El Hierro diskutiert neue Agrarhilfen für 2026, die Kritik der AHI an verzögerten Gemeindemitteln und neue Verkehrseinschränkungen am Tunnel von Los Roquillos sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
AHI kritisiert verzögerte Zuschüsse für Gemeinden auf El Hierro
Die Agrupación Herreña Independiente (AHI) hat Verzögerungen bei mehreren für 2026 vorgesehenen Cabildo-Zuschüssen kritisiert. Die Partei warnte, dadurch könnten kommunale Projekte auf der Insel scheitern, obwohl die Mittel im Haushalt verankert seien.
Die AHI nannte 500.000 Euro für Valverde am Zugang zum Pozo de Las Calcosas, 400.000 Euro für La Frontera für Asphaltierungen und 250.000 Euro für El Pinar für Parkplätze. In Valverde forderte der Gemeinderat einstimmig die schnelle Überweisung, in La Frontera stimmte der Rat mit Enthaltung der PSOE für eine dringende Wiederaufnahme.
Inselverwaltung legt neue Agrarsubventionen für 2026 auf
Der Cabildo von El Hierro hat eine neue Subventionslinie für Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe 2026 beschlossen. Die Verwaltung will damit den primären Sektor modernisieren und die Wirtschaftsstruktur der Insel stärken.
Das Startbudget liegt bei 50.000 Euro, gefördert werden bis zu 70 Prozent der Investitionen, maximal 6.000 Euro pro Betrieb. Die Direktorin für ländliche und maritime Angelegenheiten, María Jesús Molina León, erklärte, die Hilfen sollen Modernisierungskosten senken und Tierwohl sowie Produktqualität verbessern. Anträge müssen nach Veröffentlichung im Amtsblatt bis 19. Mai 2026 elektronisch eingereicht werden.
Tunnel Los Roquillos bringt erneut Sperrzeiten für den Verkehr
Der Cabildo von El Hierro hat neue Verkehrseinschränkungen am Tunnel von Los Roquillos angekündigt. Die Arbeiten betreffen Wartungsmaßnahmen an der Böschung des Weges von La Peña und sollen von Montag, 11. Mai, bis Mittwoch, 13. Mai, laufen.
Die Unterbrechungen gelten von 8 bis 15 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr, stündlich öffnet der Tunnel für zehn Minuten. Die Inselverwaltung rät zur vorausschauenden Planung und zum Beachten der Beschilderung. Einsatzfahrzeuge sollen in Abstimmung mit dem CECOPIN passieren können.
El Hierro baut Service für Dreharbeiten mit neuer Filmplattform aus
Der Cabildo von El Hierro hat eine neue digitale Plattform der El Hierro Film Commission vorgestellt. Die zweisprachige Website soll Produktionen die Vorbereitung erleichtern und die Zusammenarbeit mit der Branche auf der Insel verbessern.
Die Direktorin Aïda Ballmann sagte, die Film Commission solle als technische Anlaufstelle Genehmigungen bündeln, Dienstleistungen koordinieren und lokale Ressourcen einbinden. Rubén Armiche, Kulturbeauftragter des Cabildo, erklärte, das Portal strukturiere Anfragen und Angebot, zudem können sich Einwohner und Unternehmen für audiovisuelle Dienstleistungen registrieren.
La Restinga verteidigt Blaue Flagge und Centro-Azul-Auszeichnung
Die Playa de La Restinga hat die Blaue Flagge zum zehnten Mal in Folge erhalten. Die Auszeichnung bestätigt Umweltqualität, Sicherheit, Zugänglichkeit sowie die vorhandenen Dienstleistungen, zudem erhielt das Museo de La Restingolita erneut den Status als Centro Azul.
Juan Miguel Padrón Brito, Bürgermeister von El Pinar de El Hierro, führte die Anerkennung auf die tägliche Arbeit des Personals zurück. Tourismusbeauftragte Magaly González erklärte, das Interpretationszentrum vermittle Wissen zur Meeresvielfalt. Die Jury hob Sauberkeit und den professionellen Rettungsdienst hervor.
La Frontera startet Vergabe von Kiosken für Patronatsfeste 2026
Der Stadtrat von La Frontera hat die Ausschreibung für acht temporäre Kioske zu den Patronatsfesten 2026 eröffnet. Festtagsrat Norberto Betancor sagte, damit beginne die Vergabe der Stände für die Feiern zu Ehren von San Lorenzo und Nuestra Señora de Candelaria auf dem Platz Benito Padrón Gutiérrez.
Die Vergabe läuft als offene Auktion in zwei Losen, sechs Kioske für Privatpersonen oder Unternehmen sowie zwei Flächen für Imbisswagen von Selbstständigen mit Genehmigungen. Der Mindestbetrag liegt bei 500 Euro ohne IGIC, Angebote müssen bis 19. Mai eingehen. Aufbau und Abbau sind für Ende Juli und 21. August geplant, zudem setzt die Gemeinde weiter auf Maßnahmen gegen Plastik und Abfall.
Los Mocanes feiert die Jungfrau von Fátima in La Frontera
Los Mocanes hat am Sonntag, 10. Mai, die Feier zu Ehren der Jungfrau von Fátima begangen. Die Nachbarschaftsvereinigung "Piedra Los Mocanes" organisierte den Tag mit Unterstützung der Gemeinde La Frontera und der Pfarrei Nuestra Señora de Candelaria.
Das Programm begann um 11.45 Uhr mit der Ehrung der Jungfrau, danach folgten Eucharistie und Prozession, bevor ein Gemeinschaftsessen den Tag beendete. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas und Festtagsrat Norberto Betancor González hatten zur Teilnahme eingeladen. Der Überlieferung nach stammte das Bildnis von einer ausgewanderten Bewohnerin und fand später mit dem Bau der Kapelle dauerhaft seinen Platz im Ort.





