizieren und Unterstützung schneller verfügbar machen. Behörden riefen Betroffene auf, Hilfe zu suchen, und betonten die Bedeutung von Solidarität, um finanzielle Belastungen abzufedern.
Kanaren bereiten mögliches Anlegen der MV Hondius vor
Anselmo Pestana rief zur Ruhe auf, weil das Luxus-Kreuzfahrtschiff MV Hondius möglicherweise auf den Kanaren anlegen könnte. Er sagte bei einer Veranstaltung, Spanien und die Kanaren seien auf solche Situationen vorbereitet. Die Entscheidung treffe jedoch die Weltgesundheitsorganisation, die sich am Dienstag mit Gesundheitsbehörden beraten habe. Auf dem Schiff waren drei Menschen an Hantavirus gestorben.
Pestana verwies auf 14 Spanier an Bord und betonte, das öffentliche Gesundheitssystem stehe bereit, falls die WHO das Anlegen genehmige. Gute Verkehrsverbindungen ermöglichten Rückreisen. Er habe mit Kanaren-Präsident Fernando Clavijo gesprochen, um Entscheidungen unter WHO-Leitung zu treffen. Es sei wahrscheinlich, dass das Schiff die Kanaren ohne infizierte Personen erreiche, wenn Kranke in Kap Verde von Bord gingen.





