La Palma spricht über neue Schutzgebiete am Tajogaite, die stockende Wohnungsübergabe in Breña Baja und Hilfen für Betriebe in El Paso sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Tajogaite und neue Lava-Deltas werden geschützt
Die kanarische Regierung hat den Entwurf zur Erweiterung des Naturparks Cumbre Vieja veröffentlicht. Er umfasst den Vulkan Tajogaite und die seit dem Ausbruch 2021 entstandenen Lavafelder. Vorgesehen sind zwei neue Schutzgebiete: die Reserva Natural Integral del Delta Lávico Norte Costa del Perdido und die Reserva Natural Especial del Delta Lávico Sur Costa del Guirre.
Der Entwurf umfasst zusammen 309,5 Hektar und lag für 20 Werktage öffentlich aus. Onán Cruz, Direktor für Raumplanung, erklärte, die Initiative sei entscheidend für den Schutz der neuen Landschaften nach 2021.
PSOE drängt auf Übergabe von 42 Wohnungen in Breña Baja
Die PSOE hat erneut auf die Wohnungsnot auf La Palma hingewiesen. Die sozialistische Cabildo-Abgeordnete Susana Machín fragte im Plenum nach dem Stand von 42 Wohnungen in Finca Amado in Breña Baja. Deren Renovierung war laut Machín vor fast eineinhalb Jahren abgeschlossen, dennoch wurde keine Wohnung übergeben.
Machín forderte Visocan, ein Wohnungsunternehmen der kanarischen Regierung, auf, die Wohnungen zu übergeben. Sie waren ursprünglich für Vulkanbetroffene vorgesehen und später auch für andere Wohnungssuchende geöffnet worden. Sie kritisierte zudem den "Plan 700" und sprach von einem Fehlschlag.
Neue Subventionen für Betriebe in El Paso nach Bauarbeiten
Die Stadtverwaltung von El Paso hat eine neue Ausschreibung für direkte Subventionen vorbereitet. Sie richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen im Zentrum, deren Geschäft durch Infrastrukturarbeiten 2025 beeinträchtigt wurde. Betroffen sind unter anderem die Straßen Constitución und José María Brito Pérez sowie ein Abschnitt der Antonio Pino Pérez.
Bürgermeister Eloy Martín erklärte, die Maßnahme solle das lokale Gewerbe während der Umgestaltung unterstützen. Handelsstadträtin Teresa Hernández erinnerte daran, dass in der ersten Runde 32 Unternehmen Hilfe erhalten hatten und nun weitere Betriebe erreicht werden sollen.
Digitaler Handel mit EU-Mitteln ausgebaut
Die Inselverwaltung von La Palma hat mit der Entwicklungsagentur Sodepal Projekte gestartet, um La Palma als intelligentes Reiseziel zu etablieren. Das Projekt "Destino La Palma, comercio inteligente" erhält Mittel aus dem EU-Programm FEDER 2021 bis 2027 und soll Händler mit digitalen Werkzeugen an neue Konsumgewohnheiten heranführen.
Miriam Perestelo, im Cabildo für wirtschaftliche Förderung und Handel zuständig, betonte die Bedeutung von Schulungen und Beratung für kleine Geschäfte und Selbstständige. Vorgesehen sind auch thematische Routen zu Produzenten sowie Energieaudits, die Förderung liegt bei 385.390 Euro.
Tazacorte kritisiert Kürzungen für San Miguel Arcángel
Der Kultur- und Festdezernent von Tazacorte, Yordan Martín, hat die Kürzung der Cabildo-Unterstützung für die Fiestas de San Miguel Arcángel kritisiert. Das Budget wurde von 10.000 auf 7.000 Euro gesenkt, was die Gestaltung der Feierlichkeiten erschwert. Martín bemängelte zudem fehlende Kohärenz der Inselverwaltung.
Er verwies auf Aussagen von Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez zu 20.000 Euro für die Asociación de los Caballos Fufos, die laut Martín nicht für die Fiestas nutzbar gewesen seien. Außerdem erinnerte er an nicht eingehaltene Zusagen für das Jubiläum der Gemeindetrennung 2025.
Semana Santa in Los Llanos de Aridane mit Pregón eröffnet
Los Llanos de Aridane hat die Semana Santa am 21. März mit dem Pregón begonnen. Die Feierlichkeiten enden am 5. April mit dem Ostersonntag und werden von der Pfarrei Matriz de Nuestra Señora de Los Remedios mit der Stadtverwaltung organisiert. Pfarrer Rubén Fagundo García sprach von einer Gelegenheit, den Glauben zu stärken.
Bürgermeister Javier Llamas betonte die kulturelle Bedeutung der Festtage, Kulturdezernentin Marlene González verwies auf deren Rolle für die Identität der Gemeinde. Am Samstag, 14. März, öffnete zudem die Ausstellung "Sacra liturgia" im Museum für Sakralkunst.
Kostenlose Ausflüge für Kinder und Jugendliche in Villa de Mazo
Die Stadt Villa de Mazo hat mit der Vereinigung Te Acompañamos die Initiative "Viernes en ruta" ins Leben gerufen. Kinder und Jugendliche sollen an den letzten Freitagen jedes Monats kostenlos Ausflüge auf La Palma unternehmen, begleitet von Fachkräften. Bürgermeister Idafe Hernández sagte, das Angebot solle Familien entlasten und allen unabhängig vom Einkommen hochwertige Freizeit ermöglichen.
Sozialstadtrat Joshua Pérez erklärte, das Projekt fördere Gemeinschaftssinn und Werte wie Teamarbeit. Der Start war für den 27. März mit einem Besuch der Salinen von Fuencaliente angekündigt, teilnehmen können Sechs- bis 18-Jährige aus Villa de Mazo.
Puntagorda feiert 23 Jahre Seniorenresidenz
Puntagorda hat das 23-jährige Bestehen seiner Residenz für ältere Menschen gewürdigt. Die Einrichtung bietet seit mehr als zwei Jahrzehnten Betreuung und Unterstützung und entwickelte sich laut Gemeinde zu einem wichtigen Teil der sozialen Infrastruktur auf La Palma. In den Jahren wurden Angebote modernisiert und erweitert, um die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern.
Mercedes Candelario, Stadträtin für soziale Dienste, würdigte die Arbeit der Beteiligten. Bürgermeister Vicente Rodríguez kündigte neue Einrichtungen an, um die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern. Die Jubiläumsfeier war für Freitag, 13. März, um 17.00 Uhr geplant.
SinSuela für Umweltschutz und Notfallhilfe ausgezeichnet
Die Inselverwaltung von La Palma hat die Freiwilligenorganisation SinSuela bei den Insularen Preisen 2026 ausgezeichnet. Die Gruppe entstand am 18. April 2017 nach dem Brand in Jedey, der mehr als 4.800 Hektar zerstörte, und erhielt ihren Namen, weil Helfer damals die Sohlen ihrer Stiefel verloren. Seitdem nahm SinSuela an großen Notfällen teil, darunter Brände und die Eruption des Tajogaite.
Die Preisverleihung war Teil der Feier zum 113-jährigen Bestehen der Inselverwaltung am 16. März im Teatro Circo de Marte. Neben SinSuela wurden weitere Personen und Organisationen geehrt, darunter Dr. Luis Ramos und die Hilanderas de El Paso.
Wartezeiten bei Behindertenbewertungen verkürzt
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat mitgeteilt, dass sie die Wartelisten für Behindertenbewertungen auf allen nicht kapitalen Inseln beseitigt hat. Die Bewertungen erfolgen nun in weniger als 180 Tagen, wie es das Gesetz vorschreibt. Als Grund nannte die Regionalregierung unter anderem eine dezentrale Organisation mit Teams in Zusammenarbeit mit den Inselverwaltungen.
Die Regierung verwies außerdem auf das Dekretgesetz 4/2025, das den Prozess regelt und bei bestimmten chronischen Erkrankungen ärztliche Berichte ermöglicht. Auf den Hauptinseln liegen die Wartezeiten laut Angaben weiter bei 565 Tagen, dort warten noch 26.000 Menschen.






