Ein chinesisches Schiff entdeckte 16 blinde Passagiere in kanarischen Gewässern und löste damit eine Rettungsaktion aus. Daneben bekräftigte der Präsident von Gran Canaria das Eco-Insel-Modell als politische Leitlinie, und die kanarische Ministerin Nieves Lady Barreto ließ mögliche Exhumierungen auf dem Friedhof Vegueta prüfen.
Rettung von 16 blinden Passagieren zwischen Teneriffa und Gran Canaria
Ein unter chinesischer Flagge fahrender Schlepper namens De Hong zog einen Schleppkahn Richtung Rotterdam, als die Besatzung zwischen Teneriffa und Gran Canaria mehrere Menschen an Bord entdeckte. Die 16 Personen aus dem subsaharischen Afrika hatten sich unbemerkt auf dem vermeintlich leeren Kahn befunden.
Salvamento Marítimo entsandte die Salvamar Tenerife sowie die Hubschrauber Helimer 204 und Helimer 205. Helimer 205 rettete acht Personen und flog sie zum Flughafen Teneriffa Nord. Angaben zum Gesundheitszustand der Geretteten lagen zunächst nicht vor.
Gran Canaria setzt auf Eco-Insel-Modell für mehr Nachhaltigkeit
Der Präsident von Gran Canaria hat sein Engagement für ein ökologisches Inselmodell bekräftigt und es als Antwort auf aktuelle Umweltprobleme bezeichnet. Die Insel könne damit auf den Kanaren und darüber hinaus eine Vorreiterrolle in der Nachhaltigkeit übernehmen.
Konkret nannte er Investitionen in erneuerbare Energien zur Senkung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Verwaltung setze zudem auf Recycling, Abfallvermeidung und verbessertes Abfallmanagement sowie auf den Schutz der einheimischen Flora und Fauna. Auch die Beteiligung der Bevölkerung an Nachhaltigkeitsinitiativen hob der Präsident als zentrales Element hervor.
Ministerin Barreto prüft Exhumierungen am Friedhof Vegueta
Die kanarische Ministerin Nieves Lady Barreto hat sich mit Angehörigen von Opfern des Franco-Regimes über mögliche Exhumierungen auf dem Friedhof Vegueta beraten. Ziel des Treffens war es, zu klären, ob Exhumierungen angemessen sind und wie betroffene Familien zu einer offiziellen Antwort gelangen können.
Besprochen wurden rechtliche und logistische Fragen, die mit solchen Maßnahmen verbunden sind. Viele Familien warten dem Bericht zufolge seit Langem auf Entscheidungen – die Exhumierungen haben für sie emotionale wie historische Bedeutung. Das Vorgehen steht im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des Franco-Erbes auf den Kanarischen Inseln.
Bahá’í-Gemeinde eröffnet neues Zentrum in Las Palmas de Gran Canaria
Die Bahá’í-Gemeinde der Kanarischen Inseln hat ein neues Zentrum nahe dem San Telmo Park in Las Palmas de Gran Canaria eröffnet. Das Haus soll als Treffpunkt für Beratung und Zusammenarbeit dienen und nach Angaben der Gemeinde der kanarischen Gesellschaft zugutekommen.
An der Eröffnung am Donnerstag nahm Anselmo Pestana, Regierungsdelegierter der Kanarischen Inseln, teil; auch Vertreter lokaler Räte und Institutionen waren anwesend. Bis Mittwoch, 20. Mai, fand eine Woche öffentlicher Veranstaltungen statt – mit Diskussionsrunden, Filmvorführungen, Führungen und Kulturprogrammen. Für Samstag war eine offizielle Eröffnung im Gabinete Literario angekündigt.
Juana Aguirre gibt Konzert in Las Palmas am 22. Mai
Die argentinische Künstlerin Juana Aguirre tritt im Rahmen ihrer "Los Pilares Tour" auf Gran Canaria auf. Das Konzert ist für den 22. Mai um 21 Uhr bei "Canarias en Vivo" in Las Palmas geplant; einen Tag zuvor spielt sie im Teatro Leal in Santa Cruz de Tenerife.
Aguirre wird als experimentelle Produzentin beschrieben, die organische und synthetische Klänge verbindet. Ihr Album "Anónimo" wurde von Medien wie Rolling Stone und L.A. Times als eines der besten Alben des Jahres 2025 gelistet. Die Tour verspricht wandelbare Live-Versionen und experimentelle Klanglandschaften.





