La Gomera diskutiert über ausbleibende Wohnungsprojekte, neue Sozialprogramme für Senioren und eine Steuerentlastung für kleinere Einkommen. Was die Insel aktuell bewegt.
Wohnungsbau auf La Gomera: Kritik an verzögerten Projekten
Alejandro García Vera hat die ausbleibende Umsetzung angekündigter Wohnungsprojekte kritisiert. Der Vertreter der Iniciativa por La Gomera (IxLG) erklärte, der April sei zu Ende gegangen, ohne dass die Inselverwaltung die versprochenen Wohnungen übergeben habe. In einer Mitteilung vom 28. Januar 2026 hatte die Agrupación Socialista Gomera (ASG) im Cabildo angekündigt, die ersten Wohnungen in Vallehermoso würden im April übergeben und das Projekt für 36 Wohnungen in Tecina werde binnen 15 Tagen ausgeschrieben.
Bis zum 30. April habe es laut García Vera weder Übergaben noch Erklärungen gegeben. Seit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen Visocan, dem kanarischen Wohnungsunternehmen, und der Inselverwaltung seien vier Jahre vergangen, ohne dass Familien davon profitiert hätten. Er forderte Transparenz und öffentliche Erklärungen und kritisierte, dass die ASG eine IxLG-Initiative für ein Wohnungsbau-Konsortium abgelehnt habe.
Gehfußball-Projekt AlGolpito für Senioren gestartet
Die kanarische Regierung hat auf La Gomera das Projekt AlGolpito vorgestellt. Verónica Meseguer, Generaldirektorin für Senioren und aktive Teilnahme, erläuterte in Vallehermoso das Programm gemeinsam mit Artamy Rodríguez von der Stiftung des Club Deportivo Tenerife und David Lozano, dem Koordinator von AlGolpito. Auch Elena García, Sozialdezernentin der Inselverwaltung, und Ricardo Coello, Stadtrat von Vallehermoso, nahmen teil.
Meseguer sagte, das Projekt solle aktives Altern fördern und unerwünschte Einsamkeit durch Gehfußball verringern. AlGolpito gehört zum Plan Maresía und wird von der kanarischen Regierung finanziert sowie von den Stiftungen der Unión Deportiva Las Palmas und des Club Deportivo Tenerife entwickelt. In 24 Seniorenzentren seien bereits Teams gegründet worden, das Programm solle auf weitere Gemeinden und Seniorenvereinigungen ausgeweitet werden.
Senator Chinea fordert Steueranpassung und Sonderregel für grüne Inseln
Fabián Chinea Correa hat eine dringende Anpassung der Einkommensteuer für Einkommen unter 60.000 Euro gefordert. Der Senator der Agrupación Socialista Gomera (ASG) erklärte, eine gerechte und selektive Deflation der spanischen Einkommensteuer IRPF sei nötig, um die Inflation abzufedern. Ohne reale Einkommenssteigerung würden Steuerzahler sonst mehr zahlen, was besonders niedrige und mittlere Einkommen treffe.
Chinea verlangte eine progressive Anwendung, damit die Entlastung sozial wirksam bleibe. Er verwies darauf, dass auf den Kanarischen Inseln seit 2022 eine selektive Steueranpassung für mittlere und niedrige Einkommen umgesetzt worden sei. Zusätzlich forderte er eine spezielle Steuererleichterung für La Palma, La Gomera und El Hierro, weil diese Inseln besondere geografische und wirtschaftliche Bedingungen hätten.
Reiseprogramm nach Sevilla: Zahlungsfrist für Begünstigte geöffnet
Das Cabildo von La Gomera hat den Zahlungszeitraum für eine Reise nach Sevilla freigeschaltet. Inselpräsident Casimiro Curbelo erklärte, das Programm für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität stärke Inklusion, Gemeinschaft und den Zugang zu Freizeit. Die Sozialpolitikerin Rosa Elena García sagte, die Einhaltung der Fristen sei entscheidend für die Organisation der Reise.
Die Reise fand vom 10. bis 15. Mai statt, die Begünstigten mussten zwischen dem 30. April und dem 7. Mai 130 Euro für das Flugticket überweisen. Die Zahlung sollte individuell erfolgen, mit Name, Vorname und DNI. Zahlungsbeleg und DNI-Kopie mussten an das Reiseunternehmen Halcón Viajes und zusätzlich über das Eingangsregister an die Inselverwaltung gesendet werden, sonst galt die Teilnahme als zurückgezogen.
Valle Gran Rey: Workshops zu Suchtprävention und Erziehung
Der Stadtrat von Valle Gran Rey hat für Donnerstag, den 7. Mai, zwei Workshops im Centro Cultural organisiert. Bürgermeister Borja Barroso erklärte, die Gemeinde setze in ihrer Sozialpolitik auf Prävention und Bildung. Der Redner und Olympiasieger Pedro García Aguado sollte die Veranstaltungen leiten, die sich an Jugendliche und Familien richteten.
Die erste Sitzung begann um 12 Uhr für Schüler und behandelte Drogenprävention sowie den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien. Um 19 Uhr folgte ein Termin für Eltern, der sich mit Erziehung, Kommunikation und der Vorbeugung familiärer Konflikte befasste. Die Gemeinde ordnete die Workshops auch dem Welt Anti Mobbing Tag und dem Internationalen Tag der Familie zu.
Ärztestreik auf den Kanaren: Geringe Beteiligung auf La Gomera
Ärzte haben sich auf den Kanaren an einem landesweiten Streik gegen die Reform des Estatuto Marco beteiligt. Die Gesundheitsbehörde der Kanaren teilte mit, am Donnerstag, dem 30. April, hätten 811 von 4.396 betroffenen Ärzten im Servicio Canario de la Salud, dem kanarischen Gesundheitsdienst, gestreikt. Der Ausstand habe die Primärversorgung und die Krankenhäuser betroffen.
Auf La Gomera habe ein Arzt von 49 gestreikt, was 2,04 Prozent entsprochen habe. In Gran Canaria und Teneriffa lag die Beteiligung deutlich höher, auf El Hierro habe niemand teilgenommen. Der Vormittag mit 1.332 Ärzten im Notdienst sei laut Behörde ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.
Kanaren verstärken Kontrollen gegen illegale Fruchtimporte
Die kanarische Regierung hat die Zusammenarbeit mit der Guardia Civil gegen illegale Fruchtimporte verstärkt. Juan Ramón Rodríguez Marín, Generaldirektor für Landwirtschaft, vereinbarte dies bei einem Treffen mit Julián Arribas, dem Kommandanten der Umweltschutzabteilung. Beide Seiten wollten den illegalen Import subtropischer Früchte wie Avocados und Mangos eindämmen.
Rodríguez Marín sagte, die Regierung reagiere damit auf Sorgen der Landwirte, weil illegale Ware gegen Gesetze verstoße und neue Plagen einschleppen könne. Ein zentrales Risiko bleibe die Filoxera, die nur auf Teneriffa vorkomme und sich nicht weiter ausbreiten solle. Arribas erklärte, Plagen könnten Ernten stark schädigen, deshalb müssten Institutionen Ressourcen bündeln und auch den illegalen Handel mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen.






