La Palma spricht über den Streit um den Wiederaufbau, Forderungen nach weniger Bürokratie bei FDCAN-Mitteln und neue Berufsausbildungen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Senator Sánchez greift PP-Vorstoß zum Wiederaufbau an
Kilian Sánchez Sanjuán hat eine Gesetzesinitiative der Partido Popular zum Wiederaufbau kritisiert. Der PSOE-Senator von La Palma sagte, der Vorstoß störe den Erholungsprozess und fordere Maßnahmen, die bereits liefen. Er warf der PP vor, parteipolitische Ziele zu verfolgen, statt Zusammenarbeit zu suchen.
Sánchez erklärte, der Staat habe 1.237 Millionen Euro nach La Palma transferiert, das seien 75 Prozent der mobilisierten Mittel. Er erinnerte zudem an 378 Millionen Euro aus 60 Prozent der IRPF-Einnahmen sowie an 135 Millionen Euro zur Beschäftigungsförderung von 2022 bis 2025. Verantwortung trügen alle Verwaltungen, die kanarische Regierung habe laut ihm mehr als 3.000 Millionen Euro nicht investiert.
Sergio Rodríguez verlangt effizientere FDCAN-Verwaltung
Sergio Rodríguez hat bei der Präsidentenkonferenz der Kanaren mehr Tempo bei FDCAN-Projekten verlangt. Der Präsident der Inselverwaltung von La Palma sagte, die Abläufe müssten bis 2026 und darüber hinaus schlanker werden, damit die Insel mit weniger Bürokratie schneller reagieren könne. Der Fondo de Desarrollo de Canarias sei zentral für Gleichheit zwischen den Inseln.
Rodríguez erklärte, La Palma finanziere 20 Prozent des Fonds, 80 Prozent kämen von der kanarischen Regierung. Die Mittel flössen in Infrastruktur und wirtschaftliche Belebung, etwa in den Parque Cultural Islas Canarias in Los Llanos de Aridane und in Vorhaben zur Stärkung des ländlichen Raums in Puntagorda. Er betonte die Zusammenarbeit mit den Gemeinden.
Perestelo fordert gerechte Umsetzung des Krisen-Dekrets
Miriam Perestelo hat im Parlament eine sensible Umsetzung des Dekretgesetzes 3/2026 verlangt. Die Wirtschaftsbeauftragte der Inselverwaltung von La Palma sagte in der Cabildo-Kommission, die Maßnahmen der kanarischen Regierung zur Abfederung der Folgen des Nahostkonflikts müssten nicht-kapitale Inseln besonders berücksichtigen. La Palma gehe wegen der Vulkankatastrophe mit einer schwereren Last in die Krise.
Perestelo erklärte, steigende Treibstoff- und Seefrachtkosten träfen Primärsektor und Transport verheerend, Diesel sei für Landwirte und Viehzüchter ein Grundkostenfaktor. Sie kritisierte fehlende Unterstützung aus Madrid und sagte, das Cabildo übernehme Aufgaben außerhalb seiner Zuständigkeit. Es sei unsinnig, dass staatliche Mittel wegen Fiskalregeln blockiert blieben, während die Insel unter Vulkanfolgen und globaler Krise leide.
Neue Berufsausbildungen sollen Angebot und Bedarf verbinden
Die kanarische Bildungsbehörde hat neue Berufsausbildungen für das kommende Schuljahr angekündigt. Sie sagte, das Angebot auf La Palma solle stärker zur wirtschaftlichen und sozialen Realität der Insel passen und zugleich die Berufsausbildung auf den Kanarischen Inseln ausgewogener machen. Insgesamt werde die Zahl der Studierenden voraussichtlich auf mehr als 52.000 steigen.
Geplant waren unter anderem Forstwirtschaft und Umweltmanagement im Agrarsektor sowie Pharmazie und Parapharmazie im Gesundheitsbereich. Hinzu kamen Bauwesen und eine Grundausbildung zur Wartung von Sport- und Freizeitbooten, doppelte Abschlüsse in Verwaltung sowie Hotellerie und Tourismus und ein Spezialisierungskurs in Python. Die Behörde verwies auch auf Investitionen, darunter die vergebene Modernisierung des Berufsbildungszentrums Los Llanos.
Transvulcania 2026 verlängert Sponsoring mit Coca-Cola
Die Organisation von Transvulcania adidas hat das Sponsoring-Abkommen mit Coca-Cola Europacific Partners für 2026 abgeschlossen. Das Unternehmen unterstützte das Trailrunning-Event seit der ersten Ausgabe und trug nach Angaben der Veranstalter zur Weiterentwicklung und zu besseren Bedingungen für Athleten und Zuschauer bei. Coca-Cola feiert zudem 70 Jahre Präsenz auf den Kanarischen Inseln.
Yurguen Hernández, Sportbeauftragter der Inselverwaltung, sagte, die Unterstützung garantiere Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Miriam Perestelo, Wirtschaftsbeauftragte des Cabildo, erklärte, solche Partnerschaften stärkten La Palma als Ziel für Sporttourismus und hätten wirtschaftliche Effekte. Víctor Morales von Coca-Cola Europacific Partners nannte die Fortsetzung der Zusammenarbeit eine Ehre.
Kulturministerin stärkt CEMFAC-Strategie in Los Llanos de Aridane
Der Stadtrat von Los Llanos de Aridane hat das Freiluftmuseum CEMFAC in seiner Kulturstrategie weiter aufgewertet. Bürgermeister Javier Llamas sagte nach dem Besuch der kanarischen Kulturministerin Migdalia Machín, das Projekt gehöre zu den einzigartigsten Kulturinitiativen auf den Kanaren und mache die Stadt zu einem lebendigen Museum. Die Regierung habe den kulturellen Reichtum neu strukturiert und wolle auch Jugend und lokales Talent fördern.
Machín lobte die Initiative als Verbindung von Kreativität, Identität und lokaler Entwicklung. Kulturstadträtin Marlene González erklärte, das CEMFAC ordne den öffentlichen Raum und solle professioneller vermittelt werden. Besprochen wurden neue Werke, bessere Präsentation, internationale Vernetzung mit Projekten etwa in Mosambik, Martinique und Ecuador sowie Fortschritte bei der Restaurierung historischer Fassaden.
Wettbewerb sucht Festplakat für La Patrona 2026
Der Stadtrat von Los Llanos de Aridane hat den Wettbewerb für das Plakat der Fiestas de La Patrona 2026 gestartet. Festtagsbeauftragter Álvaro Pages sagte, die Initiative gebe lokaler Kreativität Raum und stärke die Identität der Feiern, weil sie Tradition und Gegenwart verbinde. Die Teilnahmefrist endet am 4. Mai.
Beiträge konnten im Bürgerbüro abgegeben oder per Post eingesendet werden, jeweils innerhalb der Frist. Die vollständigen Bedingungen standen laut Rathaus auf der elektronischen Plattform eadmin.aridane.org/home.
CC meldet Fortschritte bei Garagen und Los Pescadores
Die Coalición Canaria hat Fortschritte bei zwei langjährigen Themen in Santa Cruz de La Palma hervorgehoben. Tony Acosta, lokaler Sekretär der CC, lobte die Vermittlung der kanarischen Regierungsrätin Nieves Lady Barreto und das Engagement von Pino de León, Direktorin des Kanarischen Wohnungsinstituts ICAVI. Es ging um die Übergabe der Garagen der 108 Wohnungen von Los Nacientes und um Flächen der ehemaligen Siedlung Los Pescadores.
Acosta sagte, die Garagen seien eine historische Forderung der Anwohner, der bislang als städtisches Lager genutzte Raum werde nun freigegeben. Das solle Parkplatzsituation und Mobilität verbessern. Bei Los Pescadores kündigte er an, ICAVI stelle die Flächen nach Abschluss letzter Tauschgeschäfte für den Bau öffentlicher Infrastruktur bereit.





