Fuerteventura beschäftigen derzeit teurere Seetransporte, neue Hafenpläne und ein großes Praktikumsprogramm.
Maritime Anbindung: Kritik an Preisanstieg und fehlender Cádiz-Linie
Die Asamblea Majorera von Coalición Canaria auf Fuerteventura hat die ausbleibende Antwort Madrids zur Linie Cádiz–Puerto del Rosario kritisiert. Die Streichung erhöhe die Abhängigkeit von Lanzarote und Gran Canaria, weil Waren nur noch über diese Inseln kämen. Die Partei verwies zudem auf einen Preissprung von 78 Prozent für Seetransporte zwischen Las Palmas de Gran Canaria und Puerto del Rosario – von 46,28 auf 82,40 Euro. Das belaste Unternehmen und treibe die Verbraucherpreise. Das Parlament der Kanaren hatte im Juni eine Initiative zur Fortsetzung der Linie verabschiedet.
Hafen Puerto del Rosario: Handelskammer fordert Klarheit zu Investitionen
Die Handelskammer auf Fuerteventura würdigte das Engagement der Hafenbehörde von Las Palmas für den Ausbau in Puerto del Rosario, forderte aber eine genaue Prüfung des Unternehmensplans 2027. Ein Teil der angekündigten Mittel sei bereits früher eingeplant, jedoch nie umgesetzt worden. Die Kammer nannte zwei Millionen Euro für die maritime Verbindung Puerto del Rosario–Tarfaya sowie die erneut angekündigte Verlängerung des Handelspiers um 250 Meter. Als wichtigste neue Maßnahme bezeichnete sie die elektrische Anbindung des Hafens und kündigte einen Vergleichsbericht zu früheren Plänen an.
Praktikumsprogramm: Inselverwaltung begrüßt 110 Studierende
Die Inselverwaltung von Fuerteventura empfing am Freitag 110 Studierende für das Sommer-Praktikumsprogramm. Präsidentin Lola García und Bildungsrat Adargoma Hernández erklärten, das Angebot öffne jungen Majoreros den Arbeitsmarkt und schaffe Kontakte zu möglichen Arbeitgebern. Die Praktika laufen vom 15. Juli bis 31. August in Bereichen wie dem Wasserversorgungs-Konsortium, dem Technologiepark und der Versuchsfarm Pozo Negro. Die Verwaltung nannte mehr als 2.000 Teilnehmende in 25 Jahren und Investitionen von fast fünf Millionen Euro in acht Bildungsinitiativen.
Berufsbildung Majada Marcial: PSOE sieht Projekt weiter blockiert
Manuel Hernández Cerezo hat die weiter ausstehende Erweiterung des CIFP Majada Marcial kritisiert. Der Sozialist erklärte, die Blockade mache es unmöglich, die Arbeiten vor Ende der Legislaturperiode abzuschließen, obwohl mehr als 1,5 Millionen Euro vorgesehen gewesen seien. Die Kanarische Regierung verwies darauf, das Vorhaben hänge von Vorarbeiten am CEIP Francisco Navarro Artiles ab – darunter Sportanlagen, Sanitärbereiche und ein größerer Parkplatz. Hernández Cerezo nannte eine elfmonatige Ausschreibung, die nie vergeben worden war, und machte die Koalition aus Coalición Canaria und Partido Popular verantwortlich.
Gesundheit an Schulen: Kanaren stellen Strategie 2025–2032 vor
Die kanarische Gesundheitsbehörde hat sich mit der Bildungsabteilung getroffen und die Gesundheits- und Wohlfühlstrategie 2025 bis 2032 vorgestellt. Sie soll gesunde Lebensweisen fördern und soziale Ungleichheiten verringern. Drei Steuerungskommissionen koordinieren die Umsetzung: Die Gesundheitskommission entstand am 29. Mai, die Bildungskommission am 7. Juli. Vertreter beider Bereiche arbeiten seither an der Integration von Maßnahmen in Schulen. Programme wie ITES PLUS gegen Tabak und Alkohol, ALIPA für Ernährung und Cepillín Cepillán zur Mundhygiene laufen weiter.
Betancuria: Abkommen zur Kontrolle von Katzenkolonien
Die Gemeinde Betancuria hat ein Kooperationsabkommen mit dem Tierärztekollegium der Provinz Las Palmas unterzeichnet. Bürgermeister Enrique Cerdeña Méndez erklärte, die Zusammenarbeit sichere eine ordnungsgemäße Kontrolle von Katzenkolonien und anderen Tieren im Gemeindegebiet. Beide Institutionen vereinbarten ein Protokoll zur Bestands- und Gesundheitskontrolle, um die Einhaltung des Tierschutzgesetzes zu stärken. Betancuria betonte, man etabliere sich als tierfreundliche Gemeinde und setze auf Pflege, Gesundheit und Respekt im städtischen Umfeld.
Tefía: PP-Abgeordnete fragt nach Würdigung demokratischer Erinnerungsorte
María Saavedra hat im Ausschuss des kanarischen Parlaments eine Anfrage an die Ministerin für Universitäten, Wissenschaft, Innovation und Kultur gestellt. Die Abgeordnete der Partido Popular wollte wissen, welche Maßnahmen die Regierung zur Würdigung demokratischer Erinnerungsorte auf den Kanaren plane. Auslöser war die Anerkennung von Tefía in Puerto del Rosario als LGTBIQ+-Erinnerungsort. Saavedra erklärte, institutionelle Unterstützung müsse in konkrete Schritte münden, damit Orte wie Tefía Geschichte vermittelten, Opfer würdigten und demokratische Werte sowie Respekt vor Vielfalt stärkten.
Frauenfußball: Erstligateams spielten erstmals im Estadio Los Pozos
Fuerteventura richtete erstmals ein offizielles Vorbereitungsspiel zweier Teams der spanischen Frauen-Erstliga aus. Am 29. Juli trafen CD Tenerife Costa Adeje und RCD Espanyol im Estadio Municipal de Los Pozos in Puerto del Rosario aufeinander. Der Eintritt war frei, Televisión Canaria übertrug die Partie. Das Cabildo unterstützte die Initiative, die Stadt Puerto del Rosario stellte die Anlage zur Verfügung. Am 30. und 31. Juli organisierte die Fundación Canaria CD Tenerife ein kostenloses Clínic in El Cotillo für Mädchen von zehn bis 16 Jahren mit maximal 40 Plätzen.
Binter: Mehr Direktflüge von Fuerteventura nach La Palma im Sommer
Binter hat im Juli neue Sommerrouten zwischen den Kanaren gestartet und das interinsulare Programm ausgebaut. Seit dem 19. Juli bietet die Fluggesellschaft wöchentlich sechs Direktflüge von Fuerteventura nach La Palma an; die Verbindung soll bis Anfang September bestehen. Insgesamt erhöhte Binter das Angebot um durchschnittlich 70 zusätzliche Flüge pro Woche und kommt damit auf mehr als 1.700 Verbindungen wöchentlich innerhalb der Kanarischen Inseln. Das Unternehmen nannte 126.220 Sitzplätze pro Woche und rund 5.000 zusätzliche Plätze im Vergleich zu Juni.






