El Hierro beschäftigt sich mit Hilfen gegen steigende Energiekosten, Investitionen in ein Schwimmbad und die Venezuela-Verbindungen der Insel sowie weiteren Entwicklungen.
Inselverwaltung unterstützt Dekret gegen Krisenfolgen
Die Inselverwaltung hat das Decreto Ley 3/2026 zur Abfederung der wirtschaftlichen Krisenfolgen unterstützt. Vizepräsidentin Ana González erklärte in einer Kommissionssitzung, El Hierro lehne Krieg ab und müsse Familien sowie Unternehmen vor Preisschocks schützen.
Die Instabilität auf den Energiemärkten treibe Kraftstoffpreise und störe Lieferketten, was die Kanaren als ultraperiphere Region besonders treffe, sagte sie. Das Dekret sieht unter anderem einen Nullsteuersatz der kanarischen Verbrauchssteuer IGIC auf bestimmte Energieprodukte, neue Grundprodukte sowie Entlastungen für Selbstständige vor. González forderte jedoch mehr als die vorgesehenen 15 Millionen Euro und einen umfassenderen Plan der Regionalregierung.
La Frontera stellt 150.000 Euro für Schwimmbad-Abdichtung bereit
Der Stadtrat von La Frontera hat eine Kreditänderung über 150.000 Euro beschlossen, um das Becken der Anlage Cascadas de Mar abzudichten. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas sagte, die Notwendigkeit habe sich erst bei Befüllungstests gezeigt, nachdem technische Probleme die Eröffnung seit dem Herbst verzögert hatten.
Die neuen Mittel ergänzten mehr als 500.000 Euro, die bereits in das Projekt geflossen waren, erklärte er. Die Verwaltung wickelte das Vorhaben im Eilverfahren ab, um Ausschreibung und Bau zu verkürzen und weiteren Verfall zu verhindern. Wartungs-, Reinigungs- und Rettungsdienst seien bereits vergeben. Ein konkretes Eröffnungsdatum nannte Rodríguez Cejas nicht, er hoffte aber auf eine Inbetriebnahme im Sommer.
Senator Javier Armas betont Beziehung zu Venezuela
Der Senator von El Hierro, Javier Armas, hat im Senat die Oppositionsführerin María Corina Machado angesprochen und an die Auswanderungsgeschichte der Insel erinnert. Er sagte, fast jede Familie auf El Hierro habe Verbindungen nach Venezuela, und verwies auf Juan Francisco de León als Symbol für Würde und Gerechtigkeit.
Seine eigene Familie habe zur Migration gehört und viele Herreños lebten noch dort, erklärte Armas. Er äußerte Sorge wegen der politischen Lage, die auch Venezolaner betreffe, die inzwischen auf El Hierro nach Chancen suchten. Zum Schluss bat er Machado um eine Botschaft an Herreños und venezolanische Einwohner der Insel mit dem Appell an freie und faire Wahlen ohne Angst.
Kostenloser Bus zur Fiesta de los Pastores
Der Stadtrat von La Frontera hat für Samstag, den 25. April, einen kostenlosen Busdienst zur Fiesta de los Pastores im Santuario de Nuestra Señora de Los Reyes in La Dehesa eingerichtet. Tourismus- und Transportstadträtin Adelaida González sagte, der Service solle nachhaltige Mobilität fördern und private Fahrten reduzieren.
Die Abfahrt erfolgte um 10 Uhr an der Station La Frontera Richtung Sabinosa mit den üblichen Haltestellen, die Rückfahrt sollte nach der Prozession stattfinden. Die Verwaltung erklärte, man habe den Dienst 2023 erstmals angeboten und wegen der Resonanz für die Feiern rund um das Heiligtum etabliert.
El Pinar stellt Programm für La Cruz vor
Die Gemeinde El Pinar hat die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zu La Cruz vom 30. April bis 3. Mai abgeschlossen. Bürgermeister Juan Miguel Padrón Brito und die Festtagsbeauftragte Lourdes Pérez luden Einheimische und Besucher ein und betonten den Wert der Traditionen und der gemeinsamen Arbeit der Bewohner.
Der Auftakt erfolge am 30. April mit dem Auszug der Kreuze durch Schüler und Lehrer des CEIP Taibique, erstmals mit Beteiligung weiterer Schulen der Insel, teilten sie mit. Weitere Programmpunkte reichten von Tanzabend und Eröffnung der Kreuze bis zur Messe, Prozession und dem traditionellen Tanz der Kreuze am 3. Mai.
Tag des Buches mit Jesús Barrancos Neuerscheinung
Der auf El Hierro lebende Autor Jesús Barranco hat sein Buch "Gestas y singularidades de la historia" vorgestellt. Die Veranstaltung gehörte zum Programm des Rathauses Valverde zum Tag des Buches, Bürgermeister Carlos Brito und die Journalistin Elisa González begleiteten die Präsentation.
Barranco erläuterte Kapitel zu historischen Ereignissen und deren kulturellen Spuren in Literatur, Film, Kunst und Musik. In einem Vortrag verband er die Belagerung Wiens 1683 mit Motiven moderner Fantasyliteratur wie den Werken von J.R.R. Tolkien. Brito sagte, Valverde setze auf Kultur und Leseförderung und würdigte Barrancos Arbeit.
Rupatrupa eröffnet Kulturzyklus in Valverde
Der Stadtrat von Valverde hat die neue Ausgabe von "La Villa Ciclo Cultural" mit einem Konzert von Rupatrupa eröffnet. Das Projekt um Roberto Ruido trat am Samstag, den 25. April, um 20 Uhr im Kulturzentrum Asabanos auf, der Eintritt war frei bis zur Kapazitätsgrenze.
Die Verwaltung erklärte, Rupatrupa verbinde eigene Kompositionen mit Rhythmen wie Rumba und Reggae und habe sich von einem Trio zu einer Band mit sechs Mitgliedern entwickelt. Das Konzert gehörte zum Kulturprogramm, das vom MARES-Programm der Regionalregierung unterstützt wurde.
Zwei Projekte bei IsLABentura Canarias 2026
El Hierro hat sich für IsLABentura Canarias 2026 mit zwei ausgewählten Stoffen qualifiziert. "Chirla" von Sofía Martín und "Beat (Pulso)" von Juanjo Durán gehörten zu sechzehn Fiktion- und Animationsinitiativen eines internationalen Drehbuchlabors, das von Canary Islands Film initiiert wurde.
Die Projekte sahen eine Recherchephase auf der Insel vor, um Identität und Schauplätze in die Geschichten einzuarbeiten. Die Betreuung übernahm der Drehbuchautor Curro Royo, die logistische Koordination lag bei El Meridiano und der El Hierro Film Commission, unterstützt von der Inselverwaltung. Ziel war mehr Sichtbarkeit El Hierros im audiovisuellen Bereich.
Vorwarnung wegen Papstbesuch, El Hierro lädt erneut ein
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat ab Montag, 27. April, 12 Uhr eine Vorwarnung nach dem Zivilschutzplan PLATECA wegen eines Großereignisses erklärt. Anlass war der geplante Besuch von Papst Leo XIV. im Juni 2026 auf Teneriffa und Gran Canaria, die Maßnahme sollte Koordination und Kommunikation der Ressourcen sichern.
Der PLATECA-Beratungsausschuss sollte den Einsatz vorbereiten, bei Ankunft des Papstes sollte PLATECA in Alarmbereitschaft gehen. Das Cabildo von El Hierro lud Leo XIV. erneut ein, die Insel in seine Reise auf die Kanaren einzubeziehen.





