La Gomera ist seit Kurzem über ein Unterseekabel mit dem Stromnetz Teneriffas verbunden, die Brandgefahr auf den westlichen Inseln hat die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt, und in Valle Gran Rey sorgt ein seit Jahren ungenutztes Millionenprojekt für politischen Streit.
Stromkabel nach Teneriffa beendet energetische Isolation
Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo hat die Inbetriebnahme des gemeinsamen Stromsystems mit Teneriffa als Meilenstein bezeichnet. Die Verbindung beende die energetische Isolation der Insel und stärke die Versorgungssicherheit für Haushalte, Unternehmen und zentrale Dienste.
Das Unterseekabel verbindet die Station Chío auf Teneriffa mit El Palmar auf La Gomera. Die Investition betrug mehr als 145 Millionen Euro und umfasst ein 66-kV-Doppelkabel mit 50 MW Kapazität. Curbelo verwies zudem auf die neue Station El Palmar, die mit mehr als 8 Millionen Euro die Netzinfrastruktur modernisiert und den Ausbau erneuerbarer Energien erleichtern soll.
Brandalarm auf La Gomera: Alarmstufe für westliche Inseln aktiviert
Die kanarische Regierung hat die Alarmstufe wegen Brandgefahr für die westlichen Inseln aktiviert. Die Maßnahme gilt seit Dienstag, auch für La Gomera. Die Behörden riefen dazu auf, bei Rauch oder Feuer den Notruf 1-1-2 oder das Notfallzentrum CECOPIN unter 922 14 15 01 zu verständigen.
Curbelo appellierte an die Bevölkerung, Präventionsregeln strikt einzuhalten. Inselrat Héctor Cabrera erklärte, alle Ressourcen stünden in Alarmbereitschaft. Die Wettervorhersage nannte Temperaturen bis 34 Grad, eine Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent sowie stärkeren Nordostwind mit Böen, die vor allem südöstliche und westliche Küstenabschnitte treffen können.
Valle Gran Rey: IxLG fordert Bericht zu ungenutztem Millionenprojekt
Cristian Pomares, Stadtrat von Iniciativa por La Gomera (IxLG) in Valle Gran Rey, hat Erklärungen zu einer Infrastruktur verlangt, die Millionen verschlungen hat und weiter verfällt. Er kritisierte das Projekt "Taller de Formación Artesanal y Centro de Ventas" als Geldgrab.
Der Gemeinderat hatte das Vorhaben 1996 mit 146 Millionen Peseten, rund 878.000 Euro, genehmigt. Später trieben Änderungen die Kosten in die Höhe: 2007 wurde eine Ausschreibung für mehr als 1,22 Millionen Euro vergeben, hinzu kamen ein Ergänzungsprojekt für 416.302 Euro sowie weitere Arbeiten 2014 und 2015 für knapp 240.000 Euro. Pomares zufolge verweigerte die Kommission 2012 die Abnahme; 2015 wurde eine Eröffnung angekündigt, doch das Gebäude blieb ungenutzt und wurde durch Vandalismus beschädigt.
GuaguaGomera steigert Fahrgastzahlen bis Mai 2026
Der Busverkehr auf La Gomera hat von Januar bis Mai 2026 insgesamt 157.552 Fahrgäste befördert. Curbelo betonte, der Linienverkehr verbinde die Gemeinden untereinander sowie mit dem Hafen von San Sebastián und dem Flughafen.
Die meistgenutzte Verbindung war Linie 2 zwischen Vallehermoso und San Sebastián mit 46.110 Fahrgästen, ein Plus von 3,67 Prozent. Dahinter folgten Linie 1 von Valle Gran Rey nach San Sebastián mit 42.244 Nutzern und Linie 3 zwischen Alajeró und San Sebastián mit 27.633. Das stärkste Wachstum verzeichnete Linie 7 zum Flughafen: Sie legte um 19,50 Prozent auf 16.575 Passagiere zu.
La Gomera veröffentlicht Jagdkalender für Niederwild 2026
Der Rat für Jagdangelegenheiten hat den Kalender für die Niederwildjagd 2026 freigegeben. Grundlage waren ein technischer Bericht der Umweltabteilung und Vorschläge örtlicher Jagdvereine. In Schutzgebieten wie dem Nationalpark Garajonay bleibt die Jagd verboten.
Die Jagd ohne Schusswaffe begann am 9. August. Für die Berberperdix sind Dienstag, Donnerstag und Sonntag bis zum 10. September sowie der Zeitraum vom 10. bis 29. November vorgesehen. Die Jagd mit Schusswaffe ist an zwölf Tagen zwischen dem 13. September und dem 8. November erlaubt. Pro Jäger ist ein Frettchen zugelassen; die Stückzahl für Berberperdix und Kaninchen liegt bei drei.
Alajeró startet Sommerprogramm mit Betreuung, Sport und Kursen
Die Gemeinde Alajeró hat ihr Sommerprogramm bis September aufgelegt und die Angebote am 1. Juli vorgestellt. Die Ludothek in Playa de Santiago läuft seit dem 29. Juni und betreut Kinder von drei bis zwölf Jahren montags bis freitags von 7.30 bis 14.30 Uhr.
Der VI. Fußballcampus "Santiago Hernández" fand vom 6. bis 10. Juli statt und richtete sich an Kinder von vier bis 16 Jahren. Ergänzt wird das Programm durch Nachhilfe im Kulturzentrum El Pósito und in der Casa Cultural Alajeró sowie durch Workshops, Tauchkurse, Golf und Paddle Surf. Das Rathaus dankte den Beteiligten und verwies auf weitere lokale Feste.





