Gran Canaria beschäftigt derzeit der Fund einer Leiche nach einem Hüttenbrand, der Ärztestreik und neue Schritte gegen Lebensmittelverschwendung sowie weitere Entwicklungen.
Leiche nach Hüttenbrand in Maspalomas entdeckt
Ermittler haben in Maspalomas eine Leiche in einer ausgebrannten Hütte gefunden. Die Behörden reagierten auf Meldungen über ein Feuer, löschten die Flammen und entdeckten anschließend verkohlte Überreste. Identität und Todesumstände blieben zunächst unklar, auch die Brandursache wird weiter untersucht.
Anwohner zeigten sich schockiert und verlangten mehr Sicherheitsmaßnahmen gegen Brandgefahren. Lokale Stellen baten die Bevölkerung, verdächtige Aktivitäten in der Umgebung zu melden.
Ärzte streiken erneut auf den Kanaren
Ärzte haben auf den Kanarischen Inseln erneut die Arbeit niedergelegt. Sie lehnten Reformvorschläge des Gesundheitsministeriums ab und forderten bessere Bedingungen sowie eine eigene Vereinbarung. Das Ministerium bezifferte die Beteiligung auf Gran Canaria mit 286 von 1.767 Ärzten, das entsprach 16,19 Prozent.
Die Ärztegewerkschaft der Kanarischen Inseln schätzte die Beteiligung am ersten Tag der dritten Streikwoche deutlich höher und nannte 57 Prozent, während das Ministerium 12,98 Prozent angab. Nach Angaben des Ministeriums liefen die Abläufe trotz des Streiks ohne größere Zwischenfälle, 1.343 Beschäftigte deckten den Notdienst ab.
Inselverwaltung beschließt Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung
Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat am 24. April 2026 neue Schritte gegen Lebensmittelverschwendung beschlossen. Die Initiative zielt auf eine effizientere Verwaltung von Überschüssen und reagiert auf wirtschaftliche, soziale und ökologische Folgen weggeworfener Lebensmittel. Parallel griffen mehrere Gemeinden das Thema mit eigenen Erklärungen auf.
Telde verabschiedete unter dem Motto "Stop Food Waste" ein Maßnahmenpaket, das Verluste von der Produktion bis zum Verbrauch senken soll. Auf den Kanarischen Inseln gilt zudem seit 3. April 2026 ein Gesetz gegen Verschwendung, das Strafen bis 500.000 Euro für Betriebe vorsieht, die Überschüsse nicht angemessen verwalten.
Wanderin nach Sturz in Tejeda per Helikopter gerettet
Rettungskräfte haben eine verletzte Wanderin in einem abgelegenen Gebiet von Tejeda per Helikopter geborgen. Der Zugang zum Unfallort war am Boden schwierig, deshalb koordinierten die Einsatzkräfte eine Luftrettung. Das Team erreichte die Frau zügig und brachte sie zur medizinischen Versorgung in Sicherheit.
Behörden erinnerten Wanderer daran, Wetter und Route zu prüfen, möglichst nicht allein aufzubrechen und geeignete Ausrüstung mitzunehmen. Gerade in abgelegenen Zonen auf Gran Canaria sollten Outdoor-Sportler zudem Dritte über ihre Pläne informieren.
UD Las Palmas erreicht Aufstiegsplätze mit Kirians Toren
UD Las Palmas hat in Cádiz mit 2:1 gewonnen und ist auf Rang fünf der Zweiten Liga zurückgekehrt. Cádiz ging früh durch Joaquín González in Führung, doch Kirian Rodríguez glich mit einem Distanzschuss aus und traf später erneut. Für Cádiz war es die achte Heimniederlage in Serie, der Klub blieb nur zwei Punkte vor der Abstiegszone.
Nach der Pause fand Cádiz kaum Lösungen gegen die kompakte Defensive der Gäste. In der Nachspielzeit verwies Schiedsrichter Sánchez López den Cádiz-Spieler Bojan Kovacevic nach einem harten Foul des Feldes.
Gran Canaria stellt neuen Film über Autorin Carmen Laforet vor
Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat den Dokumentarfilm "Por qué no escribo nada" über die Schriftstellerin Carmen Laforet präsentiert. Der Film beleuchtet Leben und Werk der Autorin und ordnet ihren Roman "Nada" als prägenden Beitrag zur spanischen Nachkriegsliteratur ein. Schauspielerin Mónica López verkörperte Laforet und bereitete sich nach Angaben der Produktion intensiv auf die Rolle vor.
Interviews mit Literaturkritikern, Historikern und Kennern von Laforets Werk ergänzen die Erzählung. Die Verwaltung kündigte an, in den kommenden Wochen Details zu Vorführungen und zur Verfügbarkeit zu veröffentlichen.
Charca de Maspalomas ermöglicht Probenahmen mit Chinchorro-Technik
Fachleute haben in der Charca de Maspalomas die Chinchorro-Technik für wissenschaftliche Probenahmen eingesetzt. Die Methode stammt aus der traditionellen Fischerei und soll Proben aus dem Gewässer effizienter ermöglichen. Ziel ist es, Daten zur Biodiversität zu sammeln und den Zustand des Ökosystems besser zu überwachen.
Die Probenahmen wurden nach Angaben der Verantwortlichen so geplant, dass sie die Umgebung möglichst wenig stören. Die Ergebnisse sollen helfen, Bedrohungen früh zu erkennen und Naturschutzmaßnahmen gezielter auszurichten.
Proexca-Strategie löst Kritik an Zentralisierung auf Teneriffa aus
Die Internationalisierungsstrategie der Kanarischen Inseln hat Kritik an der Organisation Proexca ausgelöst. Proexca ist ein öffentliches Unternehmen, das Firmen bei der Expansion unterstützt, ausländische Investitionen anziehen soll und die Kanaren in internationalen Netzwerken positioniert. Kritiker bemängeln, dass politische und exekutive Kontrolle ausschließlich auf Teneriffa liegen.
Die geplante Einrichtung eines Büros für strategische Projekte auf Teneriffa im Jahr 2025 verstärkte diese Bedenken. Die Zentralisierung erschwere demnach den Zugang zu Dienstleistungen für Projekte, die persönliche Betreuung erfordern, und vernachlässige die wirtschaftliche Realität der übrigen Inseln.








