Fuerteventura steht diese Woche im Zeichen der Windsurf-WM in Sotavento und eines bemerkenswerten politischen Treffens: Fünf frühere und amtierende Inselratspräsidentinnen der Kanaren kamen zusammen, um über weibliche Führung und Gleichstellung zu sprechen.
Windsurf-WM: Alabau gewinnt, Mortefon schlägt Iachino
Die Slalom-X-Serie brachte am Donnerstag in Sotavento neue Siegerinnen und Sieger hervor. Der Tag begann bewölkt und windschwach, klarte später aber auf. Mit zunehmendem Wind stiegen die Anforderungen an die Fahrer – viele stürzten an der "Salchicha", der Schlüsselstelle des Kurses.
Blanca Alabau aus Spanien holte ihren ersten Sieg in einem Frauenfinale. Jenna Gibson aus Großbritannien gewann anschließend erneut und baute ihre Führung aus. Justine Lemeteyer aus Frankreich siegte im siebten und achten Finale und belebte damit den Titelkampf. Bei den Männern gewann Matteo Iachino aus Italien die dritte Elimination, ehe Pierre Mortefon aus Frankreich ihn in der vierten Elimination im Finale überholte.
Fünf Inselratspräsidentinnen der Kanaren treffen sich auf Fuerteventura
Am Donnerstag kamen im Kongresszentrum von Puerto del Rosario fünf der sechs Frauen zusammen, die auf den Kanaren Inselräte geleitet haben oder noch leiten. Die Veranstaltung trug den Namen "Las 5 Fantásticas" und würdigte den Beitrag von Frauen zur Veränderung öffentlicher Institutionen.
Inés Rojas de León, Guadalupe González Taño, Belén Allende Riera, Rosa Dávila Mamely und Dolores Alicia García Martínez berichteten aus ihren politischen Erfahrungen in unterschiedlichen Inselkontexten. Sie betonten die Bedeutung weiblicher Vorbilder und sprachen über Hürden im öffentlichen Dienst, die weiter abgebaut werden sollten. Das Gespräch verlief in einem betont solidarischen Rahmen.
Charter 100 Fuerteventura stellt sich erstmals vor
Beim selben Treffen präsentierte sich Charter 100 Fuerteventura erstmals öffentlich. Die neue Gruppe wird von Clara Peña geleitet und gehört zu Charter 100 Canarias, das seit 2015 aktiv ist und von Nardy Barrios geführt wird, die auch die Diskussionsrunde moderierte.
Die Organisation will weibliches Talent sichtbarer machen und Gleichstellung fördern. Mit dem Auftakt auf Fuerteventura knüpft Charter 100 an seine bisherigen Aktivitäten auf den Kanarischen Inseln an und setzt ein Signal: Weibliche Führung in der Inselpolitik ist längst Realität.


