Neun Migranten haben am Freitagabend mit einem Schlauchboot aus eigener Kraft den Hafen von Gran Tarajal im Süden von Fuerteventura erreicht. An Bord befanden sich fünf Männer, eine Frau und drei Kinder. Ein Wachmann des Hafengeländes alarmierte die Guardia Civil, die rund 15 Minuten später eintraf.
Mitarbeiter des Roten Kreuzes untersuchten die Migranten. Sie befanden sich offenbar in gutem Gesundheitszustand. Niemand musste in ein Ärztezentrum oder Krankenhaus gebracht werden.
Migranten erreichen Fuerteventura aus eigener Kraft
Nur selten gelingt es auf Fuerteventura, dass eine sogenannte „patera“ ohne Hilfe die Küste erreicht. Die zurzeit ungewöhnlich ruhige See hat die normalerweise gefährliche Überfahrt offenbar erleichtert. Die meisten Migranten geraten bei der Überfahrt von Afrika zu den Kanaren in Seenot und hoffen auf rechtzeitige Rettung.
Die Kanaren-Route gilt als gefährlichste Migrationsroute der Welt. Derzeit verschieben sich die Migrationswege jedoch wieder etwas in Richtung Mittelmeer.
Zahl der Migranten auf der Kanarenroute sinkt 2025 deutlich
Die Zahl der Migranten, die per Boot von Afrika auf die Kanaren gelangt sind, hat sich in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 fast halbiert. Bis Donnerstag wurden 191 „pateras“ oder „cayucos“ registriert. Im selben Zeitraum 2024 waren es noch 328. Die Zahl der Migranten sank von 21.470 auf 11.575, das entspricht einem Rückgang von 46,1 Prozent.
Auf den Balearen und dem spanischen Festland ist die Zahl der auf dem Seeweg ankommenden Migranten von 6.151 auf 7.064 gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von 14,8 Prozent. Auch in den Autonomen Städten Ceuta und Melilla ist die Zahl der Migranten um 15,1 Prozent auf 1.601 gestiegen. Dort erfolgt die Migration fast ausschließlich auf dem Landweg.





