La Palma spricht über die umstrittene Brunnen-Übernahme, die Tourismusplanung an der Küste und neue Jugendbeteiligung sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Wasserstreit um Brunnen Herradura I und II auf La Palma
Die Asociación Agua para La Palma hat den Brunnenkauf Herradura I und II scharf kritisiert. Die Initiative forderte vom Consejo Insular de Aguas de La Palma eine Prüfung und die Nichtigerklärung des Vertrags. Sie erklärte, der Kaufpreis von 1.203.000 Euro betreffe laut Vertrag kein Wasser, zudem fehlten Einträge zu Wasserrechten und Technik im Grundbuch. Sie bemängelte den Direktkauf ohne Ausschreibung, eine aus ihrer Sicht unregelmäßige Preiserhöhung und nicht autorisierte Folgekosten von 3.277.240 Euro. Rechtliche Schritte stellte sie in Aussicht.
Tourismusplanung zwischen Puerto Naos und Charco Verde
Sergio Rodríguez hat den Startschuss für die besondere Tourismusplanung an der Küste begrüßt. Der Präsident der Inselverwaltung würdigte die Genehmigung des Umweltbewertungsausschusses zur Einleitung des IPST-Verfahrens. Er sagte, das seit Jahren anhängige Projekt betreffe sechs touristische Parzellen auf rund 27 Hektar zwischen Puerto Naos und Charco Verde. Geplant seien maximal 1100 Betten, während die städtebauliche Planung bei der Verwaltung liege und Investitionen von Entwicklern kommen müssten. Mehr als 60 Prozent der Fläche sollten weiter Bananenanbau bleiben, zudem nannte Rodríguez Vorgaben zu Gebäudehöhe und nachhaltiger Energie.
Jugendnetzwerk-Rat stärkt Mitsprache in der Biosphärenreservat-Stiftung
Das Patronat der Fundación Canaria Reserva Mundial de la Biosfera de La Palma hat einen Jugendnetzwerk-Rat beschlossen. Sergio Rodríguez, Präsident des Cabildo und der Stiftung, sah darin einen direkten Kanal für junge Menschen. Das Gremium soll die Beteiligung an der nachhaltigen Entwicklung stärken und Ideen in das Management der Biosphärenreservate einbringen. Das Patronat verabschiedete am 28. April das Regelwerk, der Rat soll aus 18- bis 35-Jährigen bestehen und eine Vertretung im Patronat erhalten. Die Stiftung wird technisch unterstützen, organisiert wird das Netzwerk horizontal.
El Paso und Los Llanos de Aridane sanieren Weg Los Tijaraferos
El Paso und Los Llanos de Aridane haben die Sanierung des Weges Los Tijaraferos gemeinsam vorangetrieben. Die Bürgermeister Eloy Martín und Javier Llamas betonten den Nutzen der Koordination, weil die Strecke durch beide Gemeinden verläuft. Sie erklärten, die Maßnahme betreffe 807 Meter und umfasse Asphaltierung, Erneuerung der Fahrbahn sowie die Modernisierung wichtiger Infrastrukturen. Zugänge zu Wohnhäusern und landwirtschaftlichen Flächen sollen verbessert werden, das Projekt befindet sich in der technischen Planungsphase. Ein Abkommen soll die Umsetzung absichern.
Transvulcania 2027 öffnet markante Streckenpunkte für Zuschauer
Die Organisatoren der Transvulcania haben neue Zuschauerzonen für 2027 angekündigt. Sie wollen Fans wieder an markante Punkte bringen und zugleich Mobilität und Sicherheit stärker steuern. Sie nannten Bereiche am Faro de Fuencaliente, am Refugio de El Pilar und am Roque de Los Muchachos. Der Zugang zum Start am Faro soll nur über die LP-209 mit Kontrollen erfolgen, dazu kommen Park- und Fußwege-Regeln sowie Sperrungen, etwa auf der Abfahrt von Las Caletas. Für El Pilar planen sie Zufahrt über die LP-301 und Shuttle ab El Paso, am Roque sollen Besucher Shuttles ab Pico de La Nieve nutzen.
Santa Cruz de La Palma startet Civitatem Decorare mit 3.700 Blumen
Der Stadtrat von Santa Cruz de La Palma hat Civitatem Decorare in die sechste Runde geschickt. Die Initiative verwandelte die Hauptstadt während der Maifeiern mit Hängedekorationen, Laternen und Blumenschmuck. Erstmals entstand in der Calle Álvarez de Abreu ein florales Dach, auf der Plaza de España wuchs eine Installation mit 3.700 Blumen. Die Stadträtin für Kulturerbe, Saray González, erklärte, das Projekt würdige Traditionen zeitgenössisch und arbeite mit lokalen Dekorationsfirmen. Nach den Festlichkeiten sollen die Blumen in städtischen Gärten wiederverwendet werden.
Gewerkschaften auf La Palma prangern Wohnungsnot und Löhne an
CCOO, UGT und Intersindical Canaria haben am Freitag auf La Palma demonstriert. Vor der Dirección Insular del Estado forderten sie Lösungen gegen Wohnungsnot und prekäre Arbeitsbedingungen und wandten sich gegen Krieg und Folgekosten. Manuel Navarro, Generalsekretär der UGT Canarias, sagte, der Erste Mai bleibe ein Kampftag für bessere Löhne, Würde und Zugang zu Wohnraum. Carlos Velázquez von der Intersindical Canaria auf Teneriffa verlangte Neutralität der Kanaren gegenüber der NATO und Maßnahmen gegen hohe Mieten. Esther Ortega von der CCOO verwies in Las Palmas de Gran Canaria auf steigende Lebenshaltungskosten und einen von Prekarität geprägten Arbeitsmarkt.
Roque Niquiomo B gewinnt Schachliga der Segunda División auf La Palma
Roque Niquiomo B hat sich den Titel in der Liga Palmera de Segunda División de Ajedrez gesichert. Das Team machte den Erfolg am 25. April mit einem 2:2 gegen Isla Bonita B perfekt und gewann zum fünften Mal. Der Bürgermeister und Sportbeauftragte von Villa de Mazo, Idafe Hernández, hob Einsatz und Beständigkeit während der Saison hervor und kündigte weitere Unterstützung an. Für das entscheidende Spiel standen Adonai Carballo, Heriberto Hernández, Jorge Sánchez, José Felipe, Susana Pérez, Jair Batista, Carolina Díaz und Rosendo Hernández im Aufgebot. Die Stadtverwaltung gratulierte Mannschaft und Vorstand.
Kreuzkunst auf La Palma als Ausdruck von Gemeinschaft und Tradition
Ein Gastbeitrag hat die Kreuztradition auf La Palma als Ausdruck von Identität gewürdigt. Der Text schilderte, wie vergängliche Kunst im Mai Familien und Nachbarschaften zusammenbringt. Er beschrieb die Arbeit an Papierblumen, Stoffen und Blüten als kollektiven Prozess, der über Wochen in Garagen und Räumen entsteht. Der Beitrag verwies auch auf verwandte Traditionen wie Corpus Christi in Villa de Mazo und das Sagrado Corazón in El Paso. Unterzeichnet war der Text von Sergio Rodríguez, Präsident des Cabildo Insular von La Palma.
Kommentar fordert Zeitwohlstand und Wohnen als Recht
Ein Meinungsbeitrag hat den Blick auf die Arbeiterklasse gelenkt. Der Text argumentierte, soziale Rechte seien historisch erkämpft worden und nicht als Gabe entstanden. Er erklärte, Fortschritt messe sich nicht nur am Bruttoinlandsprodukt, sondern an Kontrolle über die eigene Zeit. Der Beitrag forderte ein Leben, in dem psychische Gesundheit kein Privileg sei, Wohnen ein Recht bleibe und Technologie den Menschen diene.





