El Hierro investiert in Infrastruktur, stärkt die Notfallkoordination und zieht neue Filmproduktionen an. Die kleinste Kanareninsel setzt auf nachhaltige Entwicklung und verbesserte Basisdienste.
24 Millionen Euro für zentrale Bauprojekte auf El Hierro
Die Inselverwaltung hat ein Investitionsprogramm von 24 Millionen Euro für mehr als zehn Vorhaben gestartet. Es zielt auf bessere Mobilität, stabilere Basisdienste und ein nachhaltiges Entwicklungsmodell. Ana González, zuständige Verantwortliche für öffentliche Arbeiten im Cabildo, erklärte, die Planung zeige den Willen, Verwaltungsprobleme zu lösen und Baufortschritte abzusichern.
Zu den größten Posten zählen die Sanierung der Seniorenresidenz in La Frontera für mehr als 4,6 Millionen Euro sowie Straßenprojekte wie die Asphaltierung der Straße von Isora und Schutzbarrieren im Straßennetz. Außerdem plant die Verwaltung die Modernisierung der Wasseraufbereitungsanlage Los Cangrejos und Vorhaben für Wanderwege, digitalen Ausbau und Archäologie.
Katastrophenschutz bei Inseltagen in La Frontera gestärkt
Die Inselverwaltung hat die III. Technischen Inseltage für Katastrophenschutz und Notfälle organisiert. Die Veranstaltung sollte Koordination und Vorbereitung auf kritische Lagen verbessern. Am Vormittag zeigte eine Ausstellung von Einsatzmitteln nahe der Plaza Benito Padrón Gutiérrez trotz Regen viele Fahrzeuge und Ausrüstungen, die auch Schüler und Familien anzogen.
Jesús Pérez, Sicherheits- und Notfallrat des Cabildo, sagte, solche Treffen verbesserten die Abstimmung der Dienste. Am Nachmittag diskutierten rund 100 Fachleute des kanarischen Notfallsystems unter anderem maritime Notfälle und Krisenkommunikation. Vizepräsidentin Ana González erklärte, Prävention und Zusammenarbeit hätten sich in früheren Einsätzen bewährt.
Neue Dreharbeiten für Spielfilm und Kurzfilm auf El Hierro
Die Inselverwaltung hat den Dreh des Spielfilms "Acoso" auf El Hierro bekannt gegeben und zudem einen neuen Kurzfilm des kanarischen Filmemachers Santiago Ríos angekündigt. Rubén Armiche Benítez, Kulturbeauftragter des Cabildo, stellte die Projekte nach dem Festival von Málaga vor. Dort habe man El Hierro als attraktiven Drehort in Spanien hervorgehoben.
Joel Angelino führt Regie, Amílcar Salatti schrieb das Drehbuch und Santiago Ríos unterstützt das Projekt. Zur Besetzung gehören die kubanische Schauspielerin Mirtha Ibarra und Kameramann Ernesto Granado, die Hauptrolle spielt Águeda Lima von El Hierro. Armiche sagte, Produktionen brächten Einnahmen, Jobs und kulturelle Impulse.
Gebührenbefreiung an den Stegen von La Restinga für 2026
Puertos Canarios hat beschlossen, die Gebühren für Nutzer der Stege im Hafen von La Restinga im Jahr 2026 auszusetzen. Die Agrupación Herreña Independiente, eine politische Gruppierung von El Hierro, begrüßte den Schritt und verwies auf jahrelange Forderungen. Sie kritisierte zuvor Gebühren trotz Einschränkungen durch Bauarbeiten und fehlende Leistungen.
Raúl Acosta, Abgeordneter der Agrupación Herreña Independiente, brachte in den Haushaltsverhandlungen für 2026 eine Gesetzesänderung ein. Sie erlaubte Puertos Canarios den Verzicht auf Gebühren, wenn Dienstleistungen nicht angemessen erbracht wurden. Die Änderung wurde angenommen, die AHI verlangt nun eine wirksame Umsetzung.
Solaranlage auf der Plaza Benito Padrón in La Frontera
Das Rathaus von La Frontera hat die Installation eines Photovoltaiksystems auf den Pergolen der Plaza Benito Padrón begonnen. Es soll die Plaza mit Solarstrom versorgen und Überschüsse ins Netz einspeisen. Parallel saniert die Gemeinde die Pergolen, entfernt beschädigte Abdeckungen und setzt auf eine neue, wasserdichte Holzkonstruktion.
Die Anlage erreicht 20,7 Kilowatt und umfasst 68 Module auf zwei Pergolen. Den Auftrag erhielt Enertysur Fotovoltaica S.L. für 62.284,45 Euro plus 4.359,91 Euro IGIC, bei einem geschätzten Gesamtbudget von 91.676,20 Euro. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas sagte, die Arbeiten sollten binnen eines Monats fertig sein.
Zusätzliche Schritte für Gesundheit und Wohnen gefordert
Juan Manuel Casañas hat im Parlament der Kanarischen Inseln die höheren Investitionen der Regionalregierung auf den nicht kapitalen Inseln hervorgehoben. Er nannte Fortschritte im Gesundheitswesen auf El Hierro und erklärte, spezialisierte Angebote sollten unnötige Reisen vermeiden. Er sagte, die priorisierte Onkologie-Einheit reduziere Wege nach Teneriffa.
Casañas verwies zugleich auf offene Vorhaben und forderte den Abschluss der Arbeiten am Hospital Insular sowie an Gesundheitszentren in Valverde, La Frontera und El Pinar. Beim Wohnen nannte er Maßnahmen wie Regeln für Ferienwohnungen und eine Senkung des IGIC beim Kauf neuer Wohnungen. Zudem verlangte er von PSOE-Abgeordneten, die Aufhebung des staatlichen Wohnungsgesetzes zu beantragen.








