Gran Canaria diskutiert Mautpläne zur WM 2030, die Folgen der Hitzewelle für Beschäftigte und den Start des Santiago-Festes in Gáldar.
WM 2030: Mautpläne auf Gran Canaria stoßen auf Kritik
Die geplante Straßenmaut im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2030 sorgt auf Gran Canaria für Streit. Kritiker werfen vor, die Abgabe diene vor allem wirtschaftlichen Interessen der FIFA und belaste am Ende Bewohner wie Besucher gleichermaßen. Viele Einheimische würden das Geld lieber in Gemeinschaftsprojekte und Infrastruktur fließen sehen. Die Regionalregierung verteidigt die Maßnahme als notwendig, um die Turnierkosten zu decken. Die Debatte über Mitsprache und Nutzen hält an.
Hitzewelle trifft Außenbeschäftigte auf den Kanaren besonders hart
Beschäftigte auf Gran Canaria arbeiten trotz extremer Hitze weiter. Eine Studie im Fachmagazin The Lancet belegt, dass Außenarbeit in Europa jährlich im Schnitt 24 Stunden durch hohe Temperaturen ausfällt – die Kanaren sind dabei am stärksten betroffen. Ciani, 39-jährige Kellnerin in einem Hotel auf Gran Canaria, arbeitete bei über 40 Grad, während Staubstürme die Luft zusätzlich belasteten. Carmen Marrero von der Gewerkschaft Comisiones Obreras warnte vor unterschätzten Risiken und forderte dynamische Schutzprotokolle, Trinkwasser und geplante Pausen.
Gáldar eröffnet das 544. Santiago-Fest
Mit einer Ansprache von Victorio Pérez Moreno hat Gáldar das 544. Santiago-Fest eröffnet. Der lokale Journalist sprach im Kulturzentrum Guaires und widmete seinen Auftritt seinem verstorbenen Vater, der als Theatertechniker gearbeitet hatte. Pérez erinnerte an Kindheitserlebnisse und betonte Gemeinschaft und Zusammenhalt. Bürgermeister Teodoro Sosa lobte seine Verbundenheit zur Gemeinde. Vizebürgermeister Julio Mateo Castillo verwies auf die Bedeutung des Festes als Schritt in Richtung Heiliges Jahr 2027. Musikalische Beiträge schlossen den Abend ab.
Basketball: Ethan Happ wechselt von Gran Canaria zu Tenerife Basket
Der US-amerikanische Basketballprofi Ethan Happ hat einst für Dreamland Gran Canaria gespielt und dort mit Trainer Jaka Lakovic zusammengearbeitet. Nach Stationen bei Valencia Basket und Burgos verpflichtete ihn nun Tenerife Basket für zwei Spielzeiten. Der 30-jährige Center absolvierte in der spanischen Liga ACB insgesamt 100 Pflichtspiele. Bei Burgos kam er in 25 Partien auf durchschnittlich 12,6 Punkte und 6,5 Rebounds – eine Entwicklung, die auch auf Gran Canaria aufmerksam verfolgt wurde.






