La Gomera hat die Stromversorgung mit Windkraft und einer neuen Netzverbindung modernisiert. In den vergangenen drei Jahren wandelte sich das zuvor isolierte und anfällige System zu einer Struktur, die mehr erneuerbare Energien integriert und die Versorgungssicherheit erhöht. Im Juli speisten fünf Windparks zeitweise den gesamten Bedarf ins Netz ein und lieferten mehr als neun Megawatt.
Die Entwicklung beruhte auf zwei Entscheidungen: Seit 2023 laufen fünf Windparks mit mehr als elf Megawatt Leistung. Hinzu kommt ein 66-Kilovolt-Doppelkabel, das die Umspannwerke El Palmar und Chío verbindet. Die mehr als 36 Kilometer lange Unterwasserleitung mit 50 Megawatt Kapazität beendete das energetische Inseldasein und erlaubt seither auch den Abfluss von Überschüssen.
Inselverwaltung förderte mehr als 360 Eigenverbrauchsprojekte
Parallel dazu trieb La Gomera den Ausbau erneuerbarer Energien mit Förderprogrammen für Eigenverbrauch voran. Die Inselverwaltung investierte nach eigenen Angaben jährlich in die Energiewende und finanzierte mehr als 360 Projekte in Haushalten und Unternehmen. Die Maßnahmen senkten die Abhängigkeit von externer Energie und sollen eine nachhaltige Nutzung im Alltag und in der Wirtschaft verankern.
Netzausbau im Süden und Solarenergie bleiben als nächste Ziele
Trotz der Fortschritte benennen die Verantwortlichen weiteren Handlungsbedarf. Der Ringschluss des Inselnetzes im Süden, eine stärkere Netzpflege und der Ausbau der Solarenergie seien notwendig. Neue Investitionen müssten geplant und am Gemeinwohl ausgerichtet werden, damit die Modernisierung langfristig Stabilität und wirtschaftliche Perspektiven sichert.





