Lanzarote spricht über die Renaturierung von Arrecife, neue Sicherheitsregeln für die San-Juan-Feuer in Tinajo und EU-Mittel für die Energiewende sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Arrecife hat ein Pilotprojekt zur urbanen Renaturierung vorgestellt
Die kanarische Regierung hat gemeinsam mit der Stadt Arrecife ein Pilotprojekt zur urbanen Renaturierung präsentiert. Julieta Schallenberg, Vizekanzlerin für ökologischen Wandel, erklärte, häufigere Hitzewellen erhöhten den Handlungsdruck, weil Hitzeinseln gemildert werden müssten.
Bürgermeister Yonatan de León sagte, ein Renaturierungsleitfaden solle die Stadtplanung langfristig prägen. Projektleiter Salvador Rueda, ein urbaner Ökologe, setzte auf „Supermanzanas“, mehr Grün und tausende klimaangepasste Bäume. Bewässert werden sollte mit aufbereitetem Wasser, da Arrecife nur 3,4 Quadratmeter Grün pro Einwohner und 11 Prozent ausreichend begrünte Straßen hatte.
Tinajo hat strenge Vorgaben für die Hogueras de San Juan festgelegt
Bürgermeister Jesús Machín hat die Regeln für die traditionellen Feuer zu San Juan und San Pedro bekanntgegeben. Er appellierte an Verantwortung und Solidarität und verlangte, dass geplante Feuerstellen dem Rathaus gemeldet und per Erklärung bestätigt werden mussten.
Die Fristen lagen beim 22. Juni 2026 für San Juan und beim 27. Juni 2026 für San Pedro. Feuer durften nur auf städtischem oder landwirtschaftlich genutztem Boden brennen, mindestens 15 Meter von Gebäuden und 100 Meter voneinander entfernt. Die Polizei überwachte die Auflagen, Löschmittel sollten bereitstehen und nach dem Abbrennen musste alles gereinigt und vollständig gelöscht werden.
Die Inselverwaltung hat mehr als 600.000 Euro für das AERANTHOS-Projekt gesichert
Die Inselverwaltung von Lanzarote hat für das Projekt AERANTHOS mehr als 600.000 Euro aus dem Interreg MAC 2021 bis 2027 erhalten. Cabildo-Präsident Oswaldo Betancort sagte, die EU-Finanzierung eröffne Chancen für eine nachhaltige Modernisierung der Insel durch Zusammenarbeit im MAC-Raum.
Miguel Ángel Jiménez, zuständiger Consejero, erklärte, geplant seien Emissionsdiagnosen, Klima- und Energieaktionspläne sowie Effizienzmaßnahmen in öffentlichen Infrastrukturen und Unternehmen. Vorgesehen waren auch Niedrigemissionszonen, Renaturierung zur CO₂-Bindung und Unterstützung für Tourismus und kleine und mittlere Unternehmen durch Energiemanagement und Beratung.
Yaiza hat LED-Leuchten in Playa Blanca erneuert und einen Tierschutzvertrag ausgeschrieben
Die Gemeinde Yaiza hat in der Calle Limones in Playa Blanca beschädigte Laternen durch LED-Leuchten ersetzt. Bürgermeister Óscar Noda betonte, die Modernisierung erhöhe Sicherheit, spare Energie und verbessere das Erscheinungsbild des touristischen Zentrums, während die Arbeiten auf eine Forderung der Händler zurückgingen.
Parallel schrieb der von Óscar Noda geleitete Stadtrat einen Vertrag zur Aufnahme und Kontrolle herrenloser Hunde aus. Das Basisbudget lag bei 380.110,11 Euro inklusive der kanarischen Umsatzsteuer IGIC, Angebote sollten bis zum 20. Juli um 14.30 Uhr eingehen. Stadträtin Águeda Cedrés sagte, der Dienst umfasse Auffinden, Transport, tierärztliche Versorgung und die Förderung von Adoptionen.
Haría hat neue Kultur- und Sozialprojekte vorgestellt und einen Minister empfangen
Haría hat die neue Kleidung der Diablos de Haría präsentiert und damit ein bekanntes Symbol der Insel erneuert. Anwesend waren unter anderem die Handwerksrätin Aroa Revelo und der Kulturrat Jesús Machín von der Inselverwaltung sowie Evelia García als Kulturstadträtin von Haría, Vereinspräsident Carlos Betancort und Designer Oswaldo Machín.
Die neue Kleidung sollte am 23. Juni um 23.00 Uhr bei der Noche del Fuego eingeführt werden. Zudem stellte der Stadtrat von Haría das endgültige Projekt für eine Casa del Mayor vor, Bürgermeister Alfredo Villalba und Sozialstadträtin Evelia García warben für aktives Altern. Villalba empfing außerdem Ángel Víctor Torres, Minister für Territorialpolitik, im Rahmen des Programms „La Administración cerca de ti“.
Lanzarotes Wein und Sport haben internationale und inselweite Akzente gesetzt
Bodegas Vega de Yuco hat bei den Decanter World Wine Awards 2026 in London Medaillen gewonnen. Der Malvasía Volcánica „Princesa Gara“ aus 2022 erhielt Silber, der Schaumwein „Princesa Fayna“ aus 2019 Bronze, nachdem mehr als 200 Experten die Weine blind verkostet hatten.
Im Sport öffnete die Inselverwaltung die Bewerbungsfrist für Zuschüsse von insgesamt 920.000 Euro, wie Sport-Inselrat Juan Monzón erklärte. Außerdem verschoben die Organisatoren das 24-Stunden-Turnier Isla de Lanzarote auf den 25. bis 27. September 2026 in Arrecife, das erstmals als inklusives Format auf den Kanaren geplant war und Guillermo González Raviña „Dongui“ ehrte.
Arrecife und Teguise haben Sommerangebote und Fiestas-Termine angekündigt
Arrecife hat Sommerworkshops für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in den Zentren Argana Baja und Los Alonso gestartet. Stellvertretender Bürgermeister und Beschäftigungsdezernent Echedey Eugenio sowie Kulturdezernentin Abigail González erklärten den Familien den Ablauf, die Aktivitäten liefen vom 22. Juni bis 14. August und wurden von städtischen Beschäftigungsprogrammen getragen.
In Costa Teguise standen die Fiestas vom 27. Juni bis 5. Juli fest, nachdem das Ayuntamiento und die Comisión de Fiestas die Vorbereitungen abgeschlossen hatten. Bürgermeisterin Olivia Duque sagte, die vorgezogenen Termine reagierten auf Bürgerwünsche. In Las Breñas setzte Yaiza das Patronatsprogramm zu San Luis Gonzaga fort, am Samstag mit Kinderangeboten und Abendprogramm, am Sonntag ab 19.00 Uhr mit Messe und Prozession.





