La Gomera hat vor zwei Jahren einen vollständigen Stromausfall erlebt und damit die Schwächen des insularen Stromnetzes offengelegt. Damals wurde deutlich, wie dringend strukturelle Verbesserungen notwendig waren. Seitdem hat die Insel deutliche Fortschritte erzielt, auch wenn weiterhin zentrale Herausforderungen bestehen.
Mit der Fertigstellung der neuen Umspannstation El Palmar hat La Gomera einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der Energieversorgung gemacht. Die Anlage ist die erste Infrastruktur von Red Eléctrica auf der Insel und Teil der geplanten Unterwasserverbindung mit Teneriffa. Sie stärkt die Versorgungssicherheit im Notfall und ermöglicht die bessere Integration erneuerbarer Energien. Das Cabildo sieht darin einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Insel.
Stromverbindung zwischen La Gomera und Teneriffa stärkt Versorgung
Die elektrische Anbindung an Teneriffa, deren Fertigstellung für Ende dieses Jahres vorgesehen ist, gilt als historisches Anliegen und zukunftsweisendes Projekt. Ein 36 Kilometer langes Unterwasserkabel verbindet Chío auf Teneriffa mit El Palmar auf La Gomera. Diese Infrastruktur soll die Energieversorgung der Insel absichern und den Weg für eine gerechte und effiziente Energiewende ebnen.
Die Verbindung ist jedoch kein Selbstzweck. Sie soll den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien ermöglichen. Bereits heute erzeugen fünf Windparks auf La Gomera mehr Strom, als die Insel verbraucht. Mit den neuen Anlagen wird der Anteil erneuerbarer Energien weiter steigen. Durch die Verbindung mit Teneriffa kann La Gomera überschüssige Energie in das regionale Stromnetz einspeisen und so zur Dekarbonisierung der Kanarischen Inseln beitragen.
Modernisierung und Ausbau der Energie-Infrastruktur auf La Gomera
Trotz dieser Fortschritte bleiben Aufgaben offen. Die Modernisierung der thermischen Kraftwerksanlagen in El Palmar hat hohe Priorität, um den aktuellen Anforderungen an Qualität, Effizienz und Sicherheit zu genügen. Zudem ist der Abschluss des elektrischen Rings auf der Insel notwendig, um die Versorgung aller Gemeinden zu sichern und technische Störungen besser abzufedern.
Parallel dazu setzt La Gomera auf ein dezentrales und sauberes Energiemodell. Mehr als 150 Photovoltaik-Anlagen für den Eigenverbrauch sind bereits in Betrieb. Die Insel hat die höchste Dichte an Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Spanien. Diese Maßnahmen sind Teil des Ziels, La Gomera zu einer vollständig nachhaltigen Region zu machen, wobei die Bevölkerung aktiv am Wandel mitwirkt.
La Gomera als Vorreiter nachhaltiger Energie im Archipel
Die bisherigen Erfolge sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Behörden, Unternehmen und der Bevölkerung. Besonders hervorgehoben wird der Beitrag der spanischen und kanarischen Regierung sowie von Red Eléctrica. Die Verantwortlichen betonen, dass trotz verbleibender Aufgaben La Gomera heute besser vorbereitet ist und sich dem Ziel nähert, ein Vorbild für nachhaltige Energie im Archipel zu werden.











