Lanzarote spricht über steigende Preise, eine politische Zuspitzung um Fernando Clavijo und ein Spiele-Event in Arrecife sowie weitere Entwicklungen.
Inflation auf den Kanaren zieht an – Kleidung wird deutlich teurer
Die Kanaren verzeichneten im April einen Preisanstieg von 0,7 %. Das Nationale Statistikinstitut INE meldete eine Jahresrate von 3 %, während Spanien insgesamt bei 3,2 % lag. Seit Jahresbeginn stieg der Index auf den Inseln um 1,3 %. Stärkster Treiber war Kleidung und Schuhe mit plus 10,2 % im Monatsvergleich. Wohnen gab um 2,8 % nach und war im Jahresvergleich mit minus 0,8 % die einzige Kategorie mit einem Rückgang.
Coalición Canaria verschärft Ton gegenüber der spanischen Regierung
Führende Vertreter der Coalición Canaria haben sich über Äußerungen der spanischen Regierung gegenüber Fernando Clavijo beschwert, die sie als beleidigend werteten. Clavijo ist Präsident der Kanaren und gehört der CC an. Die Parteiführung verwies darauf, dass Clavijo in der Krise um das Kreuzfahrtschiff Hondius zurückhaltend geblieben sei und auch bei Themen rund um den früheren Minister Ángel Víctor Torres von der PSOE – etwa Maskenbeschaffung und Fall Koldo – keine Eskalation gesucht habe. Am 23. Mai sollte der Nationale Politische Rat der CC über die weitere parlamentarische Unterstützung durch Abgeordnete Cristina Valido entscheiden.
Renten-Zuschlag soll ohne Nachteile für Betroffene ausgezahlt werden
Die spanische Regierung und die kanarische Exekutive haben eine Auslegung vereinbart, die Empfängern nicht beitragsabhängiger Renten Rechtssicherheit geben soll. Ángel Víctor Torres ist Minister für Territorialpolitik in der spanischen Regierung. Das Abkommen reagiert auf den Plan, im Kanaren-Haushalt 2026 einen Zuschlag von 400 Euro in zwei Raten auszuzahlen. Madrid hatte gewarnt, dass die Summe aus Rente und Zuschlag in Einzelfällen Einkommensgrenzen überschreiten könne – mit der Folge, dass der Zuschlag vollständig entfiele.
TSJC fordert Opferhilfe-Büros für Gewaltbetroffene auf den Kanaren
Das Tribunal Superior de Justicia de Canarias hat die kanarische Regierung erneut aufgefordert, die gesetzlich vorgesehenen Opferhilfe-Büros zu eröffnen. Die Mitteilung betraf Santa Cruz de Tenerife und die übrigen Inseln. Die Kommission zur Koordinierung gegen Gewalt an Frauen in Santa Cruz de Tenerife unterstützte die Entscheidung und sah darin ein schweres Versäumnis. Unter Vorsitz von Mónica García de Yzaguirre hatte die Kommission Mängel bei den Ressourcen festgestellt und zusätzlich mehr Personal im Institut für Rechtsmedizin sowie Schulungen für neue Kräfte gefordert.
Salvamento Marítimo rettet 16 blinde Passagiere zwischen den Inseln
Salvamento Marítimo hat 16 blinde Passagiere aus Subsahara-Afrika von einer Barge gerettet. Die Menschen wurden nach Angaben der Seenotrettung auf einem Schleppverband Richtung Niederlande entdeckt. Der Schlepper De Hong unter chinesischer Flagge hatte die Barge von Singapur aus gezogen und zuvor in Dakar im Senegal angelegt, wo die 16 Personen vermutlich zugestiegen waren. Zwischen Teneriffa und Gran Canaria kamen die Salvamar Tenerife sowie die Hubschrauber Helimer 204 und Helimer 205 zum Einsatz. Helimer 205 brachte acht Gerettete zum Flughafen Teneriffa Nord.
U-Haft nach Haschisch-Fund an Strand von Gáldar
Ein Gericht in Las Palmas de Gran Canaria hat neun Verdächtige in Untersuchungshaft genommen. Sie sollen versucht haben, fast 3.000 Kilogramm Haschisch an einem Strand in Gáldar von einem Schnellboot zu entladen. Das Tribunal Superior de Justicia de Canarias nannte als Vorwurf ein Delikt gegen die öffentliche Gesundheit; die Ermittlungen stehen unter Geheimhaltung. Laut Polizei wurden mehr als 90 Pakete sichergestellt, nachdem Beamte das Boot verfolgten und Warnschüsse abgaben.
24-Stunden-Spiele-Marathon in Arrecife
Die Vereinigung La Legión Perdida hat in Arrecife ein 24-stündiges Spiele-Event veranstaltet. Das Treffen fand in ihrem Zentrum in der Straße Ginés de Castro y Álvarez, Nummer 10, statt. Besucher konnten jederzeit einsteigen und Rollenspiele, Brettspiele sowie Strategiespiele ausprobieren. Das Ende war für Sonntag um 10.00 Uhr angekündigt. Die Organisatoren setzten ein Mindestalter von zwölf Jahren an; Minderjährige mussten von Eltern oder Erziehungsberechtigten begleitet werden.
Papst León XIV gedenkt in Arguineguín der im Atlantik gestorbenen Migranten
Papst León XIV hat am Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria an einer Gedenkveranstaltung für im Atlantik verstorbene Migranten teilgenommen. José Gilberto Moreno, Geschäftsführer von Puertos Canarias, sprach von der ersten Station nach der Ankunft des Papstes aus Barcelona am 11. Juni. Die Organisatoren erinnerten an die humanitäre Krise 2020, als in Arguineguín mehr als 2.000 Migranten ausharrten. León XIV legte gemeinsam mit 50 Migranten eine Blumengabe nieder, traf nach Angaben der Veranstalter auf 2.800 Menschen und besuchte eine Statue der Jungfrau Carmen, neben der ein Kreuz aus Cayuco-Holz als Erinnerungszeichen aufgestellt worden war.






