La Palma beschäftigt dieser Tage verlorene Fördergelder in Tazacorte, neue Hafenlogistik in Santa Cruz de La Palma, ein Schulstreit in Puntallana und weitere Entwicklungen auf der Insel.
Tazacorte: Nueva Canarias wirft Stadtverwaltung Förderverlust von über einer Million Euro vor
Nueva Canarias hat der Stadtverwaltung von Villa y Puerto de Tazacorte den Verlust von 1.013.994,46 Euro an bewilligten Subventionen vorgeworfen. Sprecher Juan Miguel Rodríguez erklärte, von 1.330.677,69 Euro für das Projekt Mar y Lava seien lediglich 316.683,23 Euro in fünf Maßnahmen geflossen, weil Fristen verstrichen seien.
Er machte den Bürgermeister und den ersten stellvertretenden Bürgermeister verantwortlich und nannte Beispiele aus dem historischen Zentrum, dem Zugang zur Playa del Charcón sowie Projekten im Hafen. Nueva Canarias forderte, beide sollten die Gründe in der nächsten Stadtratssitzung detailliert erläutern.
Santa Cruz de La Palma: Erste Portalkrananlage im Hafen eingetroffen
Boluda hat am Samstagabend die erste Portalkrananlage im Hafen von Santa Cruz de La Palma anlegen lassen. Das Schiff "VB Brent" schleppte die rund 1.000 Tonnen schwere Metallstruktur in etwa 24 Stunden vom Hafen Santa Cruz de Tenerife auf die Insel.
Drei Schlepper und die Corporación de Prácticos führten die Anlegeoperation durch. Anschließend musste die auf einer Plattform verschweißte Anlage für die Installation demontiert werden. Portalkräne sollen Container schneller und präziser bewegen, Liegezeiten verkürzen und die Kapazität steigern. Der Hafen bewegt jährlich etwa 10.000 Container.
Puntallana: PSOE widerspricht PP in Schulstreit
Der PSOE in Puntallana hat dem Partido Popular vorgehalten, die geforderten Maßnahmen an Schulen seien bereits Teil der üblichen Planung der Stadtverwaltung gewesen. Die Sozialisten erklärten, der Stadtrat habe schulfreie Zeiten genutzt, um Arbeiten in eigener Zuständigkeit nach verfügbaren Ressourcen zu priorisieren.
Der PSOE bat den PP, sich über die Koordination mit Schulleitungen und der Bildungsgemeinschaft zu informieren. Zugleich erinnerte die Partei daran, dass die kanarische Bildungsbehörde unter Poli Suárez vom PP über die Bedarfe informiert worden sei. Der Bürgermeister habe mehrfach Kontakt aufgenommen, jedoch keine Antwort erhalten.
La Palma: Analyse kritisiert Rabatte und Plattformkosten bei Ferienunterkünften
Ulrich Götz Roth hat in der zweiten Ausgabe der Analyse "Tu casa. Tu precio. Tu isla." beschrieben, wie Rabatte und Gebühren den Ertrag von Unterkunftseigentümern auf La Palma schmälern. Internationale Buchungsplattformen stellt er nicht grundsätzlich infrage, warnt aber vor Abhängigkeit von Sichtbarkeitsregeln und Treueprogrammen.
Ein dokumentierter Fall zeigte, dass von erwarteten 400 Euro am Ende 263,23 Euro ankamen – eine Reduzierung um 34,19 Prozent vor Betriebskosten. Götz Roth empfahl, zunächst den benötigten Nettobetrag pro Nacht zu berechnen und Preise erst danach festzulegen, weil sonst andere die Entscheidung träfen.
La Palma: Real Sociedad Económica de Amigos del País erhält Premio Bravo Murillo
Die Real Sociedad Económica de Amigos del País von La Palma hat am Donnerstag den IV Premio Bravo Murillo erhalten, gemeinsam mit den Gesellschaften von Gran Canaria und Teneriffa. Die Auszeichnung der Gaveta Económica würdigt den historischen Beitrag zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung der Kanarischen Inseln.
Die Zeremonie fand im Gabinete Literario in Las Palmas de Gran Canaria statt, die Präsidenten nahmen den Preis entgegen. Felipe Jorge Pais Pais, Präsident der Gesellschaft auf La Palma, erklärte, das 250-jährige Bestehen habe auf dem Einsatz vieler Unterstützer beruht. Künftig sollten besonders Frauen und junge Menschen stärker eingebunden werden.







