Der Gemeinderat von Breña Baja hat den Antrag der Sozialisten auf den Bau eines Seniorenheims abgelehnt. Die Fraktion der Coalición Canaria enthielt sich bei der Abstimmung.
Der sozialistische Fraktionsvorsitz erklärte nach der Sitzung, dass die Initiative auf einer realen Notwendigkeit basiere und nicht aus politischem Kalkül entstanden sei. Viele Familien im Ort hätten den Wunsch geäußert, im Alter in ihrer Gemeinde bleiben zu können und dort angemessen betreut zu werden. Der Vorschlag der Sozialisten zielte darauf ab, die Planungen für eine Seniorenresidenz im Ort einzuleiten.
Seniorenheim in Breña Baja bleibt umstritten
Die Fraktionssprecherin Ana García betonte, der Bau eines solchen Zentrums sei zwar anspruchsvoll, doch es lohne sich, für die Lebensqualität der Menschen im Ort zu kämpfen. Sie kritisierte, dass in den vergangenen 14 Jahren keine entsprechenden Pläne vorgelegt worden seien und im aktuellen Flächennutzungsplan kein Grundstück für ein Seniorenheim vorgesehen sei. Der seit über zehn Jahren laufende Planungsprozess habe bisher keine Lösungen für diese Grundbedürfnisse gebracht.
García zeigte sich enttäuscht über die mangelnde Gesprächsbereitschaft der anderen Fraktionen. Sie verwies darauf, dass die Sozialisten bereits im Mai einen entsprechenden Antrag eingebracht, diesen aber zur weiteren Verhandlung zurückgestellt hätten. Im Juli habe die PP behauptet, nicht kontaktiert worden zu sein, obwohl ein offizielles Schreiben vorliege.
Sozialisten kritisieren politische Blockade
Die Sozialisten wiesen darauf hin, dass die Wartelisten für häusliche Pflege im Ort weiter wachsen und das örtliche Gesundheitszentrum seit Langem saniert werde. Das Tageszentrum könne nur einen kleinen Teil der Bedürftigen betreuen, während der andere Teil geschlossen sei. Eine europäische Förderung in Höhe von fast 700.000 Euro sei verloren gegangen, da die Mittel nicht abgerufen wurden. Möglicherweise werde dieser Fall noch vor Gericht verhandelt.
Die Sozialisten kritisierten zudem die Enthaltung der Coalición Canaria, mit der zuvor Gespräche über den Antrag geführt worden waren. Sie erklärten, dass in diesem Fall parteipolitische Interessen über das Wohl der Menschen gestellt worden seien.
Sozialisten wollen Dialog fortsetzen
Die sozialistische Fraktion betonte, sie wolle keinen Streit entfachen, sondern einen offenen Dialog mit allen Bürgern führen. Die Versorgung älterer Menschen sei eine dringende, parteiübergreifende Aufgabe. Ana García kündigte an, dass der PSOE in Breña Baja weiter für das Projekt kämpfen werde. Ziel sei es, dass ältere Menschen in ihrer Heimatgemeinde bleiben könnten. Trotz der Ablehnung im Gemeinderat wolle man nicht aufgeben.





